Zweites Kapitel.
den niemand mit demjenigen Verständnisse betrach-tet/ daß wir hätten belehret werden können/ vonwas für Zeit dieselben sind; PausaniaS meldetnichts von denselben. Die angeführete mänliche Ka-ryatide^ in dem farnesischenPalasteist/ wie manvorgibt, beim Pantheon gefnnden worden/ und esist glaublich/ daß es eine von denjenigen sei/ wel-che vom Diogenes' ans Athen gearbeitet waren/und über dem unteren Säulengange in dem Tem-pel standen/ das ist/ welche anstatt der zweitenOrdnung Säulen waren. Die izige Cornischeauf den unteren Sänlen hat zwar nicht denjenigenVorsprung/ welcher zur Base solcher Figuren/ wiedie gegenwärtige ist/ hätte dienen können: manmuß aber bedenken/ daß dieser Tempel zweimal imFeuer gelitten/ und wiederum von Marco Anre-
Orece, I. I. pl. 6 et Z2. Ltuart, vf Stilen»,
vol. cliax. 2. pl. lg—20. Eigentlich befinden sichdiese sechs Karyatiden an dem Pandr 0 senm, ei-ner offenen Halle am Erechthenstempel in Athen,deren Gebälk von ihnen geragen wird; vier derselben ste-hen in der Fronte und eine aus jeder Seite. Fernow.
1) Lessing (säm tl. Schriften, lo Th> Z67S.) wun-dert sich , daß Winekelma >1 von »1 ä n lichen Kar » a>tiden spricht. Aber wir haben schon gesehen; daß er diefignr irte n Säulen, ohne Unterschied des Geschlechts,Karyatiden, Atlant es und Tel am 011 es neüt, ob-wohl nach der Erklärung, welche Vitrnvius gleich imAnsänge seines Werks von der Entstehung des Karyati-den gibt, sie mag mm wahr oder sabelhast sein, der NameKaryatiden eigentlich nur weiblichen stiizende»Figuren ertheilt werden sollte. Fernow.
sMan vergleiche G, d. K. 1! B. 2 K. tv §.1
2) Dieser Tronc einer Karyatide, oder eines Tel am 0-nen, wurde wenige Jahre, nachdem Winckelmai»Obiges geschrieben, nach Neapel gebracht. Fea.