Baukunst der Alten.
genommen haben/ als' da» Haupt des Gebä'ndeSangesehen/ und verhielt sich zu diesem/ wie sich dasHaupt zum Körper verhält. ES war nicht/ wieman jenseit der Alpen auch an fürstlichen Häu-sern siehet/ oft das Drit theil von der ganzenHöhe der Gebäude/ sondern es war entweder ganzflach/ oder inehrentheils flach gegipfelt/ wienoch izo die Häuser in Italien. Die Einwendung,daß steile Dächer in Ländern/ wo viel Schneefällt/ nöthig sind/ ist ohne Grund: den in Tirol,wo es nicht an Schnee fehlet/ sind alle Dächer eben-falls sehr flach. An bürgerlichen Häusern war zu-weilen die ganze Cornische, auf welcher das Dachmit ruhet-/ von gebrauter Erde/ und dergestalteingerichtet/ daß durch dieselbe die Traufe ablaufenkonte. Zu diesem Ende waren an derselben in be-siimter Weite Löwenköpfe mit offene m M aulegebildet/ durch welche der Negen herunterfiel/ sowie es VitruviuS an Tempeln lehret. Stükesolcher Cornischen haben sich verschiedene im Hercu-lano gefunden/ und sind in dem Hofe des königli-chen Musei zu Portici zu sehen. In Nom war derAblauf der Traufe an gemeinen Hänscrn insgemeinvon Brettern gemachet.
§. LZ. Der Gipfel hieß bei den Griechenoder und muß nothwendig an den alten
Gebäuden und Tempeln fein/ deren Dach mit derDeke ein Dreiek machet: den die Häuser warennicht alle platt und ohne Gipfel/ wie Salma-siuö behauptet/^) welches sich auf alten Gemäl-den zeiget. Wen aber der Gipfel auf dem
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2) plin. üxcrcit, i» Lolin. c. ?!>. t. I. p. FÜZ.
3) Und aus sehr vielen erhobenen Bildwerke». F ea.