Baukunst der Alten.
es sind dieselben theils röthlich/ theils graulich.Eine Art von schwarzdunkeler Farbe wird bei Vi-terbo gegraben/ in einer Gegend/ wo siedend heißeQuellen sind/ die auch ein Ei hart sieden/ wen esnur einen Angenblik hineingelassen wird; diese Ge-gend wird Loilicame genennet/ von bollire, sieden,und das unterirdische Feuer daselbst/ nebst denSchlaken unter der Erde sind Zeichen/ daß ehemalsdaselbst ein Volcan gewesen sein iniiße. Die Schla-fen von Viterbo aber sind nicht sekr tauglich zuGewölberN/ weil sie sehr weich sind. Jene ArtSchlaken finden sich offenbar in alten Gewölbern/und sind auch im Pantheon bei der neulichen innerenAusbesserung dieses Tempels bemerket worden. Vi-truvius aber übergehet/ wie alle dessen Ausleger/diese Art zu wölben mit Stillschweigen/ und ergedenket nur im Vorbeigehen der Schlaken vomVesuvio.Da die Natur dieses Berges den Alten wenig bekantwar/ so waren auch die Wirkungen desselben nichtuntersuchet.
§. 16. Gewölber mit diesen Schlaken gelegetsind in Neavel gewöhnlich; in Rom aber ist derHerr Cardinal Alexander Albani der erste/ undbis izo der einzige, welcher in seiner Villa zu Romalso gebauet hat. Man verfähret auf folgende Weise.Nachdem das Gerüst zum Gewölbe angeleget ist/wird der Bogen auf beiden Seiten (le oossievulw), wie vorher gesaget/ gemauert bis auf dasMittel des Gewölbes'/ oder dessen Rnkcn. Dieserwird mit Schlaken und Mörtel geleget/ und dieserverbindet sich mit jenen/ und dringet sie gleichsamdurch/ so daß ein dergleichen Gewölbe kaum zu zer-stören ist.
§. 16. Der andere Weg/ die Gewölber zu erleich-tern/ geschahe mit leeren Urnen oder Töpfen vongebrautem Thone/ welche mit der Ofnung heraus-