Alte Tempel
siehet/ die rund um den Tempel gingen: man siehetauch in einer Eke die Grundlage ausgegraben.
ß. 2t. Die Länge dieses' Plazes komt mit demMaße des Diodorus überei»/ welcher die Längedes Tempels auf 34u Fuß sezct; nach dem engli-schen Maß sind eS 3^6 Fuß; weil dieser etwaskleiner ist als der griechische/ wie ich angezeigethabe. Die Breite dieses Plazes hält 165 Fuß/welches sich mit dem Maße des Diodorus von60 Fuß nicht reimet.
§. 22. Wen aber die Breite eines Tempels dieHälfte von dessen Länge war/ und t70 die Hälftevon 340/ so komt das izige Maß der Breite/welche unter Trümmern so genau nicht sein kan-diesem Verhältniß sehr nahe. Folglich knn dasMaß der Breite beim Diodorus von 60 nichtrichtig sein/ und cS fehlet nothwendig hundertvor der Zahl sechzig. Die geringste Erwägung desbei den Alten bestickten Verhältnisses ihrer Tempelhätte hier Zweifel über die Richtigkeit des griechi-schen Textes erwekcn solle» / 2) m,d dennoch ist esniemanden eingefallen. Die alten Handschriften/welche ich in Nom und in Florenz/ bis auf dieälteste vom Diodorus in der Bibliothek des Hau-ses Chigi zu Nom/ nachgesehen habe/ stimmen mitdem gedrukten überein. Man muß sich nicht vor-stellen / daß die Griechen/ nach Art einer gewissenneuerbaueten reformirten Hauptkirche in Deutschland/einen Tempel würden aufgeführet haben/ dessenBreite das sechste Theil seiner Länge gewesen.
t) LA »merk. üb. d. Bauk. t K. 2S §.Z
?) Vielleicht war dieses Verhältniß hier nicht anwendbar,da »ach dem Diodorus der Tempel des Jupiters inmanchen Stiiken von den gewöhnliche» Verhältnissen ab,wich. Fea.