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Alte Tempel
und der Druk des Gebäudes fällt nicht allein obenauf die Thüre/ sondern drnket auch von beiden Sei-ten auf die schräg liegenden Pfosten.
Z. 17. Die Verzierungen an dem Tempel zuGirgenti und an denen zu Pesto sind/ wie über-haupt in den ältesten Zeiten / groß und einfältig.Die Alten fucheten das Große/ worin die wahrePracht bestehet; daher springen die Glieder andiesen Tempeln mächtig hervor/ und viel stärker/als' zu Vitruvius Zeiten/ oder wie er selbst leh-ret. Die den Alten ganz entgegengesezete Art siehetman an denjenigen Gebäuden zu Florenz und Nea-pel/ welche nicht lange vor Wiederherstellung derKunst gebauet sind. Den da man in Italien nochallezeit mehr Begrif als anderwärts von der Bau-art gehabt hat/ so entstand aus dieser und demGeschmake damaliger Zeit eine Vermischung: dieGesimse und Cornischen ließ man unmerklich her-vortreten/ weil man im Kleinlichen die Schönheitsuchete. Die Einfalt bestehet unter andern in derwenigen Ausschweifung: daher siehet man an un-sern Tempeln weder Hohlkehlen noch halbrundeLeisten/ sondern alles gehet nach fast geraden Li-nien; das einzige Glied an dem Kapitäl ausgenom-men/ welches insgemein mit den sogenanten Eierngezieret ist. Es schweifet an den Tempeln zu Pestoin fast numerklicher ^Nnnde auS/ und hat die Eiernicht. In eben diesem Styl sind die ältesten Al-täre und Grabsteine gearbeitet/>) und diese Beobach-tung zeiget das hohe Altertum derselben.
tz. 18. Unter den Trümmern der ehemaligen
1) Man vcnUeicKe hiermit Fabretti c, Z. n»m,
63? x, 2Zg. c, 10, NUN!, >72, x,6Ag,) Winckclman.