Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
275
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neuest, henul. Emdek. 27L

genauere Beschreibung/ oder ein« Erläuterung nichtüberflüssig scheinen können.

§. 72. Von großen Statuen in Erzt/ welches! mehrentheils kaiserliche Bildnisse/ aber von mittel-mäßiger Arbeit sind/ und von anderen in Marmor/die für die Galerie im Schlosse zu Portici bestim-met waren/ sind izo 58 ergänzet. Die Säulen vongelbem Marmor zur AuSz>erung di«ser Galerie sindnicht von Giallo anticv/ sonder» es ist dieser gelbeMarmor bei G-sualdo in dem bergigen Apulien ge-brochen/ und von dieser Art sind 32 Säulen daselbstaus einem einzigen Stüke. Da aber dieser Theildes neuerbaueten Schlosses einzufallen drohete/ unddeßwegen auf Stüzen gesezet werden müßen/ ist mangenöthiget worden/ diese lange Galerie in fünf Zim-mer zu theilen/ folglich wegen des Verhältnisses/ dasGewölbe zu erniedrigen/ und gedachte Säulen nebstdenen von Verde antico sind hier weiter nicht anzu-bringen.

Z. 73. Diejenigen weiblichen Statuen vonErzt/ welche um einen Teich in einer herculanischenVilla standen/ und izo auf der Trepe zu dem Musesaufgestellet worden/ sind der Beschreibung des Lon-gus^) von Statuen der Nymphen sehr ähnlich,und werden dafür zu halten sein/ da diese wie jeneum einen Teich standen.

§, 74. Der Unterleib des schönen betrunkenenSilenuS von Erzt ist wie ein Schlauch gcscnkct/in den Schenkeln aber ist die Eigenschaft der Sa-tyr e oder Faune auSgedrüket in der Schnelligkeitdes Gewächses. Es fiel mir damals nicht bei/ wovon der Statue des Sardanapalus geredetwird/2) die so wie der SilenuS/ über den Kopf

1) pilgtoral. I. 1. p. 6. eäit. IZanov. i6o3. L.

2) tMan sehe*oben S. 155—156.)