hercul. Entöek.
Dieses sogenante ägyptische Schilf war denEingeborncn von großem Nuzen; der Mark desStengels dienctc ihnen zur Nahrung, lind aus demStengel selbst macheten sie Schiffe/ deren Gestaltwir auf geschnittenen Steinen und aus ander»ägyptischen Denkmälern sehen. Es wurden nämlichBündel wie Binsen zusammengebunden/ und diesewurden wiederum an einander vereiniget/ bis manihnen die Gestalt von Kähnen oder Schiffengab. Der vornehmste Nuzen aus dieser Pflanzeaber war die dünne Haut/ aufweiche inanschrieb;und eben dieses ist der Punkt/ worin die Nachrichtder alten Scribenten nicht deutlich genug ist/ unduns kein völliges Genüge thut. Es haben sich dahereinige/ wie VossiuS/ >) vorgestellet/ daß das Pa-pier zum Schreiben von den Blättern dieserPflanze genommen worden. Andere/ als Wesse-ling/2) haben sich noch einen irrigem Begrifgemachet/ wen sie glauben/ daß dasselbe ans derWurzel zubereitet worden. Die Wurzeln allerPflanzen bestehen aus Fäserchen/ und haben eineHolznatur/ welche daher nicht in dünne Blätterkönnen aufgewikelt werden. Es hat sich aber lezt-gcdachter Scribent vorgestellet/ daß die Wurzel wie,n einen Brei zerkochet und zubereitet worden/ umdas Papier etwa auf eben die Art/ wie es izo ge-machet wird/ zu gießen. Andere/ wie Salma-fius ^) und Guillandini/ kommen der Wahr-heit näher / wen sie glauben / daß die Blätter Pa-pier von dem Stengel genommen worden/ wel-
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Winckclman. 2. 9