Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
190
Einzelbild herunterladen
 

Sendschreiben v. d.

fühl einer zarten sanften Haut/ und unsere Begriffewerden/ als vom Vereinte» / leicht und faßlich. Danun das Leichte durch dessen Faßlichkeit selbst gefal-len/ und das Gezwungene/ wie ein übertriebenesLob Anderer/ weil wir selbst au dasselbe nicht rei-chen zu können glaube»/ durch das Gegentheil miß-fallen muß; ja da die Natur/ in Ansehung der Ko-sten (da insgemein das Natürliche wohlfeiler alsdessen Gegentheil ist/) den Weg erleichtert: so soll-te uns Empfindung und Überlegung zu der schönenEinfalt der Alten führen. Aber diese blieben beidem, was einmal schön erkant worden/ weil dasSchöne nur Eines ist/ und änderten/ wie in ihrerKleidung/ nicht; wir hingegen können oder wollenuns in dieser/ wie in andern Dingen/ nicht fest-fezen/ und wir irren in thörichter Nachahmung her-um/ wodurch wir alle Augenblikc/ was wir bauen/wie die Kinder/ wiederum niederwerfen.

Z. Si. Der zweite Theil des vierten Stüksdieses Sendschreibens/ welcher von den her-cula Nischen Schriften handelt/ verdienet unsreganz besondere Aufmerksamkeit/ um so viel mehr/da niemand vor mir Nachricht von denselben gege-ben hat. Bei diesen Schriften ist zum erstendie Entdekung derselben besonders anzuzeigen;zum zweiten ist die Materie, woraus sie bestehen.'nebst ihrer For»i/Gest a lt undBeschäffenh ei t/drittens die Art und Weise der Schrift aufdenselben/ und viertens ihre Aufwikelung zuerklären.

§.92. Die Entdekung derselben versprach nichtsweniger/ als was sich nachher zeigete; die Arbeiterbeklageten sich/ wie die zween Kahlköpfigen/die einen Kam auf dem Wege fanden: