Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
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184
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154 Sendschreiben v. d.

Feldmäuse/ die sich in Castanienwäldern aufhaltenund nähren / fütterten und fett macheten. DieseGefäße sind von gebrauter Erde/ etwa drei Palmehoch und drittehalb im Durchmesser/ mit einer >mäßig großen Mündung/ in welchen inwendig um-her stufenweiS halbrunde Tröge ebenfalls aus Tho-ne sind/ für das Futter dieser Thiere. Dieses Ge-fäß oder Behältniß hieß xlirsiium, von Zlis, welchesder Name des Thiers ist/ mit welchem Worte dieDeutschen und andere Völker auch die Razen be-zeichnen. Da nun jene Thiere jenseit der Alpen,/wie ich merke/ nicht bekant sind/ so haben sich einigeausländische Gelehrte vorgestellet/ die Römer hät-ten Razen gefüttert/ und als einen besondern Le-kerbissen gegessen. Diese Einbildung machet sich un-ter andern Sloane in dem Vorberichte zu seinerBeschreibung der Insel Iam aica in engli-scher Sprache/ und Lister/ in seinen Anmerkun-gen über den ApieiuS von der Kochkunst/ ,ist nicht besser unterrichtet. Im Wälschen heisset die-ses Thier xl-iro von gU», und wird noch izo gegessen/aber nur auf großen Tafeln: den es ist nicht häu-fig/ und ich weiß/ daß das HauS Colouna dasselbezum Geschenke verschikct. ES vergrabet sich im Win-ter / und lieget alsdaki/ wie man saget/ in einembeständigen Schlummer/ ohne Nahrung/ und daherist es von den Neuern als ein Sinbild des Schlafsgebrauchet/ wie man eS also vom Algardi nebendem Schlafe von schwarzem Marmor in der VillaBorghese vorgestellet siehet.

§. 79. Was zum Spiele und zur Lust bar k ei tgehöret/ ist ebenfalls hierher zu ziehen, und dieFlöten der Alten verdienen hier einige Anmerkung.Es waren dieselben von Knochen/ von Elfenbeinund auch von Erzt gemachet/ und bestanden/ wiedie unsrigen/ aus verschiedenen Stüken/ aber mit