^>56 Sendschreiben v. d.
sizet und schlafet/ so daß der eine Arm hänget. DerMercuriuS aber/ welcher unter allen Statuen zu-lezt gefunden worden/ ist die schönste unter allen:er sizet ebenfalls, und das Besondere sind dessen Flü-gel/ welche an die Fuße gebunden sind/ so daß derHeft von den Riemen/ in Gestalt einer plattenNose/ unter der Fußsohle stehet/ anzuzeigen/ dassdieser Gott nicht zum Gehe»/ sondern zum Flie-gen gemachet sei.
§. 52. Die Brustbilder sind theils in Mar-mor/ theils in Erzt; jene sind alle in Lebensgröße/und stehen noch zur Zeit nicht in dem Musev/ son-dern in einem Vorzimmer der höchstselig verstorbe-nen Königin/ wo dieselben gelassen sind/ um demCastellane denjenigen Verdienst/ welchen ihm diesel-ben einbringen/ nicht zu entziehen. Die merkwür-digsten sind ein Archnnedes/ mit einem krausenkurzen Barre/ welcher den Namen schon vor Altersmit schwarzer Farbe oder Dinre angeschrieben hatte:vor fünf Jahren las man noch die ersten fünf Buch-staben ^?XIN, jzo aber sind dieselbe»/ durch daSöftere Begreife«/ fast ganzlich verloschen. Ein an-deres inänliches Brustbild hatte auch den Namen an-geschrieben ; es waren aber kaum noch drei Buchsta-ben sichtbar/ die es izo auch nicht mehr sind.An einem andern mänlichen Kopfe ist der Bart unterdem Kinne in einen Knoten gefchürzet/ wie es einKopf im Campidoglio zu Rom hat. Unter den weib-lichen Brustbildern ist eine fchöne ältere Agrip-pina/ welche einen Kranz um die Haare/ von denlänglichten Perlen/ zufammengesezct hat.
K. 66. Die Brustbilder von Erzt sind theilsin und über Lebensgröße/ theils halbe Natur undunter dieser Größe/ und in beide» / sonderlich inder ersten Art hat dieses Museum vor allen in derWelk den Vorzug. Von großen Köpfen sind sechs