Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
154
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Sendschreiben v. d.

spieß zu werfen. ES ist auch zu Pompeji/ in gedach-tem kleinen Tempel/ eine Diana gefunden/ welcheungezweifelt Herrurl sch ist. Diese wird umständ-lich in der Geschichte der Kunst beschrieben.Von ägyptischen Werken hat sich eine kleinemänliche Figur von schwarzem kleinkörnichtem Gra-nite/ mit einem sogenanten Modioauf dem Kopfe/gefunden / welche samt der alten Base Z Palme und3 Zolle/ römisches Maß/ hält; es trägt dieselbeeine runde Tafel von eben dem Steine/ die imDurchmesser 2 Palme und 7 Zolle hat.

Z. 50. Hier werden Sie sich erinnern / H o ch g e-borner Grav, daß in dem ergangenen königlichenBefehle/ über den mir besonders ertheileten Zutrittim Museo/ diese Freiheit auf das/ was zu sehenerlaubet ist/ eingeschränket war. Ich bestand damalsnicht auf der Erklärung dieser Clausel; ich glaubeaber/ daß dieses theils von dem/ was von Altertü-mern in den Gewölben unter dem königlichen Schlosselieget/ zu verstehen sei/ vornehmlich aber eine un-züchtige Figur betreff«. Zu jenen bin ich gelanget/da ich mir die Vertraulichkeit deS Aufsehers erworbenhatte; die Figur aber wird niemanden/ als auf ei-genhändigen Befehl deS KönigS/ gezeiget/ und diesenhat noch niemand gesuchet/ folglich wollte ich nichtder erste fein. ES stellet dieses Werk in Marmor ei-nen Satyr mit einer Ziege vor/ welcher etwa überdrei römische Palmen groß ist/ und man saget/ es seisehr schön. ?) Es wurde unmittelbar nach der Ent>

B. 2 K. 14 §. 6 B. 1 K. — IS §.ü2) Späterhin kostete es weniger Schwierigkeit, dieses Werkz» sehe». Der herzoglich meklenburgiscbc HofbildhauerBusch in Rom hat vor etwa t2 Jahre» diese merkwür-dige Gruve, nach einer an Srt und Stelle verstohlen.gemachten Zeichnung von Carstens, in Holz geschnitten.Der St»l des Werks ist von keiner besondern Schönheit,aber der Ausdruk ist von großer Wahrheit. F e r n o w.