Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
148
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Sendschreiben v. d.

dern Seite war ein Brunnen; gegen den Tempelüber war eine Cisterne, und in den hinein geschweif-ten Eken derselben waren vier Brunnen/ oder Öf-liungen aus der Cisterne/ um das Wasser mit mehrBequemlichkeit zu schöpfen. Das einzige Gebäudevon zwei Gestol in allen Entdekungen ist hier ge-funden/ und man wird dasselbe beständig aufgedeketsehen können. Als ich mich im Februario dieses1762 JahrS mit dem Aufseher des Mufti daselbstbefand/ waren die Arbeiter beschäftiget, ein bemal-tes Zimmer auszuräumen/ und eine Art vonCredenz tisch an das Licht zu bringe»/ welcher mitMarmor beleget war/ und an eben dem Orte fandman eine Sonnenuhr.

K. Zu Gragnanv/ oder in dem alten Sta-dia/ fand sich eine Villa oder Landhaus'/ welche inden mehresten Stüken der herculanischen ähnlich war.Mitten im Garten war ein Teich von vier gleichenAbtheilungen/ über welche eben so viel kleine Bril-len von einem Bogen gingen. Um den freien Plazumher waren auf der einen Seite Gartenstüke;auf der andern Scite i» Kammern zum Waschenoder Bade»/ welche/ wie im Herculanv/ halb rundund ekig wechselweise solgeten. Diese Kammern so-wohl, als jene Felder/ waren durch eine Laube be-deket, welche so wie jene gemachet war/ und vorwärtsauf eben solchen Säulen ruhete. Um den ganzenGarten war ein Wasserkanal an der innern und änssernSeite der Mauer geleitet/ vermuthlich das Regen-wasser zu sammeln: den von Wasserleitungen hatsich hier keine Spur gesunden/ und man wird indieser Gegend größtentheilS von Wasser vom Him-mel gelcbet haben; wie den in dem Atrio dieserVilla selbst eine große Cisterne war. Eben so warder erstaunende Wasserbehälter für die römische >Flotte bei Miftnuni/ Piscina mirabilis genant/