Sendschreiben v. d.
Städten / und vornehmlich aus dem HerculanoauSgegrabe«/ zu deuten sei. Die severianischenBäder verstehet er von Bädern / nicht des Septi-miuS SeveruS/ sondern des Kaisers Alexan-der SeveruS/ und gleichwohl führet er den Svar-tianuS an/ welcher von jenen und nicht von die-sen redet/ noch reden kaii/ weil seine Geschichtenicht so weit gehet: er hätte sich auf den Lam-pridiuS berufen sollen/ welcher von den alexan-dri Nischen Bädern in Rom redet. Ferner sagetMartorelli: „ Wir wissen die Zeit des Auden-„tiuS SaemilanuS Viri Lonsul»iis, welcher zu„des SeveruS Zeiten (welches SeveruS aber/„ saget er nicht/) gelebet; " woher er es aber weiß/hat ihm nicht gefallen anzugeben. Zn diese Bäderzu Rom wurden die Statuen von hierher hinge-schaffet/ und durch den Baumeister ChrysantiuSaufgestellet. Die Inschrift/ und die entdeketen vorAlters gemacheten unterirdischen Gänge im Hereulano/erklären sich also wechselweise. Bald hernach ver-losch das Andenken dieser verschütteten Schäze gänz-lich aus dem Gedächtnisse der Menschen durch diecinreissende Barbarei und Unwissenheit.
§. 27. Die neuere Entdekung geschahe bei Ge-legenheit eines BrunnenS/ welchen der Prinz El«beuf/ ohnweit feinem Haufe/ daselbst graben ließ.Dieses HauS wurde von gedachtem Herrn zu seinemAufenthalte an diesem Orte/ hinter dem Klosterder Franciscaner der strengeren Regel von St. Pie-tro von Alcantara/aufdem Rande und den Kli-pen der Lava selbst/ am Meere aufgebauet/ undes kam nach dessen Tode an das HauS Fallettiin Neapel/ von welchem eS der izige König inSpanien käuflich erstand/ um sich dafclbst mit der
O l Man sehe hierüber die Note Feas im 4 §. der Briefea» Bianconi. Z