Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
110
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tig Briefe üb. d.

Eigentümer zu ihm, 1) daß ich mein Urtheil darüberfüllen sollte. Diese Starue war in einem Weinbergegefunden/ aber nicht nenerdingS entdeket worden;den sie war/ man weiß nicht wie/ in eine Grubegeworfen/ und mit vielen Karren Bauschutt über-deket. Der/ welcher sie kaufete/ hatte die Ahnung/daß es wenigstens ein großes Stük Marmor sein müße/daher ließ er so lange arbeiten/ bis die Nase zumVorschein kam/ und ohne sich mit weiterem Aufgra-ben aufzuhalten/ ließ er/ um nicht übertheuert znwerden/ die Statue mit dem ganzen Schütte weg-schaffen. Als sie gereiniget und sauber hergestelletwar/ reuete es ihn beinahe/ als er das einzige Ur-theil des Bildhauers hörete/ der sie für moderne Ar-beit hielt. Der Bildhauer mußte also die Ursacheseines weisen Urtheils angeben. Die erste war derSiz der Figur/ der mit dem Zahneisen ganz grobweggearbeitet ist/ wobei er behauptete/ daß die altenBildhauer dieses Instrument niemals gebrauchet hät-ten. Die zweite war der Augapfel/ der durch einemondförmige Vertiefung auSgedrüket war; erbehauptete gleichfalls/ daß dieses bei Götterköpfennicht gebräuchlich gewesen; er sollte sagen bei ideali-schen Köpfen; den er konte nicht behaupten/ daß derKopf der Statue ein Porträt sei. Über seine in der

rente I^il«-rtoz wie es in einer ander» Inschrift beimNeinesius dass. >>. »u»l, 64. p, 6>.o.) heißt: pro-riiraiite Felicia k'clicu!». Auch was die Form der Buchsta-ben betritt, so irret Winckelman, wen er die Inschriftin das dritte Jahrhuttdert christlicher Zeitrechnung sezt.Was läßt sich aus einer, von einem Steinmez in der Pro-vinz, eilig gehauenen Inschrift erwarten? In solche»Fällen können die Merkmale der Schrift nur von gerin-ger Zuverläfiigkeit fein. F e a.

Der Marchefe Roudinitti, in dessen Palast sie sich be-findet. Fea.