^2 Briefe üb. d.
Villa Tusculana gesehen habe, kail ich einige Be-griffe davon geben/ ohne den ZnstuS LipsiuS/^)und andere/ die sich nach den alten Schriftstellern ,ein Systema gemachet haben/ zu Nathe zu ziehen. Indem Palaste der gedachten Villa zu Herculanum hatman nicht das geringste Merkmal weder eines OfenS,noch eines KaminS/ gefunden/ wohl aber in einigenZimmern einen Rest von Kohlen; ein Zeiche»/ daßsie die Zimmer vermittelst eines KohlenbekcnS er-wärmeten. Am AbHange des Hügels aber/ auf wel-chem die Villa stand/ war ein niedriges Gebäude/das zum Winteraufenthalte dienete. Unter der Erdewaren und sind noch einige kleine Kammern übriggeblieben/ je zwei und zwei/ die so hoch sind wieein hoher Tisch/ und schmaler als Ihre Studirstu-de/ (die ich überall zum Maßstabe annehme/ so guthabeich solche im Gedächtnisse behalte»/ und ich hoffe sieauch wieder zu sehen;) aber sie haben keinen Ein-gang. In der Mitte stehen kleine Pfeiler von Zie- ?gcln/ die/ ohne Kalk/ blos mit Thon verbunden
i, Kamins/ wo der Rauch hinausging. An jeder Seitei, befanden sich zwei kleine Fenster und eine halbzirkcl,„ sörmige Nische, in welcher vermuthlich Bildwerke stan>„ den, vier Fuß hoch von der Erde: ausgenommen an„ der Seite des Einganges, swie die linten stehende Fi-gur zeiget, die unter Numero 7 abgebildet ist.Z
„ Ich habe diese Kamine mit großem Fleisse ausge-v sucht, und weiter keine mehr finden können; auch» glaube ich, daß sich deren i» Italien nicht noch andere„ drei finden; und ich habe nie einen Menschen gese-„ hcn, der davon Kunde gehabt hatte. Es wundert„ mich, daß weder Vitruvius, noch ein anderer Schrist-„ steller über Baukunst, der Kamine der Alten erwähnt„ hat. " — Fea.
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