Güter, auseinander. Dieser war Erbe und Lehnsfolger Hans von Blankenburgs, welcher seiner VetternOtto und Poppo von Blankenburg Antheil an den in Rede stehenden Gütern an sich gekauft, die aufdiesem Antheil haftenden Schulden mit übernommen, überdies noch zur Befriedigung anderweitiger Gläubigerbaares Geld aufgenommen hatte und in Folge dessen seine sämmtlichen Güter mit kurfürstlichem Consensverpfändete. Sein Erbe Georg von Blankenburg vermochte diese grosse Schuldenlast nicht zu tilgen.
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d. d. Cöln a /s p . 1658 Aug. 30.
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg bestellt den Freiherrn Otto von Schwerin zum OberstenPraesidenten seines Geheimen Raths.
Wir Friderich Wilhelm von goties gnaden marggraff zu Brandenburg, des lieyligen Römischenreichs ertzcämmerer und churfurst, — — — — — — — — — — — — — — — — — — —Urkunden und bekennen hiermit gegen mennigklich, dasz wir von langer zeit hero nicht mit wennigen
Iunserm schaden wahrgenommen, dasz in mangelung eines gewiszen directorii und davon dependirendengueten Ordnungen sowohll in unsern churfurstlichen alsz andern durch gottes gnade besitzenden landensich allerhand confusion ereuget, viele Sachen unerörtert beliegen blieben und daliero darüber clage zuführen Ursache entstanden; weszwegen wir veranlaszet worden, unsern estat etwas besser zu faszen undunsz einige sublevation zu verschaffen, vornehmlich aber auff ein solches capables subjecturn zu ge-dencken, dadurch unser vorhaben zum guetem und würcklichem, auch nützlichem effect befordert undgebracht werden möge, bey unsz selbst aber befunden, dasz dieses alles zu erlangen, anstaat deren liie-bevor gewesenen cancellariatcharge ein solches officium jemands conferiret würde, der zugleich nebenst
Iadministration der lieyligen justitz auch unsern estat und andere davon dependirende Verrichtungenbeobachtet, die Sachen, so auszer der chur Brandenburg von andern unsern landen und regierungen, auchpotentaten, fursten und republiquen in- und auszerlialb reichs an unsz einkommen, der gebühr nachunter die ruhte distribuiret, unsz darauf folgents vorgetragen und expediret werden möchten. Undtnachdem wir dann des wolgebornen unseres geheimbten estats- und lelienrahts und lieben getrewen Otten
I freyherren von Schwerin, herren zu Alten Dandsperg, Oldewichshagen und Drewitz, der chur
Brandenburg erbcämmerers, unserer hochgeliebten churfurstlichen gemahlin liebden oberhofmeisters undliauptmannes zu Oranienburg etc., guete qualiteten und nutzbahre, sowohll in krieges- alsz friedenszzeitenunsz geleistete getrewe unverdroszene dienste, indem derselbe seid unseres letztverstorbenen cantzlers tode,sonderlich wann er mit unsz auszerlialb landes gewesen, die direction zu unserer gnedigsten Vergnügunggeführet, und dasz unsz und unserrn churfurstlichem hause er noch ferner dergleichen zu thun ver-mögend und auch erböhtig, alsz haben wir churfurst Fridericli Wilhe(l)m zu Brandenburg mit guetembedacht und reiffer Überlegung gedachten freylierren Otten von Schwerin, wie er sich auf unsergnedigstes ansinnen dazu so willigst als schuldig in untertlienigkeit erklehret, zu einem obristen prae-sidenten unseres geheimbten rahts und alle in unsern sametliclien landen vorgehenden estats-,justitien-, lehenssachen und Verrichtungen bestellet und aufgenommen, auch heuten dato in unserergegenwahrt dazu installiren und unsern rähten in hiesiegen unsern collegiis, secretarien und cantzley-verwanten vorstellen lassen dergestalt, dasz er nicht allein im geheimbten rahte dasz directorium führen,sondern auch die sorge tragen soll, dasz die ausz andern collegiis dieser und anderer unserer lande,wie auch auszwendig einkommende Sachen sofort unter den rähten vertheilet, die rahtgänge darauf zurechter zeit angesaget, die Sachen vorgetragen und ohne seumnüsz expediret, unseres churfurstlichenhauses bestes gesuchet und alles, was zu unserm und unserer lande nutzen und frommen, conservirunghoff- und cammerestats, administration der heyligen gerechtigkeit und allen andern nutzbahren dingenbeforderlich sein kan, in vleissiger obacht gehalten werde, und sich im übriegen, wie einem getrewemobristen praesidenten des geheimbten ralites und unserm Pflichtigem ministro zu thun, abzu-statten und zu verrichten gebühret, allerdinges verhalten soll und will; inmassen er dann auch bey denexpeditionen, cantzleyen und archivo nötige Ordnungen, wie eines und das andere recht und, also, daszdarunter kein seumsall oder fehler vorgehe, zu verrichten, zu machen und darüeber zu halten ilimeangelegen sein lassen wirdt.
Dahingegen versprechen wir in kraft und vermittelst dieses, ilime unserm bestaltem unsermobristen praesidenten des geheimbten rahts bey der von unsz ausz gnedigster sonderbahrenconfidentz demselbten aufgetragenen charge zu aller zeit mächtigen churfurstlichen schütz zu halten, undwie wir diese charge für die höchste alzeit an unserm hofe achten werden, also wollen wir ihme auch
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