Nach dem 1809 erfolgten Tode des Generalmajors Friedrich Wilhelm Felix von Schwerin (Taf. XVII.36) war ihm der seit 1803 in einen Lehnsstamm von 9000 Thalern umgewandelte Lehnsantheil an Wisburzugefallen.
Schon am 2. November 1763 hatte er eine Präbende beim Domstift zu Magdeburg, 24. Mai 1765die Anwartschaft auf die Commende Wietersheim erhalten und war 1. September 1772 zum Ritter desJohanniter-Ordens geschlagen.
Eine kurze Biographie des Generals ist im Militärischen Pantheon enthalten. 1 »
15a. Friedrich Wilhelm Boguslav.
1769.
(Aelterer Sohn von No. 12.)
geboren zu Brandenburg 27. Juli 1769, starb als Kind.
15b. Charlotte Sophie Wilhelmine.
1771.
(Aeltere Tochter von No. 12.)
geboren zu Brandenburg 28. April 1771, starb jung.
15. Carl August Bogislav.
1775—1830.
(2. Sohn von No. 12, Vater von No. 17 bis 20.)
geboren zu Alt-Brandenburg 11. Januar 1775, stand 1793 als Cornet bei dem Regiment Leib-Carabiniers,Kürassiere No. 11 zu Rathenow, machte den Feldzug am Rhein gegen die französische Republik mit, ward1794 Lieutenant, nahm 1797 den Abschied und ging auf seine, vom Vater ihm übergebenen, GüterHohenbrünzow und Strehlow. Nach dem Tode seines Oheims Balthasar (No. 10) fielen ihm 1803, inFolge einer Einigung mit seinem Oheim Philipp Adolf (No. 14), auch die Lantzkronschen Güter: Lantz-kron, Rehberg, Janow, Neuendorff b und Bartow, zu, und erbte er 1815 von seinem Oheim Philipp Adolf(No. 14) auch den Lehnsstamm von Wisbur. Von diesen Gütern verkaufte er 1810 Rehberg für 45000 Thaler,kaufte es aber 1814 für 35000 Thaler wieder zurück. In Folge der Kriegsjahre und seiner Bereitwilligkeit,überall der Notli zu steuern, sowie in Folge von Brandunglück, gerieth er in vollständigen Vermögensverfall,so dass er 1828 seinem Sohn Wilhelm, welchem er bereits 1824 Rehberg abgetreten hatte, sämmtliche Güterübergab, mit der Verpflichtung, seine Gläubiger zu befriedigen. Er nahm seinen Wohnsitz in Janow, wo-selbst er 1816 ein neues Wohnhaus erbaute, zu welchem König Friedrich Wilhelm III ihm das Bauholzgeschenkt hatte. Dort starb er auch am 1. März 1831.
Seit 12. Januar 1818 war er Ritter des Johanniter-Ordens.
Vermält hatte er sich zu Dargibell 9. April 1798 2) mit Laura (Eleonore) Luise Charlotte von Schwerina. d. H. Dargibell (Taf. XV. 23), geboren zu Raudten in Schlesien 2. Juni 1776, starb als Wittwe imHause ihres Bruders Otto (Taf. XV. 25) zu Elbing am 10. März 1842. Ihr und ihres Gatten Bildnissebefinden sich in Janow.
1) Berlin 1797, 3. Theil Seite 474. 2) Gelegentlich dieser Vermälung liess Dr. J. F. Sprengel, Pastor zu Putzar undBoldekow, 1798 bei Joh. Samuel Leich zu Stettin einen kurzen Abriss der Schwerinschen Familien-Geschichte drucken, welchener dem jungen Paare widmete. Ein Exemplar davon befindet sich auf der Königl. Bibliothek zu Berlin: Genealog. Fol. 265 zur
Geschichte der Familie von Schwerin.
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