gegen dessen Antheil an Strehlow vertauschte, so dass er nunmehr ganz Strehlow besass." Seinen Wohn-sitz nahm er in Hohenbrünzow, woselbst er auch am 13. April 1798 starb; dort ist er auch begraben.
Vermalt hatte er sich zu Brandenburg 23. Februar 1768 mit Friederike Marie Dorothea von derOsten, der dritten Tochter des Königl. Preuss. Obersten beim Infanterie-Regiment Prinz Leopold, Ottovon der Osten, welche am 4. April 1746 geboren, am 28. November 1804 zu Stettin starb.
Die Bildnisse des Oberstlieutenants und seiner Gemalin befinden sich in Janow.
13. Carl Gustav.
1737 — 1758.
(4. Sohn von No. 3.)
geboren zu Fürstenwalde 20. Juni 1737, diente als Lieutenant in der Preussischen Armee, vermuthlichim selben Regiment, wie sein Bruder Bogislav (No. 12), im Regt. v. Münchow in Brandenburg; erhielt10. März 1755 ebenfalls eine Präbende beim Domstift zu Magdeburg, und starb, 21 Jahre alt, 1758 zuGrässau bei Landeshut.
14. Philipp Adolf.
1738 — 1815.
(5. Sohn von No. 3.)
geboren zu Fürstenwalde 20. August 1738, ward Page bei dem Prinzen Heinrich von Preussen, dem BruderFriedrichs des Grossen, trat 1755 bei dessen Regiment 2 'ein, wurde bald darauf Lieutenant v. d. A. undAdjutant des Prinzen und machte als solcher den siebenjährigen Krieg mit; seit 1757 als Capitain.1770 begleitete er den Prinzen Heinrich nach Petersburg, wohin dieser mit besonderen Aufträgen gesendetwurde; der Prinz, welcher lieber sah, dass ihn sein anderer Adjutant, Major von Kaphengst, statt des vomKönige befohlenen Capitain von Schwerin begleite, wurde dieserhalb bei dem König vorstellig unter demVorwande, dass es ihm mehr Ansehen verleihen würde, wenn ein Major ihm folgte, worauf der König,welcher den wahren Grund durchschaute, durch Marginal-Ordre ganz kurz verfügte: Schwerin soll Majorsein. 1781 wurde er Oberstlieutenant, am 24. Mai 1783 Oberst und blieb in seiner Stellung alsGeneraladjutant des Prinzen noch bis zum Anfang des Jahres 1789, wo er zu dem Regiment Alt-Born-stedt No. 1 31 in Berlin versetzt wurde, um sich Unterricht vom kleinen Dienste bei demselben zu verschaffen.Am 29. Mai 1789 wurde er zum Generalmajor befördert und erhielt im Juni j. J. das bisherige Regi-ment von Woldeck No. 26 in Berlin, welches nunmehr zur Unterscheidung von dem Regiment No. 52 desGenerals Grafen Wilhelm von Schwerin (Taf. XII. 4) den Namen Jung Schwerin führte. 41 Im Jahr 1794führte der General unter dem Oberbefehl des Generallieutenant Grafen Wilhelm von Schwerin (Taf. XII. 4)ein Kommando in dem Polnischen Insurrections - Kriege, welcher der dritten und letzten Theilung Polens(1795) vorherging. 5 » Auch ihm waren in diesem ruhmlosen Kriege 6 » keine Lorbeeren beschieden; er wardvon der Armee abberufen und erhielt darauf im Juni 1795 den Abschied mit Pension. 7 » Er begab sichdarauf zunächst zu seinem Bruder (No. 12) nach Hohenbrünzow; später nahm er seinen Wohnsitz in Berlin, 8 »am Wilhelms-Platz No. 6, woselbst er im Alter von 76 Jahren am 14. Juni 1815 unvermält starb.
Aus der Erbschaft des Vaters und seiner Oheime war er durch den brüderlichen Vergleich vom 14. No-vember 1763 mit Geld abgefunden worden. 9 »
1) Berghaus, Ltfndbuch, Bd. 1 Th. 2 S. 61 ff. — Brüggemann I. 102 ff. 2) No. 35 in Spandau. 3) 1806 Regiment
Graf Kunheim. 4) 1806 Regt. Alt-Larisch. 5) Vgl. dazu Anm. 7 auf Seite 225. Ausserdem noch: A. v. Treskovv, Lieutenant
im 3. Inf.-Regt., der Feldzug der Preussen im Jahre 1794, Beitrag zur Geschichte des Polnischen Revolutions-Krieges. Berlin
1837. 6) Droysen, Leben des Feldmarschalls Grafen York von Wartenburg, Berlin 1854, 1. Bd. S. 72 ff. 7) Eine Anzahl von
Original-Briefen des Generals an den damaligen Generallieutenant Jacob von Colong, Director des 7. Departements im Ober-Kriegs-
Collegium (Kriegs-Ministerium), sowie mehrere andere auf die Verabschiedung des Generals bezügliche Schriftstücke befinden sich
im Besitz des Grafen Leonhard von Schwerin (Taf. XII. 47). 8) Brief des Prinzen Heinrich vom 11. Juli 1791 an den General
Grafen Henckel von Donnersmarck auf S. 54 der Briefe der Brüder Friedrichs des Grossen u. s. w. Berlin 1877. 9) Vgl. bei
No. 10 und 11.
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