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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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9. Philippine Juliane.

1713.

(4. Tochter von No. 1 [2. Ehe].)

nach des Vaters Tode geboren, ist jedenfalls identisch mit Eleonore Juliane, welche am 11. Februar1713 getauft wurde und 1737 Stiftsfräulein zu Schildesche war; deren Ahnentafel, welche zum Zweckder Erlangung ihrer Stelle eingereicht und 21. August 1737 beschworen war, befindet sich im KöniglichenStaats-Archiv zu Münster in Westfalen.

10. Balthasar Friedrich Julius.

1732 1803.

(Aeltester Sohn von No. 3.)

geboren 1. März 1732 zu Frankfurt a./O., stand 13 Jahre im Preussischen Staatsdienst, zuletzt als Ge-heimer Kriegs- und Domänen-Rath bei der Glogau'schen Kammer, und ging dann, etwa 1764, aufseine Güter. Ihm waren durch brüderlichen Vergleich vom 14. November 1763 die vom Vater ererbtenLantzkronschen Güter zugefallen, von denen er Rehberg zu seinem Wohnsitz wählte. Er lag 30 Jahrezu Bett, obwohl gesund, wie es heisst; doch besagt eine andere Nachricht, das er bereits wegen Leibes-schwäclie den Königlichen Dienst habe verlassen müssen. Er starb unvermält zu Rehberg 11. April 1803.Seine Güter erhielt sein Neffe Carl (No. 15).

11. Christoph Wilhelm.

17331759.

(2. Sohn von No. 3.)

geboren zu Steinhöfel 28. April 1733, trat 1748 bei dem Regiment Jung Schwerin, No. 13 zu Berlin, dessenChef sein Oheim Philipp Bogislav (No. 4) war, ein, ward 7. Juli 1749 Fähnrich, 26. Mai 1754 Lieute-nant und blieb im siebenjährigen Kriege im Gefecht bei Hoyerswerda 25. September 1759. 1 >

12. Hans Bogislav.

1736 1798.

(3. Sohn von No. 3, Vater von No. 15a, 15b, 15 und 16.)

geboren zu Fürstenwalde 2. Juli 1736, trat bei dem Füsilier-Regiment von Münchow, 2 » No. 36 zu Branden-burg, in Preussische Dienste, ward 3. November 1754 Fähnrich, erhielt 8. März 1755 eine Präbendebeim Domstift zu Magdeburg, machte als Lieutenant den siebenjährigen Krieg mit, in welchem sich seinRegiment besonders in der Schlacht bei Lowositz (1. October 1756) durch die Erstürmung dieses Ortesauszeichnete, sowie später in der Schlacht bei Kollin (18. Juni 1757), aus welcher es nur mit 97 gesundenLeuten kam; war 1763 Stabscapitain, 1776 Hauptmann, später Major und nahm den Abschied alsOberstlieutenant. Er ging darauf auf seine Güter, welche aus der Erbschaft seines Oheims (No. 6) -durch brüderlichen Vergleich vom 14. November 1763 ihm zugefallen waren; es waren dies die Hohen-brünzowschen Güter: Hohenbrünzow mit Strehlow und Hohenmocker, von denen er den ihm gehörigenAntheil an dem letzteren durch Vergleich vom 16. October 1779 an den Landschaftsdirektor von Podewils 3 *

1) Kunowski erwähnt in seiner Sammluny der Urkunden über die Reluition von Spcintekoio , dass Christoph Wilhelm nacheinem anderen Todtenschein am 3. October 1758 zu Berlin an seinen in der Affaire bei Spremberg empfangenen Wunden ver-

storben sei. Nun aber steht in der Stammliste der Preuss. Armee von 1804 Nichts davon, dass das damalige Regiment v. Itzen-

plitz No. 13 bei Spremberg gewesen ist, wol aber, dass es bei Hoyerswerda ungemein viel Ruhm erworben. 2) Seit 1766 Regt,v. Kleist; 1806 Regt. v. Puttkamer. 3) Dieser gelangte dadurch in den Besitz von ganz Hohen-Mocker.

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