mit seinem unter No. 1 erwähnten Bruder Hans, bereits als verstorben 1 ) bezeichnet und ist von einemBesitzrecht desselben an Altwigshagen nicht mehr die Rede. Dasselbe scheint als erloschen betrachtet zusein, 2 ) weil Otto's Vater zur Einlösung der Güter ein ansehnliches vorgeschossen, mit dessen Erstattung dieCurländischen Vettern hintersteilig geblieben waren.
Jacob war vermalt mit Emerentia von Kalckstein. Sein Sohn wird urkundlich als solcher ge-nannt. s >
3. Benigna.
1567.
(Aeltere Tochter von No. 1.)
geboren 6. October 1567, vermalt 1) mit Nickel von Wittmansdorf auf Colmitten, der 1593 starb;2) mit Ernst von Schnabel.
4. Anna.
1573.
(2. Tochter von No. 1.)
geboren 25. Juli 1573, vermalt 1) mit Hans von Birckhahn auf Geyerswalde und Diehlen, Amtshaupt-mann zu Neidenburg und Soldau, der 1590 starb; 2) mit Sebastian von Fink auf Boggenhausen.
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5. Johann Ulrich.
1605 — 1637.
(Sohn von No. 2, Vater von No. 10 bis 12.)
nahm in seiner Jugend Kriegsdienste in Polen, stellte auf eigene Kosten einen bedeutenden Heerhaufen 4 >und kämpfte mit Auszeichnung in dem Feldzuge in Livland gegen die Schweden als Bitt meist er 5 ) unterdem Grosshetman von Litthauen, Jan Carol Chodkjewicz, welcher durch seinen Sieg über König Carl IXbei Kirchholm im Jahr 1605 europäische Berühmtheit erlangte. Später vermalte er sich mit der schönenund reichen Barbara von Konarska, deren Bekanntschaft er in Wilna gemacht hatte und trat aufWunsch deren Eltern zur katholischen Kirche über. Sein Vater verbannte ihn in Folge dessen vonsich; er blieb daher zunächst in Polen und lebte anfänglich zu Gentiiiski, dem Gute seiner Gemalin.Später wurde er Kammerherr des Königs Sigismund III Wasa von Polen und befand sich in dessen steterUmgebung. Erst nach seines Vaters Tode kehrte er nach Alschwangen zurück und stiftete dort 1634die katholische Kirche. Es wird von ihm berichtet, 6 ) dass sein Bekenntniss zur neuen Kirche in religiösenFanatismus ausgeartet sei. Unter Beihülfe einiger mitgebrachten Mönche versuchte er auf seinen Güterndas Werk der Bekehrung, theils durch Ueberredung, theils durch Gewalt. Er verbot die bisherige Volks-tracht und drang den Bauern die anschliessende Piuskappe und den langen Chorrock auf; und auch dieKleidung der Weiber und Mädchen ward in der Weise verändert, wie sie sich in der katholischen Gemeindevon Alschwangen noch bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Die Einsprache des Herzogs Friedrich vonCurland, welche dieser im Verein mit Bitter- und Landschaft gegen solche Proselitenmacherei that, bliebohne Wirkung, weil Johann Ulrich am König von Polen eine sichere Stütze hatte.
Von dem Bekehrungs-Eifer Johann Ulrichs geht noch folgende Sage: 7) Es war um. Ostern, die Kirchen-glocken luden zum Gottesdienst, da trat Schwerin zu seiner Schwester und wollte sie gewaltsam zur nahen
1) Nach Inhalt des Aufsatzes: Schloss Alschwangen im Album baltischer Ansichten, Lief. 14, wäre Jacob erst 1632 ge-storben. Die Angabe der erwähnten Urkunde ist jedenfalls die richtigere. Auch erscheint 1626 an seiner Statt bereits seinSohn im Lehnbrief. U. B. II. 591. 2) U. B. II. 581. 3) U. B. II. 591. 4) Nach Mittheilungen des Grafen Alfons Antonvon Taczanowsky auf Taczanowo. 5) Okolski, Orb. Pol. Tom. 2, p. 343 ff. Gauhen, Adels - Lexikon, nennt ihn Rittmeister überdie Quartianer. 6) Wilhelm Siegfried Stavenhagen, Album baltischer Ansichten, Mitau 1862. Lief. 14. Darin auch eine Ansichtdes gegenwärtigen Schlosses Alschwangen. 7) Stavenhagen, Album a. a. 0.
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