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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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im Zusammenhang mit diesem Rechtsstreit setzte Letzterer dem Ersteren im Jahr 1606 sein LehngutCummerow zum Pfände.

Hans Felix empfing seine Lehen am 15. April 1586; leistete 1601 abermals den Lehnseid und er-scheint 1602 im Lehnbrief; 2 ) 1598 tritt er als Bürge auf. 3 ) Er starb im Jahre 1613.

1591 war er zu Wolgast in Gegenwart unterschiedlicher hoher fürstlicher Personen getraut mit Ger-trud von Krassow, Tochter von Melchior von Krassow a. d. H. Salkow auf Rügen und der Anna geb.von Normann a. d. H. Dübnitz und Popelwitz. Dieselbe war 1577 geboren und starb 1653 im Alter von76 Jahren. Nach dem Tode ihres Gatten endete sie mit Zustimmung ihrer Söhne und deren Vormünderlangwierige Streitigkeiten wegen des Altwigshagenschen Besitzes 4 ) durch einen Vergleich 5 ) vom 14. Juni1617 mit Otto von Schwerin (Taf. XVII. 2) dahin, dass Letzterer den Altwigshagenschen Antheil ganzerhielt, wogegen sie und ihre Söhne mit dem ganzen Ducherowschen Antheil abgefunden wurden.

Die Söhne des Hans Felix werden urkundlich als solche genannt. 6 )

3. Jacob.

1617 1632.

(Sohn 7 ) von No. 2, Vater von No. 11 bis 13.)

wird urkundlich zuerst 1617 gelegentlich des schon bei seiner Mutter erwähnten Vergleiches wegen derBesitzantheile in Altwigshagen und Ducherow genannt. 8 ) Er erbte mit seinen Brüdern gemeinsam denväterlichen Besitz in Cummerow und Ducherow und verglich 9 ) sich dieserhalb mit denselben im Jahr1623. Jacob wurde vornehmlich mit Geld abgefunden; er konnte daher 1625 seinem Schwager HansFriedrich von Maitzahn zu Sarow 15000 Gulden leihen, wofür ihm dieser seinen Rittersitz Gutzkow inMeklenburg nebst allem Zubehör zum Unterpfand verschrieb, und am 1. Mai 1626 kaufte er von der Wittwedes Bernd von Ihlenfeld, Barbara von Viereck, für 36000 Gulden das Gut Ihlenfeld in Meklenburg wieder-löslich auf 15 Jahre. 1626 erscheint Jacob auch als Bürge 10 )für seinen Bruder Hans Hugold; in demselbenJahr auch in dem, nach dem Tode des Herzogs Philipp Julius von Pommern dessen Leichenbegängnisszu Wolgast am 6. Mai 1625 Jacob beiwohnte vom Herzog Bogislav XIV der Schwerinschen Familieertheilten Lehnbriefe. 11 ) Auch die Empfahung der Lehen wegen Ihlenfeld suchte Jacob am 22. Juni 1630 inGüstrow nach. Nach seinem Tode erlangte indessen 1642 Fritz von Ihlenfeld die Wiedereinsetzung indieses Lehen, 12 ) obgleich sich der Schwedische Legatus Jean Oxenstjerna bei dem Herzog Adolf Friedrichvon Meklenburg für Jacobs Wittwe verwendete.

Diese Wittwe war Elisabeth von Cossboth, vorher Wittwe von Curt Heinrich von Bülow, Tochterdes Georg von Cosboth 13 ) auf Klagsdorf, Franhausen und Torgelow und der Dorothea geb. von Kamptza. d. H. Gartow in Meklenburg.

Dieselbe hatte 1632, am Tage Antoni, noch als Gemalin Jacobs, 14 ) dem Bürger Joachim Mörder inAnclam eine Summe von 1150 Gulden auf dessen Haus in der Burgstrasse geliehen.

4. Henning.

1617 1632.

(2. Sohn von No. 2.)

war 1617 noch unmündig, 15 ) erhielt 1623 bei der brüderlichen Theilung 16 ) Ducherow, erscheint 1626 alsBürge für seinen Bruder Hans Hugold und im Lehnbrief, 17) und bekennt am 27. März 1628 eine Schuld

1) Berghaus, Landbuch, Th. II. Bd. I. S. 375. 2) U. B. II. 561, 563. 3) U. B. II. 560. 4) Diese Streitigkeiten waren

durch den von Jacob, dem Kurländer (Taf. XVI. 1), herrührenden und seinen in Pommern verbliebenen Vettern zugefallenen

Antheil entstanden. Vgl. U. B. II. 588 auf S. 398. 5) U. B. II. 581. 6) U. B. II. 586. 7) Die Brüder folgen dem Alter

nach: Hans Hugold, Jacob, Henning und Felix; vgl. U. B. II. 591, auch II. 581. Die Reihenfolge auf der Stammtafel, nachwelcher dieselben daher auch oben aufgeführt werden mussten, ist also irrthümlich. 8) U. B. II. 581. Vgl. U. B. II. 588 auf

S. 398. 9) U. B. II. 586. 10) U. B. II. 590. 11) U. B. II. 591. 12) Die wirkliche Einlösung von Ihlenfeld erfolgte jedoch

noch nicht. Jacobs Söhne werden noch 1678 im Besitz desselben genannt, U. B. II. 648 auf S. 477, und später ging es von

Jacobs Tochter, Gertrud Dorothea (No. 13), auf deren Gemal Philipp Julius von Schwerin (Taf. XVII. 5) und ihren Sohn

(Taf. XXI. 1) über. 13) Von der jetzt gräflichen Familie Kospoth. 14) Also war Jacob 1632 noch am Leben. 15) U. B. II. 581.

Vgl. Anm. 7. 16) U. B. II. 586. 17) ü. B. II. 590, 591.