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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
Seite
230
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Infanterie-Regiment von Kleist No. 12 versetzt, welches sich damals bei der Armee am Rhein befand; ermachte jedoch die Rhein - Campagne nicht mit, ward 1800 Adjutant des Regiments (Garnison Prenzlau),dessen Chef Prinz Wilhelm von Braunschweig geworden war, wurde 1802 zum Regiment von Borcke No. 30nach Stettin versetzt, machte den unglücklichen Feldzug von 1806 bei jenem Regiment, welches bei Lübeckcapitulirte, mit und nahm 1807 den Abschied.

Bei Bildung der Landwehr wurde er in das Pommersche Regiment 1 ' eingereiht, aus welchem er erst1821 ausschied, doch nahm er an den Feldzügen 181315 nicht Theil.

Er hatte 1803 in der brüderlichen Auseinandersetzung die väterlichen Güter Busow, Ducherowmit Mollwitz und Luisenhof erhalten und bewirtschaftete dieselben. Er wurde zum Landschaftsrathund einige Jahre später zum General-Landschaftsrath erwählt, und erhielt 1840 bei der Huldigungdes Königs Friedrich Wilhelm IV zu Berlin den Rothen Adler-Orden 3. Klasse.

Im Jahr 1851 verpachtete er seine Güter und zog nach Berlin, woselbst er am 2. Januar 1853 starb.Seine Leiche ward in Ducherow beigesetzt.

Er hatte sich zweimal vermalt: 2 ' 1) 3. November 1804 zu Stettin mit Dorothea Charlotte Augustevon Schütz, geboren zu Stettin 21. Januar 1786, gestorben zu Busow 8. Juli 1819, beerdigt zu Ducherow,eine Tochter des Königl. Preuss. Geh. Raths und Kammer - Präsidenten Johann Friedrich von Schütz undder Caroline Wilhelmine geb. Nöthing;

2) 3. März 1826 zu Gültz mit Elisabeth Rosamunde Barbara Friedrike Freiin von Maltzan,2. Tochter 1. Ehe des Reichs-Freiherrn Hellmuth Dietrich von Maltzan auf Gültz und Prützen und derCaroline geb. von Trotha a. d. H. Häcklingen. Sie war 16. April 1797 zu Gültz geboren, lebte als Wittwezumeist in Berlin, zuletzt in Anclam, woselbst sie am 21. Juli 1874 starb; beigesetzt zu Ducherow. Siewar eine edle und fromme Frau, unermüdlich und aufopfernd im Wohlthun. Ihr verdankt u. A. das Siechen-haus Bethesda in Berlin sein Entstehen und Aufblühen; um die Verbreitung der chinesischen Mission er-warb sie sich grosse Verdienste; ihre thätige Sorgfalt für die Verwundeten und sonst Noth Leidendenwährend der Feldzüge 1864, 1866, 1870 und 71, hatte schon 1864 die Königliche Anerkennung durch dieVerleihung des Luisen-Ordens 1. Klasse gefunden.

15. Graf Georg Ludwig Friedrich Dettlof.

(4. Sohn von No. 5.)

geboren zu Schwerinsburg 9. August 1782, starb daselbst 27. Mai 1786, beigesetzt zu Wusseken.

16. Graf Ludwig Heinrich Ernst Bogislav Curd.

1784 1845.

(5. Sohn von No. 5.)

geboren zu Schwerinsburg 8. Februar 1784, stand 1798 als Fähnrich beim Regiment Prinz Ferdinandvon Preussen No. 34 in Neu-Ruppin, nahm 1800 den Abschied und bezog 13. April 1801 das StettinerGymnasium. Später ging er in's Ausland, hielt sich auch in Amerika auf und übernahm nach seiner Rück-kehr die ihm bei der brüderlichen Auseinandersetzung zugefallenen Schwerinsburger Güter, welche erjedoch 1812 seinem Bruder Heinrich (No. 11) überliess. Er lebte dann in Bollenthin; trat bei Eröffnungdes Feldzuges 1813 in das Brandenburgische Dragoner - Regiment ein, machte als Lieutenant die Feld-züge bis 1815 in demselben mit, ward 1820 zum Rheinischen Dragoner-Regiment No. 4 versetzt und nahm1821 den Abschied; lebte dann längere Zeit in Berlin und zu Hirschberg in Schlesien, und starb unver-mält 3 > auf einer Reise zu Stavenhagen in Meklenburg - Schwerin 27. Juli 1845; auf dem Kirchhof zuSchwerinsburg beerdigt.

1) 2. Landwehr-Regiment, 3. Bataillon. 2) Seine Nachkommen bilden den Busower Zweig der Schwerinsburger Linie.

3) Die im Adels - Lexikon von Zedlitz, 2. Supplement S. 87, sowie im Genealog. Jahrb. Bd. I. Abth. II. S. 115, aufgeführteVerlobung (1838) des Grafen Curd mit Mathilde von Roussillon wurde wieder aufgelöst. Dagegen adoptirte Graf Curd lautVerhandlung vom 7. Februar 1842 Caroline Luise Emilie Rumfeldt (auch Horn), genannt Schwerin (geb. 31. Januar 1821). Die-selbe darf sich jedoch wedervon" nochGräfin" nennen, noch des Schwerin'schen Wappens bedienen.