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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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Das Amt eines Landschaftsdirectors des Vorpommerschen Departements verwaltete er bis zuseinem Tode, welcher am 8. August 1839 zu Putzar bei einer Inspection seiner Güter durch einen Sturzmit dem Pferde auf jähe Weise erfolgte. Er starb im 63. Lebensjahre, und ward zu Putzar in dem Ge-wölbe unter dem Kirchhofe neben seiner ihm vorangegangenen Gemalin beigesetzt.

Er hatte sich zu Prenzlau 8. Mai 1803 vermalt mit Charlotte Friedrike Luise von Berg, geborenzu Quedlinburg 9. August 1783, gestorben zu Schwerinsburg 7. Juni 1826. Dieselbe war eine Tochterdes Königl. Preuss. Geh. Raths und Stiftshauptmanns zu Quedlinburg, Anton Friedrich Ernst von Berg aufNeuenkirchen und der Margarethe Elisabeth Yeronica geb. von Wulffen, verwittw. von Lobenthai.

12. Gräfin Caroline Wilhelmine Ulrike Beate.

(2. Tochter von No. 5.)

geboren zu Schwerinsburg 22. Februar 1778, gestorben ebendaselbst 26. August desselben Jahres, beigesetztim Erbbegräbniss zu Wusseken.

13. Graf Philipp Friedrich Bogislav.

1779 1870.

(2. Sohn von No. 5.)

geboren zu Schwerinsburg 4. August 1779, trat 1. October 1794 als Junker in das Dragoner - Regimentvon Bieberstein No. 12,ward 1797 Fähnrich, 1798 Seconde-Lieutenant, machte den unglücklichenFeldzug von 1806 bei seinem Regiment mit, ward 1808 Premier-Lieutenant und nahm 1809 den Ab-schied. Beim Ausbruch des Krieges 1813 trat er als Rittmeister in dem neu errichteten 5. Kurmär-kischen Landwehr-Kavallerie-Regiment wieder in Dienst und machte mit diesem Regimente, welches zudem Korps des Generallieutenant von Hirschfeld gehörte, die Feldzüge von 1813, 14 und 15 mit.

In dem Gefecht bei Lübnitz (Hagelsberg), am 27. August 1813, in welchem er verwundet und seinPferd getödtet wurde, erwarb er das Eiserne Kreuz 2. Klasse, dessen 1. Klasse er für Auszeichnung inder Schlacht bei Fleurus, am 16. Juni 1815, erhielt, in welcher er mit 2 Schwadronen zur Deckung derArtillerie der Brigade Tippeiskirch detachirt war und seinen Auftrag mit vorzüglicher Thätigkeit ausführte;namentlich aber nahm er ein französisches Chasseur-Regiment, welches das bei St. Amand im Quarte ge-stellte Colbergsche Füsilier - Bataillon angriif, in die Flanke, wies es durch dieses kühn und rasch ausge-führte Manöver zurück und befreite dadurch das Bataillon.

1817 wurde er in das 8. Husaren-Regiment (1. Westphälisches) nach Trier, 1825 in das 11. Husaren-Regiment (Garnison Wickerath) versetzt, ward 1828 Major (Garnison Münster) und nahm 1833 den Ab-schied als Oberstlieutenant. Bald darauf erblindete er gänzlich und lebte dann später zu Berlin 2 'imHause seiner Schwester, Frau von Kehler (No. 18), nach deren Tode bei den Kindern derselben nochlange rüstig an Geist und Körper und starb daselbst als der älteste aller lebenden Schwerine im ebenvollendeten 91 st Lebensjahre, am 16. August 1870.

14. Graf Carl Christoph Adolf George.

17801853.

(3. Sohn von No. 5, Vater von No. 33 bis 43.)

geboren zu Schwerinsburg 3. November 1780, ward bei seinem Oheim, dem Generallieutenant (No. 4), inThorn erzogen, trat früh bei dessen Regiment in Dienst, und ward 1795 als Seconde-Lieutenant zum

1) Damals zu Garnison in Massow; später Regt, von Brüsewitz, Garnison Schmiegel. 2) U. B. II. 730 wird er mit dem

ZusatzDennin" bezeichnet, weil er bei der im Jahr 1856 stattgehabten Auseinandersetzung der Familie wegen des Spante-kower Besitzes bei welcher die Schwerinsburger Linie Dennin mit Stern u. s. w. erhielt Antheil an diesem Guthatte. Vgl. No. 31. Aus der väterlichen Erbschaft hatte er keinen Grundbesitz erhalten, sondern war mit Geld abge-funden worden.