Seine Wittwe wählte sich Beseritz zum Wohnsitz und starb am 14. Mai 1638. In alten Familien-Nachrichten 1 ) wird ihre Mildthätigkeit gerühmt, von der man viele Denkmäler und Erzählungen finde.Sie vermachte an Legaten: 2 ' der Kirche zu Spantekow 500 Thaler, dem dortigen Pastor 500 Thaler, und500 Thaler zu einem Stipendium, vorzugsweise für Predigersöhne aus Spantekow und Beseritz, wenn sie zumStudium der Theologie befähigt gefunden würden. Sie scheint übrigens auch eine thätige Frau gewesen zusein, welche sich mit Eifer um die Bewirthschaftung der Güter bekümmerte 3 ) und welche — im Sinne ihresverstorbenen Gatten — bemüht war, den Spantekow'schen Gesammtbesitz zu vereinigen. Zu dem Zweckkaufte sie auch am 20. October 1626, gemeinsam mit den Vormündern ihrer Söhne (No. 52 und 53), denAntlieil, welchen Ulrich (No. 35) an Spantekow besass. Herzog Bogislav bestätigte den betreffenden Kauf-contract am 26. Februar 1629. 4 > Im Jahr 1631 wird der Grundbesitz von Rüdiger von Schicerins erben zuSpantekow in der Yorpommerschen Hufenmatrikel auf 81 Landhufen angegeben. 5 ) Rüdigers ihn überlebendeSöhne werden im Lehnbrief von 1626 urkundlich als solche genannt. 6 )
24. Joachim.
1626—1631.
(3. Sohn von No. 10, Vater von No. 55.)
war fürstlich Pommerscher Landrath und vermält mit Sabina Marie von Eickstedt, geboren 1599,Tochter des Joachim von Eickstedt auf Wollin, Menckin und Coblenz aus dessen erster Ehe 7 ' mit Ursulavon Blanckenburg a. d. H. Wolfshagen.
Er gehörte am 17. Januar 1626 zu den Bürgen 8 ) einer Schuld des Hans Hugold von Schwerin aufCummerow (Taf. XIII. 5); in demselben Jahr erscheint er am 25. April im Lehnbrief 9 ) und ertheilt am20. October seine Zustimmung zu dem zwischen Ulrich (No. 35) und der Wittwe Rüdigers (No. 23) abge-schlossenen Kaufcontract wegen des Ersteren Antheils an Spantekow. 10 )
Sein Grundbesitz in Putzar wird 1631 in der Yorpommerschen Hufenmatrikel mit 38 Landhufen an-gegeben. u >
In dem 1635 aufgenommenen Inventarium über den Nachlass seines Neffen Vivigenz (No. 53) findetsich auch dasjenige aufgezeichnet, was sich von Joachim bei dessen vermuthlich schon 1632 erfolgten Todean Geräth und Kleidern nach Spantekow hin vererbt hat. 12 )
25. Henning Christoph.
1621.
(4. Sohn von No. 10.)
hatte Antheil an Putzar. Er ward, aus unbekannt gebliebener Veranlassung, von seinem Bruder BerndVivigenz (No. 27) am Haupte tödtlich verwundet und starb in Folge dessen im Jahr 1621 ohne Erben.
Was von seiner Hinterlassenschaft nach Spantekow kam, findet sich in dem schon erwähnten Inventa-rium von 1635 angegeben. 13 )
26. Jürgen.
1626 —1673.")
(5. Sohn von No. 10, Vater von No. 56 bis 61.)
empfing am 25. April 1626 die väterlichen Lehen, 15 ) von denen sich der eine Hof zu Iven 16 ) undGramzowin seinem Besitz befand. Seinen Wohnsitz hatte er in Iven.
1) Adelung-Sprengel. 2) Familien - Buch der von Eickstedt, Katibor 1860, S. 147. 3) U. B. II. 603. Catharina wird indieser Urkunde als die fraw Schwerinsche und die fraw wittiben bezeichnet. 4) U. B. II. 593, 597. 5) U. B. II. 600. 6) U. B.II. 591. 7) In zweiter Ehe vermalte sich Joachim von Eickstedt 1606 mit Catharina von Schwerin (No. 29). 8) U. B. II. 590.9) U. B. II. 591. 10) U. B. II. 593. 11) ü. B. II. 600. 12) U. B. II. 603. S. 427. 13) U. B. S. 427. 14) Auf derStammtafel steht irrthümlich, dass Jürgen bereits 1632 verstorben ist. 15) U. B. II. 591. 16) Vgl. Taf. VII. No. 77.
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