20. Gerd.
1414—1416.
(Sohn von No. 13, Vater von No. 33.)
erscheint nur als Knappe und führt den Beinamen Bauernfeind (burevygent ); 1414 gehörte er mit seinemSohne, dessen Name jedoch nicht mitgetheilt wird, zu den Freunden des Lüdeke und Heinrich Moltzan, anwelche neben den letzteren sich die Herren von Werle zur Erfüllung eines Pfandcontractes verpflichteten. 1 )1416 diente er den Herzögen Otto H und Casimir VI von Pommern-Stettin als Zeuge in ihrer der StadtStettin ertheilten Privilegien-Bestätigung. 2 )
Ausser dem oben erwähnten nicht namhaft gemachten Sohne ist uns von weiteren Nachkommen desGerd nichts bekannt geworden.
21. Henning.
1379.
(Aeltester Sohn von No. 14, Vater von No. 34 und 35.)
begegnet uns nur in einer einzigen Urkunde 3 ) vom 24. April 1379. Hiernach war er in dieser Zeit Ritterund bekannte sicli mit seinem Bruder Cuneke an Henneke vom Golme zu einer Schuld von 1000 MarkSundischer Pfennige, die sie am nächsten S. Martins Tage abzutragen versprachen. Als Zinsen der ge-nannten Summe verschrieben sie ihrem Gläubiger ihre sämmtlichen Kechte an Sommerbede, Herbstbede,Hundekorn, Wagendienst und munte pennyglie aus dem Dorfe Veltzekow.
Für Hennings Söhne halten wir Oldwig und Nicolaus. Oldwig gehörte sicher der Spantekower Liniean 4 ) und erinnert durch seinen Vornamen an den Vater Hennings; Nicolaus aber war ein Bruder Oldwigs;sowohl die Form, in der er mit jenem in der eben gedachten Urkunde zusammengestellt wird, als auch derUmstand, dass beide zu Stolzenburg wohnten, beweisen dies zur Genüge.
22. Cuneke.
1379—1397.
(2. Sohn Ton No. 14.)
erscheint nur als Knappe, 1379 gemeinsam mit seinem Bruder Henning. 6 )
Um das Jahr 1397 finden wir ihn im Zwiste mit der Stadt Anclam; er hatte einem Einwohner der-selben, Namens Hünike Gramschow, ein Ohr abgeschnitten und war dafür von dessen Mitbürgern gefangen,verwundet und in Ketten gelegt worden. Die Herzöge Swantibor und Bogislav nahmen sich indessen seineran und Cuneke muss am 20. October 1397 bereits seiner Gefangenschaft wieder ledig gewesen sein, da andiesem Tage die gedachten Fürsten der Stadt Anclam wieder Verzeihung deswegen zusicherten. 6 )
nicht Herzog Casimir, sondern sein Bruder Otto in die Stadt drang. So war es nach ihm denn auch Herzog Otto, welcher demRitter Dettlof von Schwerin Furcht vorwarf und zwar nicht erst, nachdem dieser gerathen, zunächst Gans von Putlitz anzu-greifen, sondern schon vorher, als Dettlof und mit ihm die übrigen Hauptleute überhaupt den Kampf heftig widerriethen: denn,sagten sie, der marggraff lege da in der Stadt und hette seine sacke nach allen fürteil bestellet, und wen er gleich nicht die Helffte sostark wäre, als die Stettinischen, so hette er dennoch ein grosses Zuvor, den man saget: wen einer zu Hause ist und er sich weren wil,müssen wol viele khomen, die im heraustreiben sollen.
Nach Kantzow lautete auch Dettlofs Antwort auf den vom Herzog ihm gemachten Vorwurf etwas anders; als wir oben nachKlemptzen mitgetheilt haben, nämlich:
Nein, Her,
My is nicht leide vor myn junge lyff,
Ock nicht vor myn schöne wyff;
Ick wil, efft got wil, for ju sterwen,
Edder hiden prys un ehr erwerwen.
Vgl. auch Thomas Kantzow's Chronik von Pommern, herausgegeb. v. P. L. Bar. v. Medem X. Buch S. 232 ff. — Joh. Bugen-hagii, Pomerania, S. 91 ff.
1) U. B. II. 260. 2) ü. B. II. 262. 3) U. B. II. 198. 4) U. B. II. 280. 5) U. B. II. 198. 6) U. B. II. 230.
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