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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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Spantelcow und wegen einiger Lehngüter, die er von der Stolper Kirche innehabe, wahrhaftiger Vasall der-selben und schenkt ihr für die Zeit nach seinem Tode eine Hufe im Dorfe Sarnow theils für sein und seinerVorfahren Seelenheil, theils zum Schadenersatz, wenn er einmal verabsäumt habe, der Kirche die schuldigenBeden zu entrichten.

An diesem Schenkungsacte betheiligen sich auch seine Söhne, die Bitter Heinrich und Curd und dieKnappen Henning und Dietrich. Zugleich fungiren die vier Söhne Heinrichs (No. 17), eines Vetters Werners,als Zeugen.

Ausser den gedachten vier Söhnen aber scheint Werner noch einen fünften Sohn, Namens Stephan(No. 27), gehabt zu haben. Ein Stephan Schwerin war nämlich 1399 Capellan, 1 ' wie es scheint, am KlosterStolpe. Zehn Jahre früher, 1389, schenkte Werner diesem Kloster eine Hufe für die Zeit nach seinemTode; er stand also mit diesem Kloster in freundschaftlicher Beziehung und es war hier also für seinenSohn auch am leichtesten auf Beförderung zu rechnen. Ferner war am 6. Januar des Jahres 1399 2 > StephanZeuge im Interesse des Klosters Stolpe, zugleich mit ihm zwei Söhne Werners: Conrad und Dietrich;Stephan aber erscheint in der Beihenfolge der Zeugen zwischen den genannten beiden Brüdern. Endlich er-scheint Stephan 1405 als Probst in Angermünde. 3) Seine Ernennung hierzu aber wird sehr erklärlich, wenner ein Sohn Werners war, da ein anderer Sohn desselben, Henning, 1393 urkundlich 4 ) als Yogt von Anger-münde bezeichnet wird. Nach der Stelle, die Stephan in der Zeugenreihe der oben citirten Urkunde vom6. Januar 1399 einnimmt, und nach der Zeit seines Auftretens weisen wir ihm unter den fünf Söhnen Wernersseinen Platz hinter Henning an und betrachten ihn somit als Werners vierten Sohn.

17. Heinrich.

13711382.

(Sohn von No. 9, Vater von No. 29 bis 32.)

Wir lernen ihn nur als Bitter kennen. Im Jahre 1371 gehörte er zu den Vasallen des HerzogsKasimir IV von Pommern, 5 > an welche neben ihrem Landesherrn der Herzog Albrecht von Meklenburg ge-lobt, den mit Herzog Kasimir geschlossenen Landfrieden treu halten zu wollen. Im Jahre 1372 hat erzwei Mal das hohe Amt, zwischen Fürsten als Schiedsrichter zu fungiren. 6 ' Zunächst am 29. October be-stimmten die Herzöge Swantibor I und Bogislav VII ihre Bäthe Bernd Moltzan, Zabel von Beberg, Hein-rich von Schwerin to Spantkow beseten, Curd Broker und zwei Bürgermeister der Stadt Stettin dazu,dass sie die zwischen ihnen und ihren Vettern, den Gebrüdern Herzogen Wartislav VI und Bogislav VI,bestehende Zwietracht zur Entscheidung bringen sollten. Am 3. November wird wiederum Heinrichvon Schwerin, und diesmal allein, dazu ausersehen, bis kommende Ostern zwischen dem Markgrafen Ottovon Brandenburg und den gedachten Herzögen Swantibor und Bogislav von Pommern eine Ausgleichung zutreffen hinsichtlich der Ansprüche, die Markgraf Otto an das Dorf Schonenvelt zu besitzen vermeinte, undwollen beide Theile bei Heinrichs Entscheidung sich beruhigen. 1374 und 1382 heisst Heinrich Vogt zuAngermünde. 7 )

Für seine Söhne halten wir Berthold, Ulrich, Wedego und Werner mit dem Zunamen Brummer,welche zweifellos der Spantekower Linie angehörten und 1389 nahe Verwandte (patrui) Olde Werners(No. 16) heissen, 8 ) der mit Heinrich Geschwisterkind war.

18. Henning.

1385 1404.

(Sohn von No. 10.)

wohnte auf dem, vermuthlich von seinem Vater und Grossvater ererbten, Gute Arnsberg im Lande Star-gard und war um deswillen Lehnsunterthan ( holde truwe man) Johanns, Herrn zu Stargard und Rostock. 9)Von diesem Gut Arnsberg überliess er im Jahr 1385 vier Hufen 10 'nebst den zugehörigen Höfen für 100 Mark

1) U. B. II. 233. 2) U. B. II. 233. 3) U. B. II. 242. 4) U. B. II. 223. 5) U. B. II. 168. 6) U. B. II. 175, 176.7) U. B. II. 185, 205. 8) U. B. II. 215. 9) Dass Henning nicht etwa der Meklenburgischen, sondern der Pommer-seben Linie der Schwerine angehörte, beweist sein Siegel; ygl. U. B. Siegel-Taf. II. 15. 10J U. B. II. 207, 208.

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