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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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Henning, Jacob und Hans Hugold von Schwerin (Taf. IX. 7, 9, II), 1 ) und mit mehreren Vettern erscheinter 1572 in der Pommerschen Kirchenmatrikel, nach welcher auch er in Ducherow Besitz gehabt habenmuss. 2 > 1573 war er Bürge für Dietrich Schinckel. s ) 1576 empfing er, zugleich mit den anderen Vetternseiner Linie, die gesammte Hand an den Lehngütern des verstorbenen Grosshofmeisters Ulrich von Schwerin(Taf. VIII. 5), mit ausdrücklicher Ausnahme der von dem Letzteren erst neuerdings erworbenen Lehen. 4 )

1588 soll Joachim Rathsherr inAnclam gewesen sein. Er wohnte am 29. Juli 1592 dem Leichen-begängniss des Herzogs Ernst Ludwig von Pommern bei. Im selben Jahre 1592 hat Joachim von Schwerinder Elter zum Hagen und Anclam, zugleich mit Hans (No. 74), die Lehn seines verstorbenen Vetters HansLütke (No. 71) bei den zu Wolgast anwesenden fürstlichen Rathen nachgesucht und erlangt. Er leistete 1601den Lehnseid 5 ) und erscheint auch noch im Lehnbrief von 1602, 6 ) zu welcher Zeit sein jüngerer Namens-vetter (No. 70) schon todt war, und starb, jedenfalls in hohem Alter, zu Anclam 29. August 1605.

Vermalt war er mit Catharina von Hagen a. d. H. Falkenhagen.

70. Joachim (Achim).

15601576.

(Sohn von No. 65, Vater von No. 78 bis 80.)

im Gegensatz zu Joachim (No. 69) der Jüngere genannt; empfing 1567 die gesammte Hand an den Lehn-gütern seiner Vettern, 7 ) und erscheint auch im Lehnbrief von 1569; 8 ) 1571 verschreibt ihm Peter Sastrowzu Salchow eine jährliche Rente von 24 Gulden für ein Capital von 400 Gulden; 9 ) junge Joachim wird beidieser Gelegenheit als zu Altwigshagen gesessen bezeichnet. Dass er auch Besitz in Ducherow hatte,geht aus der vom Jahr 1572 schon bei Joachim dem Aelteren (No. 69) erwähnten Kirchenmatrikel, inwelcher auch Joachim der Jüngere erscheint, hervor. 10 ' Vermuthlich bestand sein Antheil an Ducherow injenen 13 Landhufen, in deren Besitz wir 1631 seinen ältesten Sohn finden.") Im Jahr 1576 empfing auch erdie gesammte Hand auf die Lehen des verstorbenen Grosshofmeisters Ulrich von Schwerin, ebenfalls mit derbei Joachim dem Aelteren bereits angegebenen Ausnahme. 12 ) Er starb 1588. 13 >

Seine Söhne werden im Lehnbrief von 1602 namentlich aufgeführt. 14 ) Joachim war vermält mit Agnesvon Woldeg, Tochter des Christoph von Woldeg und der Agnes geb. von Platen.

71. Hans Lütke.

1592.

(Sohn von No. 66.)

empfing am 14. März 1592 sein Lehen, muss aber bald darauf ohne Lehnserben gestorben sein, denn am14. November 1592 (zu Anclam) baten Hans (No. 74) und Joachim der Aeltere (No. 69) um Verleihung derihnen von ihrem Vetter Hans Lütke von Schwerin, Jacobs seel. Sohn, neulich angefallenen Lehne.

72. Jacob.

15601591.

(Aeltester Sohn von No. 67, Vater von No. 81 bis 83.)

zubenannt Ziedler. Wir treffen ihn urkundlich 1567 im Lehnsregister 16 ) und 1576 bei der schon oben er-wähnten Belehnung mit den Gütern des Grosshofmeisters. 16 ) 1584 finden wir ihn und Claus Walsleben alsVormünder der Engel Drake, Wittwe des Valentin Voss, 17 ) in welcher Eigenschaft dieselben dem HerzogErnst Ludwig von Pommern einen, der Wittwe gehörigen, in Treptow belegenen Acker, verkaufen. Diebezüglichen Urkunden bezeichnen Jacob als zu Altwigshagen angesessen. Er hatte aber auch Besitz in

1) U. B. II. 536. 2) ü. B. II. 538. Vgl. No. 66. 3) U. B. II. 544. Vgl. No. 66. 4) U. B. II. 546. 5) U. B. II. 561.

6) U. B. II. 563. 7) ü. B. II. 524. Vgl. No. 69. 8) U. B. II. 533. 9) V. B. II. 537. 10) U. B. II. 538. Vgl. No. 69.

11) Vgl. No. 78. U. B. II. 600. 12) U. B. II. 546. 13) Stavenhagen, Beschreibung der Stadt Anclam, S. 147. 14) U. B.II. 563. 15) U. B. II. 524. 16) U. B. II. 546. Vgl. No. 69 und 70. 17) U. B. II. 549.

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