Druckschrift 
2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

Ausser dem Besitz in Altwigshagen, von welchem er 5 Hufen an Hans von Schwerin, zubenannt Bone,(Ta f. IX. 5) für 1000 Gulden soll verkauft haben, 1 ) hatte er von seinem Yater auch Theile in Aurose undDemnitz ererbt. In Letzterem soll er Anfangs seinen Wohnsitz gehabt, sich später aber zu Friedlandin Meklenburg niedergelassen haben. 2 >

62. Christoph.

15331560.

(Sohn von No. 55.)

ist uns nur bekannt aus dem Lehnbrief von 1533 3 > und aus einer Kegistratur von 1560, in welcher er unterden Altwigshagener Vettern Jacobs (No. 66) aufgezählt wird, für welche dieser, sowie im eigenen Namen,beim Landesherrn die Lehne muthet. 4)

63, Gerd.

15081524.«

(Aeltester Sohn von No. 57.)

Auf ihn und seinen Bruder Claus war durch Erbschaft das Angefälle gekommen, welches Herzog Bo-gislav X im Jahre 1480 ihres Vaters Bruder Joachim (No. 56) an den Lehngütern des Arnd Vederow ver-schrieben hatte. 1508 indessen einigten sie sich mit dem Herzoge dahin, dass dieser ihnen statt der ge-dachten Anwartschaft das Gut des Claus Metzdorf zu Lubbin freimachen und leihen, dazu einen von denLepeln für 200 Gulden erkauften Hof zu Bauer nebst vier Hufen überlassen und ausserdem 500 Mark ent-richten wollte. 6 ^ Die Gebrüder von Schwerin erfüllten sofort ihre Verpflichtung und cedirten dem Herzogedas Angefälle durch Ueberantwortung des bezüglichen Briefes; aber auch der Herzog wird den von ihmeingegangenen Bedingungen nachgekommen sein, wenigstens quittiren ihm die Schwerine im nächsten Jahreüber den Empfang der zugesagten 500 Mark.')

Im Jahre 1524 am 3. November bekennt Brüning Lepel zu Krineke denselben Brüdern Gerd undClaus von Schwerin eine Schuld von 50 Ehein. Gulden und verpflichtet sich, dieselbe am 11. Novemberdesselben Jahres zurückzuzahlen oder sie mit 3 Gulden jährlich zu verzinsen. 8 ' Auf der Rückseite des be-treffenden Documents steht die Notiz, dass dieser Brief dem Claus von Schwerin allein zukäme für die50 Gulden, welche auf dem Hofe Heinrich's von Schwerin zu Hagen (No. 68) ständen. Da sich annehmenlässt, dass diese Notiz in Folge des Todes Gerd's von Schwerin niedergeschrieben worden, so stammt sieaus der Zeit zwischen den Jahren 1524 und 1533, da Gerd in dem Schwerin'sehen Lehnbriefe von 1533nicht mehr mit aufgeführt wird. Zugleich erhellt aus derselben Notiz, dass Brüning Lepel die ihm vor-gestreckte Summe von 50 Gulden innerhalb desselben Zeitraums zurückgezahlt habe und dass diese weiteran Heimich von Schwerin (No. 68) ausgeliehen und auf dessen Besitzthum in Altwigshagen sicher gestelltworden sei.

64, Claus.

1533.

(2. Sohn von So. 57, Vater von No. 69.)

erscheint mit seinem Bruder Gerd (No. 63) gemeinsam in den schon bei diesem erwähnten Urkunden von1508 und 1524. 9 >

Er wird bis zum Jahre 1533 erbgesessen zu Altwigshagen genannt; hatte indessen nicht ebensolange

1) Adelung-Sprengel a. a. 0; nach Elzow. 2) Adelung-Sprengel a. a. 0. 3) U. B. II. 456. 4) U. B. II. 503. 5) In

der Stammtafel steht feischlich 1508 bis 1537. 6) ü. B. II. 426. 7) U. B. II. 428. 8) IT. B. II. 445. 9) U. B. II. 426,

428, 445. Vgl. No. 63.

95