Herzogs Philipp I. 1 ) 1518 war er Bürge für Joachim Luskow. 2 ' Nach der Musterrolle des Wolgastischen Adelsfür das Jahr 1521 war er zu keinem Eossdienst verpflichtet; dagegen hatte er 1523 nach der bezüglichenMusterrolle seinem Landesherrn mit einem Pferde zu dienen. 3 )
52a. Ursula.
(Tochter von No. 44.)
war vermalt mit Friedrich von Ramin auf Böck und Daber.
53. Ulrich.
1469 — 1479.
(Aeltester Sohn von No. 46.)
Sein Wohnsitz war Altwigshagen. Er zählte zu den Vasallen von der Tollense, welche auf Grunddes am 8. Januar 1469 zu Prenzlau geschlossenen Vertrages zwischen Pommern und der Mark am 15. des-selben Monats dem Markgrafen Friedrich II von Brandenburg den Erbhuldigungs-Eid leisten mussten. 4 > ZehnJahre später 1479 ward er mit seinem Bruder Oldwig und anderen Gliedern des von Schwerin'sehen Ge-schlechts vom Landvogt von Schievelbein Christoph von Polenz in dessen Klagebericht an den MarkgrafenAlbrecht von Brandenburg unter den Pommerschen Unterthanen namentlich aufgeführt, welche trotz desFriedensschlusses im Feldlager vor Daber und des Waffenstillstandes im Felde vor Löckenitz (am 23. Augustund 28. September 1478) gegen ihre Märkischen Grenznachbaren Feindseligkeiten verübt und ihnen Schadenzugefügt hatten. 5 )
Es heisst von ihm, dass er mit Bertram Muckerwitz neun Bürger von Prenzlau gefangen genommenund von ihnen ein Lösegeld von zusammen 69 Gulden habe bezahlen lassen.
54. Oldwig.
1473—1504.
(2. Sohn von No. 46.)
wohnte in der Burg Altwigshagen. 1473 leistete er Bürgschaft für seine Vettern, die Brüder Wolf undOldwig von Spantekow (Taf. VII. 62, 63). 6) Dass Oldwig 1479 zu denjenigen Pommerschen Edelleuten ge-hörte, über welche der Landvogt von Schievelbein wegen Friedensbruchs und Feindseligkeiten gegen märkischeUnterthanen Klage zu erheben hatte, ist schon bei seinem Bruder Ulrich gesagt worden. Die Klage gingdahin, dass Oldwig zusammen mit Oldwig von der Spantekower Linie (Taf. VII. 63) Zabel Brüssow gefangengenommen und beraubt habe und ebenso dessen Ehefrau. 1 )
1487 vermittelte Oldwig mit anderen Pommerschen Edelleuten zwischen seinen Freunden, den BrüdernBernd und Ludike Moltzan, einen Vergleich hinsichtlich der Theilung der Güter Wolt und Osthen. Wegenseines Mitbesitzes in Altwigshagen hatte Oldwig auch Antheil an dem Patronat über die Kirche daselbst;mit ihm hatten seine Vettern Heinrich, Werner, Michael und Joachim (No. 60, 61, 58 und 56), sowie dievon Lindstedt ein Anrecht darauf. Am 19. Juni 1492 ward auf die gemeinsame Präsentation aller dieserdazu Berechtigten der Geistliche Joachim Luskow in die durch den Tod des Hermann Pravest beim AltareCorporis Christi in der Altwigshagener Kirche erledigte Vicarie eingesetzt. 8 ) Zuletzt treffen wir Oldwig indem für die Schwerine zu Spantekow und Altwigshagen unter dem 22. Februar 1504 ausgestellten herzog-lichen Gesammtlehnbriefe an. 9 )
1) U. B. II. 456. 2) U. B. II. 436. 3) U. B. II. 442. 4) U. B. II. 350. Vgl. Barthold, Geschichte von Rügen und
Pommern. Th. IV. Band I. S. 327 und 328 u. Anm. 2 auf S. 328. 5) U. B. II. 367. Vgl. auch Barthold a. a. 0. S. 394.
6) U. B. II. 355. 7) U. B. II. 367. 8) U. B. II. 398. 9) U. B. II. 420.
92