wäre nicht begreiflich, wie etwa ein ebenfalls den Vornamen Werner führender Sohn Heinrichs (No. 2) oderOldag's (No. 4), die als Brüder Werner's allein neben diesem Antheil an Altwigshagen hatten, schon dasRecht zu solcher selbstständigen Ueberlassung hätte haben sollen, da eben jene Brüder selbst 1313 nocham Leben waren.
4. Oldag.
1315.
(3. Sohn von Xo. 1, Vater von No. 11. u. 12.)
war Knappe und trat 1315 für den Herzog Wartislav IV und dessen Mutter Margarethe in einem Pu-dagla'schen Confirmationsbriefe als Zeuge auf. Er ist vor dem 12. December 1342, an welchem Tage erals Oldagus pie memorie bezeichnet wird, gestorben. 1 ' Er scheint, während seine Brüder in dem von ihremVater Oldag gegründeten Altwigshagen ansässig waren, seinen Wohnsitz auf Usedom genommen zu haben,wo Oldag (No. 1) einst Vogt gewesen und ohne Zweifel erbliches Besitzthum erworben hatte; daher schreibtsich auch jene Zeugenschaft; in einem Pudagla'schen Documente und daher dürfen wir auch annehmen, dassdie Brüder Johannes und Nicolaus (No. 11 u. 12), welche in der schon gedachten, zu Usedom ausgestelltenUrkunde vom 12. December 1342 als filii Oldagi pie memorie aufgeführt werden, seine Söhne gewesenseien, denn in der von Gerhard (Taf. II. 2) abstammenden, ebenfalls auf Usedom angesessenen Linie 2 ) gabes damals keinen Schwerin mit dem Vornamen Oldag.
5. Oldag.
1326-1355.
(Aeltester Sohn von No. 2, Vater von No. 13. u. 14 )
scheint 1326 noch Knappe gewesen zu sein, doch spätestens bis 1328, denn damals trat er schon alsRitter auf. So oft wir ihn handelnd antreffen, 3 ) (und es war dies nur innerhalb der gedachten Jahre1326—28) geschah es in Gemeinschaft mit seinem Vater 4 ' und seinen Brüdern. Mit ihnen trieb er vonden reisenden Kaufleuten und Fuhrleuten einen ungesetzlichen Zoll ein und erfuhr daher 1326 das Verbotseines Herzogs Otto von Pommern; mit ihnen trat er in dem damaligen Kriege zwischen Pommern undMeklenburg auf die Seite des Letzteren, ward aber im Frieden von Broderstorp am 27. Juni 1328 vonseinem Fürsten begnadigt und leistete gleichzeitig noch Bürgschaft für die Aufrechthaltung dieses FriedensSeitens der Herren von Meklenburg und Werle. Mit seinem Vater soll er es auch während jenes Kriegesversucht haben, die jungen Pommerschen Prinzen aus Wolgast zu entführen. 5 '
Oldag scheint am 13. November 1355 noch am Leben gewesen zu sein, denn in einer an diesem Tageausgestellten Urkunde, 6 ' in welcher Henning und Johann (No. 13 u. 14) als seine Söhne bezeichnet werden,(Henninglio et Johanne Oldagi dictis de Swerin) wird seiner gedacht ohne Hinzufügung eines pie memorie,hone memorie oder einer anderen Formel, wie sie in der Regel bei Erwähnung von Verstorbenen in Gebrauchkommen.
Wenn übrigens die genannte Urkunde acht ist, so sind die Namen Henning und Johann als Vornamenvon zwei gleichzeitig lebenden Brüdern ziemlich auffällig, da sie im Grunde derselbe Vorname sind undhäufig abwechselnd für ein und dieselbe Person angewendet werden.
6. Werner.
1326—1355.
(2. Sohn von No. 2, Vater von No. 15 bis 17.)
begegnen wir in 31 Urkunden 7 ' und zwar vom Jahre 1330 an als Ritter; sein Wohnsitz war das SchlossAltwigshagen. Ueber die Zoll- und Abgaben-Erhebung, die er im Jahre 1326 gemeinsam mit mehreren
1) U. B. II. 127. 2) Vgl. Taf. II. 3) U. B. II. 88, 89, 92. 4) Vgl. daher No. 2. 5) v. Winterfeld, Geschlecht von Win-
terfeld I. S. 132. 6) ü. B. II. 142. 7) U. B. II. 88, 92, 96-98, 100 — 102, Zus. zu 102, 105, 106, 108, 111, 114, Zus. zu
114, 116 — 124, 126, 128—131, 140, 143, 209.
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