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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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güterung, dass er in der von den Herzögen Georg I und Barnim XI zu Anclam angestellten Musterungzum Rossdienst mit 4 Pferden veranschlagt ward. 1534 muss er todt gewesen sein, da er in jenem Jahrnicht mehr in dem Lehnbrief für die Grellenberger und Stolper Linie aufgeführt wird. 1 )

3. Claus.

15331545.

(2. Sohn von No. 1, Yater von No. 4.)

erscheint 1534 in dem, der Grellenberger und Stolper Linie ertheilten Lehnbrief 2 ' und wohnte in dem vomVater ererbten Grellenberg. Im Jahr vorher ward er, laut der Urkunde vom 5. Februar 1533, 3 > durchwelche Herzog Philipp I seine Stiefmutter Margaretha in das ihr ausgesetzte Leibgedinge einwies, zu wel-chem unter anderem auch das Amt Triebsees gehörte, ausser vielen anderen Vasallen des Landes Wolgastmit Eidespflichten und zum Dienst mit einem Pferde verwiesen, das sye ihrer lieben mit aller pflicht ge-wertig sein sollen, dieweyll ir liebe das vorschrieben leipgut innehatt, doch unbeschadet der Erbhuldigungund der Lehnsempfangung, zu welcher die Vasallen dem Herzoge selbst verpflichtet sein sollten. DiesesUnterthänigkeits-Verhältniss zur Herzogin Margaretha währte indessen nur kurze Zeit, da diese sich schonim nächsten Jahre, 1534, mit dem Fürsten Johann von Anhalt aufs Neue vermälte und Herzog Philipp somitgenöthigt ward, das ihr ausgesetzte Leibgedinge einzulösen. 4 '

Claus von Schwerin war übrigens nicht wegen Grellenberg, das ja seit 1523 zum Kossdienst mit4 Pferden verpflichtet war, 5 ' sondern von wegen Speckins gute mit einem Pferde an die Herzogin gewiesenworden. Wir wissen nichts Näheres über den Namen und Erwerb dieses Gutes, doch war es, wie Grellen-berg, im Amte Triebsees belegen. Ausser diesem Grundbesitz gehörte ihm auch noch das seinem Vaterzugleich mit Grellenberg verliehene Lehngut Bassin. Aus demselben verpfändete er im Jahr 1536 denAckerleuten der Bornholm'schen Kompagnie zu Greifswald, von welcher er 200 Mark entliehen hatte,10 Mark Bente; und verschrieb am selben Tage den Vicarien und Patronen der Marientide zu S. Jacob zuGreifswald für entliehene 600 Mark eine Pacht von 30 Mark aus Bassin.

1545 muss Claus noch am Leben gewesen sein, da ohne Zweifel im Gegensatze zu ihm als Claus demJüngeren in dem gedachten Jahre seine Mutter als die Wittwe olde Clawes Schwerins bezeichnet wird. 6 '

Vermält war er mit Dorothea von Dauten, Tochter von Joachim von Dauten auf Holzhoff undLehnhagen und der Hedwig geb. von Lepell a. d. H. Seckeritz.

4. Andreas.

1543.

(Sohn von No. 3, Vater von No. 5 und 6.)

verpfändete am 25. November 1543 für entliehene 1000 Mark dem Bürgermeister und Rath zu Grimmenund den Vorstehern des reichen Kastens daselbst 50 Mark Rente aus seinem Wohnhofe zu Grellenberg.Im Jahr 1568 war er bereits todt, denn in diesem Jahre empfangen seine Söhne Joachim und Claus dieGrellenberger Lehen. 7 '

Die Gemalin des Andreas war Elisabeth von der Lühe, Tochter von Joachim v. d. Lühe aufSchulenburg und der Margarethe geb. von Viereck a. d. H. Wokrent.

5. Claus.

15681603.

(Sohn von No. 4, Vater von No. 7 bis 13.)

wohnte auf dem von seinem Vater ererbten Gute Grellenberg, und empfing 1568 das Lehen, 8 ' gemeinsammit seinem Bruder Joachim. Nachdem Letzterer unbeerbt gestorben war, erhielt er 1589 auch dessen nach-

1) U. B. II. 457. 2) U. B. II. 457. 3) U. B. II. 454. Vgl. Barthold, Geschichte von Rügen und Pommern, Th. IV.

Bd. II. S. 244. 4) Vergl. Barthold a. a. 0. 5) U. B. II. 442. 6) ü. B. II. 437, am Schluss. 7) ü. B. II. 530. 8) ü. B. II. 530.

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