14. Gerhard.
1464.
(Einziger Sohn von No. 8, Vater von No. 16 bis 18.)
wohnte wie sein Vater in Usedom, war sicherlich Bürger der Stadt und hatte Besitzthum daselbst. Wirtreffen ihn urkundlich 1 ) nur ein Mal an, und zwar als Bürgen des Pommerschen Herzogs Erich II imJahre 1464.
Für seine Söhne sind Claus, Joachim und Gerhard (No. 16 bis 18) anzusehen. Dieselben waren Brü-der und hatten ihren Wohnsitz in demselben Dorfe Klüne, 2 > in welchem auch Gerhards Vater, Claus (No. 8),begütert war. Dessen Besitzthum in Klüne wird daher auch seinem Sohne Gerhard zu eigen gewesenund durch diesen von dem Grossvater [Claus (No. 8)] schliesslich auf die gedachten drei Brüder als Ger-hards Söhne als Erbe übergegangen sein.
15. Glaus.
1478.
(Einziger Sohn von No. 13, Vater von No. 19 bis 21.)
erscheint nur einmal 3 ' im Jahre 1478, und zwar als Bürge der Brüder Hans und Gerd von Koller (Kolre).
Das Schwerinsche Besitzthum zu Stolpe, das schon in seines Vaters Händen vereinigt war, gingungetheilt auch auf ihn, als den alleinigen Erben, über und es unterliegt daher auch keinem Zweifel, dassGerhard, Otto und Claus (No. 19 bis 21), welche 1487 als zu Stolpe angesessen bezeichnet werden, 4 ' Söhnedes Claus waren. Vermählt war Claus mit Barbara von Adram a. d. H. Ziersdorf in Meklenburg. 5 >
16. Claus.
1480—1523.
(Aeltester Sohn von No. 14.)
Stifter der Grellenbergschen Linie. (Taf. IV.)
(Siehe Taf. IV. 1.)
17. Joachim.
1486 — 1534.
(2. Sohn von No. 14, Vater von No. 22 bis 24.)
Von 1486 bis 1511 finden wir ihn auf dem ererbten väterlichen Gute im Dorfe Klüne wohnhaft. 6 'Zwischen 1511 und 1521 muss dasselbe in andere Hände übergegangen sein; denn seit 1521 bis zum Jahre1534 7 '— in welchem wir ihn zum letzten Male antreffen — wohnte er in der Stadt Usedom und war1526 einer der drei Bürgermeister daselbst.
Im Jahre 1486 gehörte er mit seinem Vetter Gerd (No. 19) zu Stolpe zu der Ritterschaft des „Länd-chens Usedom", welche vom Herzoge Bogislav X zum Hülfszuge für Herzog Heimich den Aelteren vonBraunschweig gegen einige aufständische Städte entboten wurde. Am 24. Juli dieses Jahres befand er sichauf diesem Zuge vermuthlich in Friedland: denn dorthin waren für den genannten Tag die Lindstedts,Schwerine (auch alle Schwerine zu Spantekow und Altwigshagen zählten zum Aufgebot), Bröckerund Müggenburge beschieden worden. 8 ' — Joachim sowohl wie auch sein jüngerer Bruder Gerhard (No. 18)und seine drei Vettern aus dem Stolper Hause (No. 19 bis 21) erhielten 1487 die gesammte Hand anden vom Herzoge Bogislav Joachims älterem Bruder Claus (No. 16) im Jahre 1483 verliehenen ehemals
1) U. B. II. 340. 2) U. B. II. 386. 3) U. B. II. 366. 4) U. B. II. 386. 5) Adelung und Sprengel, Nachrichten von
dem Geschlecht von Schwerin. Mscpt. 6) U. B. II. 384, 385, 386, 391, 405, 408, 422, 425, 430. 7) U. B. II. 442, 457.
8) ü. B. II. 385.
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