ergiebt sich, dass die zuletzt genannten 3 Höfe andere, als die am 17. März erwähnten, sowie auch, dassdie 2 Höfe, deren jährliche Pacht dem Vicar Peter Cassow überlassen worden, wiederum von jenen anderenverschiedene waren. Diese zuletzt gedachten stammten vom Geschlecht Dessin her.
Seines Erbbesitzes in Parchim geschieht Miß 1 ) insoweit Erwähnung, als gesagt wird, dass dichtbei demselben Claus Tengels Besitzthum belegen gewesen sei; bereits 1444 2 > war er in Pfandbesitz einesHopfengartens daselbst gekommen.
Otto starb spätestens gegen Ende des Jahres 1450, 3 > denn sein Sohn Otto IV nennt sich selbst am31. December desselben Otto Schwerins Sohn, des Rathmanns zu Parchim, seeligen Gedächtnisses.
(Eine Abbildung seines Siegels siehe auf Siegeltafel I. unter No. 3.)
Seine Söhne waren Joachim I (No. 31) und Otto IV (No. 3'2).
Otto IH nennt zwar in der Urkunde 4 ) vom 17. März 1446 bei Erwähnung seiner Söhne Otto (IV)vor Joachim; doch dürfte für die Frage, wer von beiden der ältere gewesen, die Urkunde 5 ' vom 13. Juli1462 entscheidender sein, in welcher die Brüder sich selbst nennen, und zwar zuerst Joachim, dann Otto.Auch erscheinen sie, wo sie später gemeinsam namhaft gemacht werden, in dieser selben Reihenfolge.
30, Johann III.
1409 — 1412.
(Sohn von No. 27.) 6)
mit dem Beinamen Wulvescrog, wohnte zu Beilin und hatte Besitz zu Klein- und Gross-Bresen, wahr-scheinlich aber auch zu Bellin. Wie er zu diesem Besitz gekommen, wird nirgend ausgesprochen; dochist nicht unwahrscheinlich, dass derselbe ihm, wenigstens hinsichtlich des Dorfes Gross-Bresen, durch seineFrau, Namens Margarethe, zugebracht worden sei, da sie bei der Verpfändung von Rechten an demDorfe Gross-Bresen 7 ' an das Kloster Dobbertin im Jahre 1412 neben ihrem Manne als Ausstellerin desDocumentes genannt wird.
Johann (in den urkundlichen Nachrichten Hans Wulvekrog genannt) erscheint ausserdem nur nocheinmal. Im Jahre 1409 8 > nämlich verkauft er dem Kloster Dobbertin eine jährliche Rente von 2 Mark4 Schill. Lübisch aus dem Dorfe Klein (Lutken)-Bresen auf Wiederkauf für 20 Lübische Mark.
Er war nach unseren Nachrichten der Letzte der Bützower Linie des Geschlechts von Schwerin,mit dem Beinamen Wulvescrog.
31. Joachim I.
(urkundlich auch Jochim oder Achim genannt) und
32. Otto IV. 9
1446—1477.
(Söhne von No. 29. Vater von No. 33. Vater von No. 34 und 35.)
Beide waren Knappen und treten zuerst am 17. März 1446 als Bürgen ihres Vaters in der, schonbei diesem erwähnten, Urkunde auf. Die Wohnsitze der Brüder waren verschiedene und wechselten ins-besondere bei Joachim mehrfach. Letzteren finden wir 1451 bis März 1453 wohnhaft zu Darz, im Mai1453 zu Schönberg, 1454 zu Radepohl, 1457 zu Zülow, 1458 zu Kritzow, 1462 zu Lindenbeck und 1466zu Parchim; von Otto wird nur gemeldet, dass er 1451 zu Parchim und 1462 zu Darz wohnte. Die Brü-der erbten, wie es Scheint, die väterlichen Besitzungen zu Darz, Domsülü und Parchim zu gleichen Tlieilen.doch jeder mit der eventuellen Anwartschaft auf die Güter des anderen. Ausserdem waren beide nochanderweitig begütert: Joachim in Schönberg, Radepohl, Zülow, Kritzow, Lindenbeck und wahrscheinlich
1) U. B. I. 94. 2) U. B. I. 92. 3) Hiernach ist die Angabe bei Lisch, Geschl. Oertzen, I. Einleitung p. 19, dass Otto
Schwerin, Werneke's Sohn, noch 1452 gelebt habe, zu berichtigen. 4) U. B. I. 95. 5) U. B. I. 111. 6) Auf der Stammtafel
ist Johann III fälschlich als ein Sohn von Heinrich VII (No. 26) bezeichnet. 7) U. B. I. 86. 8) U. B. I. 85. 9) Bei der erheb-
lichen Zahl von Urkunden, die wir über sie besitzen, ist ihr gemeinsames Auftreten so vorwiegend, dass es zweckmässig er-
scheint, sie hier zusammen zu behandeln.
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