seinem Vater Heinrich Y (No. 21) Grosse Heine. 1385 wird er als bischöflicher Vasall (des stichtesmanne) bezeichnet. Zuerst tritt er am 19. August 1382 1 ) gemeinschaftlich mit seinem Bruder Henneke(No. 27) für Heinrich VI (No. 25) als Bürge auf. Am 23. April 1385 2) ist er Zeuge einer Verpfändungdurch Bernhard Butze's Frau und Tochter und durch Wigger Klüver (vgl. No. 24). Am 18. October 1389 3 )verbürgt er sich für die Gebrüder Hobe; desgleichen am 22. Juni 1390 4 ) gemeinsam mit Heimich VI fürGodeke von Bülow.
(Eine Abbildung seines Siegels siehe auf Siegeltafel I. unter No. 5.)
27. Johann II.
1377—1382.
(2. Sohn von No. 21.)
mit dem Beinamen Wulvescrog. Wir kennen ihn nur aus den schon bei Heinrich V, seinem Vater(No. 21), bei Heinrich VI (No. 25) und bei seinem Bruder Heinrich VII (No. 26) erwähnten Urkundenvom 23. November 1377 und vom 19. August 1382,in deren ersterer er unter dem Namen Henning undals Knappe bezeichnet, gemeinschaftlich mit seinem jüngeren Bruder Alard (No. 28), als Zeuge des Herzogsvon Meklenburg auftritt, in der letzteren unter dem Namen Hennehe gemeinsam mit seinem älteren BruderHeinrich (No. 26) für seinen Vetter Heimich VI (No. 25) Bürgschaft leistet. Für seinen Sohn halten wirwegen des gleichen Vornamens den in den Jahren 1409 und 1412 auftretenden Hans Wulvescrog (No. 30).
28. Alard.
1377.
(3. Sohn von No. 21.)
Nach der einzigen über ihn bekannt gewordenen Urkunde®) war er 1377 Knappe und mit seinemBruder Henning (No. 27) gemeinschaftlich Zeuge des Herzogs von Meklenburg.
29. Otto m.
1417—1446.
(Sohn von No. 23, Vater von No. 31 und 32.)
Im Jahre 1417 wohnte er zu Darz, von 1434 an bis zu seinem Tode in Parchim. Er heisst Knappe 7 '(1434, 1443 und 1446), war zugleich aber auch Bürger zu Parchim und einige Male Kathmann 8 ' da-selbst. Als solcher war er 1442, zugleich mit Heinrich Roloff, Vertreter dieser Stadt bei der Vollziehungder Urkunde, durch welche die Herzöge von Meklenburg bezeugen, dass auf ihr Geheiss alle ihre Landeund Leute die Eventual-Huldigung den Markgrafen von Branderiburg geleistet, und dass diese dafür aufalle ihre vermeintlichen Ansprüche an das Fürstenthum Wenden verzichtet hätten. Besitzungen hatte erin Darz, 9 ) Molenvelde, Glaveke, Domsühl und Parchim. Der von seiner Mutter ererbte Pfandbesitz 10 ) anMolenvelde und Glaveke ward am 6. Mai 1417 durch Hermann Hagenow wieder eingelöst. In Domsühl")besass er das ganze Dorf; einen Theil desselben hatte er unter dem 13. December 1434 von den Wotze-nissen, einen anderen von den Dessinen erworben.
Am 17. März 1446 verpfändete Otto eine aus 3 Höfen nebst Hufen zu beziehende jährliche Pachtvon 9 Lübischen Mark aus dem Dorfe Domsühl an den Parchimer Rathmann Brand Schmid für 80 Lü-bische Mark; und am 29. Mai desselben Jahres überliess er dem Vicar Peter Cassow eine jährliche Pachtvon 6 Mark Lübiscli aus 2 Höfen desselben Dorfes gegen Abtretung der Gerechtigkeit, die dieser an 3 Höfennebst Hufen daselbst besass.
Aus den betreifenden Urkunden, welche angeben, von wem die verschiedenen Höfe bewohnt waren,
1) U. B. I. 79. 2) U. B. I. 81. 3) U. B. I. 83. 4) U. B. I. 84. 5) U. B. I. 77, 79. 6) U. B. I. 77. 7) ü. B. I. 89,
91, 95. 8) U. B. I. 90, 93 u. a. 9) U. B. I. 87. 10) ü. B. I. 88. 11) ü. B. I. 89, 95, 96, 97.