23. Werner.
1386—1417.
(Sohn von No. 19, Vater von No. 29.)
In den beiden Urkunden, 1 ) die wir über ihn besitzen, vom 25. November 1386 und vom 6. Mai 1417,heisst er Werneke und wird in der ersteren Knappe genannt. Im Jahre 1386 wohnte er zu Kläden undhatte unzweifelhaft auch Besitz daselbst, sowie auch in Glaveck. Aus dem letzteren verpfändete er am25. November dieses Jahres einen Katen nebst dem Vierlande an die Brüder Johann und Heinrich vonGlaveck für 15 Lübische Mark. Dieser Katen gehörte wahrscheinlich zu den von seiner Frau ihm zuge-brachten Gütern zu Molenvelde und Glaveck, deren Umfang nicht näher angegeben worden. Die Einlösungderselben stand nach dem ebenfalls oben erwähnten Document von 1417 Hermann Hagenow zu, worausabzunehmen, dass Werners Frau eine geborene Hagenow war.
Sein Sohn Otto IH (No. 29) nannte diesen Besitz sein Mutter-Erbe, und ist hieraus weiter zu folgern,dass die Mutter an diesem Tage bereits todt war; der Yater dagegen lebte noch, denn ihn bezeichnet die-selbe Urkunde als wohnhaft zu Techentinerhagen. Auch hier wird demnach Werner begütert ge-wesen sein.
24. Babbe.
1367.
(Tochter von No. 20.)
Sie verheirathete sich mit dem Knappen Wigger vonKlüver(C luver) und erhielt von ihrem Vateram 15. Juni 1367 2 > zur Mitgift jährliche Hebungen von 18 Lübischen Mark aus Neuendorf und von 5 Lübi-schen Mark aus Passin. Drei der letzteren wurden im Jahre 1382 durch ihren Bruder Heinrich VI (No. 25)wieder eingelöst und an die Kirche zu Bützow verkauft.
25. Heinrich VI.
1382—1390.
(Sohn von No. 20.)
mit dem Beinamen Wulvescrog. Wir begegnen ihm dreimal im Jahre 1382 und einmal im Jahre 1390;1382 heisst er durchgängig, zum Unterschiede von dem damals zweifellos noch lebenden, der nächst früherenGeneration angehörenden Heinrich V (No. 21), Junge Heine, 1390 dagegen einfach Heine. Er warKnappe und wohnte zu Bützow.
Nachdem er nebst Anderen am 22. April 1382 3 > als Bürge für Heinrich Gikow aufgetreten ist, ver-kauft er am 19. August desselben Jahres 4 ) der Kirche zu Bützow 10'/ 2 Drömt Korn aus 1% Lehnhufenzu Passin für 2 Mark und 100 Lübische Pfennige. Seine Bürgen bei diesem Verkaufe waren seine „Freunde",d. h. seine Verwandte: die Brüder Grosse Heine und Henneke von Schwerin (No. 26 und 27), anders ge-heissen Wulvescrog, Wigger Klüver (vgl. No. 24), Ludeke von der Luken und Otto Trechow. An dem-selben Tage 5 > löste er auch noch von den seinem Schwager Wigger Klüver als Brautschatz zugebrachten5 Lübischen Mark Rente aus Passin 3 Mark ein und verkaufte sie ebenfalls der Kirche zu Bützow. Am22. Juni 1390 6 ) trat er gemeinsam mit seinem Vetter Grosse Heine Wulvescrog (No. 26) als Bürge einfür Godeke von Bülow. — (Eine Abbildung seines Siegels siehe auf Siegeltafel I. unter No. 6.)
26. Heinrich VII. (Grote Heyne.)
1382 — 1390.
(Aeltester Sohn von No. 21, Vater von No. 30.)
mit dem Beinamen Wulvescrog. In den sämmtlichen Urkunden, die über ihn handeln, heisst er zurUnterscheidung von seinem Vetter Heinrich VI (No. 25) und 1382 zur Unterscheidung auch noch von
1) ü. B. I. 82 u. 88. 2) U. B. I. 74. 3) U. B. I. 78. 4) U. B. I. 79. 5) U. B. I. 80. 6) U. B. I. 84.
13