Namen, im Jahre 1284 gemeinschaftlich unter den Zeugen des Bischofs Hermann von Schwerin auftreten,und zwar als Burgmannen desselben zu Bützow in demselben Jahre, in welchem Ludolf Lehnsmann desStiftes heisst. 1 ) Sie aber für Söhne Heinrichs I und nicht Daniels zu halten, dazu bestimmt uns einmalder unter den Brüdern wiederkehrende Vorname Heinrich und dann der Umstand, dass Heinrich I, wie wiroben sahen, Lehnbesitz in der Grafschaft Schwerin und im Fürstenthum Meklenburg hatte, woraus es sicherklärt, dass Ludolf und Alexander 1265 im Schwerinschen als Zeuge erscheinen, während Heimich bis1284, der Zeit seines Uebergangs in das Bisthum Schwerin, im Meklenburgischen als Zeuge auftrat.
4. Daniel.
c. 1230—1262.
(2. Sohn von No. 2. Siehe Taf. II. 1.)
Stammvater der Pommerschen Linien (Taf. II,—XXI.).
Wir begegnen ihm zuerst als Vasall des Bischofs von Batzeburg in dem Ratzeburger Zehnt-register 2 ) von c. 1230, nach welchem er von dem genannten Bischof zwei Hufen zu Zure bei Körchow imLande Wittenburg besass. Auch befand er sich, wie schon bei Bernhard II und Heinrich I (No. 2 u. 3)näher angegeben worden, 1237 und 1262 im Besitze von Hufen zu Lankow und im ersteren Jahre durchTausch auch im Besitze von Acker auf dem Schweriner Stadtgebiete, und stand demnach im Lehns-Verhältniss auch zu den Grafen von Schwerin. Daher erscheint er auch wiederholt als Zeuge der-selben: so zunächst (in zufälliger Gemeinschaft mit den Brüdern Otto Grote und Werner von SchwerinLüneburgschen Stammes) in einer Urkunde 3 ' vom 20. Juli 1240. Ob aus der Betheiligung Daniels beidieser Urkunde, weil sie in Uelzen ausgefertigt worden und auf Lüneburgsches Territorium sich bezieht, zufolgern sei, dass derselbe auch in den Lüneburgschen Besitzungen der Grafen von Schwerin mit Lehn an-gesessen gewesen, lassen wir dahingestellt, da nirgends eine Notiz über das Vorhandensein solches Besitzessich vorgefunden hat.
In der erwähnten Urkunde von 1240 wird Daniel Ritter genannt, ebenso in der nächsten Urkunde, 4 )die ihn unter den Zeugen aufführt, vom 25. October 1244. Die letzte Urkunde, 5 ) in der wir Daniel alsZeuge angetroffen, datirt aus Schwerin vom 13. Mai 1262.
Ueber den Todestag Daniels ergiebt sich mit Bestimmtheit, dass er zwischen den 13. Mai und29. September 1262 fiel. Denn während Daniel nach der eben erwähnten Urkunde vom 13. Mai 1262nocli am Leben war, verleiht Graf Gunzelin bereits am 29. September desselben Jahres 6 ) dem Domcapitelzu Schwerin das Eigenthum einer Hufe in Lankow, welche Kufe für kern Danielis seeligen seele denthumbhern ist gegeben worden. Die drei Söhne Daniels, Gerhard, Oldag und Werner (Taf. II. 2, 3 und 4)sind die Stifter der Pommerschen Linien zu Usedom (Taf. II.), Altwigshagen (Taf. V.), undSpantekow (Taf. VII.).
5. Ludolf I.
1261—1300.
(Aeltester Sohn von No. 3, Vater von No. 8.)
in Urkunden der Fürsten von Werle aus den Jahren 1261, 1270 und 1274 auch Ludekinus und in einerUrkunde der Grafen von Schwerin von 1300 auch Ludeko genannt. 7 ) Er stand im Lehnsverhältniss sowohlzu den gedachten Fürsten von Werle als auch zu den Grafen und zu den Bischöfen von Schwerin.
Von 1261—1282 erscheint er, mit einer einzigen sogleich zu erwähnenden Ausnahme, ausschliesslichals Zeuge der Herren von Werle, und zwar zuerst in einer Urkunde 8 ) vom 21. Januar 1261 als Knappe.
Als solcher ist er auch noch 4 Jahre später in der, soeben als Ausnahme bezeichneten, Urkunde desGrafen Gunzelin von Schwerin 9 ) vom 13. Februar 1265 anzusehen; denn, obgleich in diesem Documentebei seinem Namen Ludolphus de Zwerin jede nähere Angabe fehlt, wird doch sein Vorgänger in derZeugenreihe, Bertiardus de Grambowe, noch ausdrücklich als miles bezeichnet.
1) U. B. I. 35 u. 34. 2) U. B. I. 8. 3) U. B. I. 12. 4) U. B. I. 13. 5) U. B. I. 15. 6) U. B. I. 16. 7) U. B. I.
14, 19, 24, 54. 8) U. B. I. 14. 9) U. B. I. 18.