Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
253
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Vom Gartenbau.

Platz im Garten hat / daß man ihniN ein schartig und Raum haben/ und wachsen können.

daßÖrtpflantzenkan/daß die Sonne nur zu halben Tagdarzu scheinet / so wachst er schön hoch. Man muß unSommer das Änkrautoffc davon außjetten / mansollsttch emer zwerchen Aand hoch kurtzen verwesenenRkist«mb die Wurtzel schütten/ und emwenig hlnunderha-cken/doch daß die Wurtzel unverletzt bleibe/ je öffter manden Kohl blättert / je schöner er wächst/ undjewolge-schmackrer er wird. Die gelbe Blatter /die Löcher haben/die soll man fielssig abbrechen und hinweg werffen/ son-sien wachsen dieKeßmucken/Naupen un alles Geschmeißdarinnen/waun du im Sommer sihest/daß sich dieKöhl-blatttrschr anfangen zu färben/und grün zu werden/so ist«6 ein Zeichen / daß sie giessen bedörffen/ alle Köhlkra u r«vollen wol begossen werden / dann sie lieben die Feuchtig-tigkeir/und feiste Böden.

Man soll kein alten Kohlsamen/ der über das 6.Iahrist/außsäen / dann auß solchen alten Samen wächst kernKohl/sondern Rettig/oderRüben/der Kohlsamen behältsein Krafft ms s.oder 6.Iahr. ^

Mie Man Zwibelsamensaen/und dessen warten

soll/daß sie nicht zusammen schiesten.

Dm Zwlbelsamen quellet man emen Tag oder zweyein/in ein laulecht Wasser/ solches soll man einen Tageinmal oder mer begiessen/und wieder em ander Wasserdarüber schütten / auff daß der Same nicht schmäckendwerde. Solches soll man im abnehmen deß Mondssäen / mein sandicht Land und eines zwerchen Fingershoch kurtzen Mist/der so klem ist/daß man ihn durch einRetternreidenkan / darauffstreuen/so fern man keinenkurtzen Mist nehmen wolte/ und das Beth oder Land seistgenug wäre / so soll man Lesch/ das von Kohlen abgehet/nehmen / und auff das Land streuen/ so wachsen sie schon.Wann sie eines halben Schuchs hoch werden/und dickstünden/soll man erziehen/daß sie eines zwerchen Fingers

VZ

Man soll solchenZwibelsamen faen / so bald man im Frühling die Erdenvon der Kälte gewinnen kan/ aufs d .ß dieWmterfeuch»tung noch in der Erd.n sey / doch wie vorgemeldt/nn ab-nehmen deß Liechres/ alle Gewächs die nickt Samen odetBlumen tragen sollen/müssen im abnehmen deß LiechteSoder Monds gesäet oder gesetzt werben-

Wie man junge Setzzwibeln setzen foke / daß sitz

nichrzusammen schiessen oderooltz werden.

Wilc du daß die jungenSeyzwibeln nicht zu böltz wer-den/ oder zusammen schiessen / soll man an allen jungenAwibeln die Spitzen Creutzweiß auffschnewen / undiMabnehmenden Monde versetzen/ so schiessen sie nit zusam-men/nnd tragen keine böuze-

Wie man dieSamzwibeln setzen und ihrer

wartensolle.

Die Samzwibeln setzt man im zunehmen deßMondS/ein halben Schuch wett eme von der andern / will manviel Samen haben / so soll manallwegen zwo Zwibel inein Loch thun/und dazwischen ein Psal oder Stab einste-cken / auff daß man die Samzwibclrohr daran bindenkönne / daß sie der Wind nicht umbwersse / den Zwchelsa-men soll man nicht ehe abnehmen / dann wann er schwartzist/doch wann es seyn kan/ soll es im zunehmen deß Mon-des geschehen.

Wilm groß Zwibeln haben.

Säe sie zu Abend/ wann man das Ave Maria lautet/und der Mond voll ist.

SW Rüben zu bekommen.

5ege den Samen/ehe du ihttsaest/zuvor in Honigwaf-sek/so werden sie snß.

Grosse Rüben zu bekommen.

Bore mit einer Aalen ein Loch m eine Rüben/und Msdas Loch zu mit Rübsamen/sv werden sie groß.

Ende deß sechsten Buchs»

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vli^ievi.'rvk^ genant/

Vom Weinbau/wie und wo man den soll anlegen/was matt vor

HolH nehmen/ ihn decken/ reumen uns

schneiden soll.

Das I. CapitelAndeniesm

ich/ChriMcher lieberLeser/ganhlich willes gewesenvon meiner angefangen 0e-conomiz abzulassen/und wei-ter darinnen nicht fortzufahre/umb allerhand Ursachen wil-len/die jeho nach der 4änge niiM erzehlen. So hat mich doch das harte und ste-tige anhatten etlicher guter ^eme/die grossen WUnd ^iebe zu diesen Sachen haben / endliche be-wogen / in meinem Vornehmen/ auch wieder mei-nen Willen / fortzufahren. Ich muß mich aberhier im Eingange dieses Buchs zum höchsten be-schreiben/über etliche ubermiitige/grobe/stoltze 4eu-

ke/dieihr Lebenlang nichts gelernet/und glelchwoiso thumkühne seyn dörffen / daß sie diese uM> der-gleichen Arbeiten verachten / und Haltens vorschlechte und geringe Dinge / und solche Sachen/die einem jeden bekam/und wol bewust seyn. MMist es wol an dem / daß ich diß so gar nicht leugnenkan/dann es ist freylich wahr / daß ein jeder Hauß-wirth diese Ding alle Stunden in Handen hak/und täglich damit umbgehet/ und ihm derwegeNauch wol bewust und bekam seyn , Aber das ist ^ M Wgleichwol auch wahr/ daß auch dieselben/die zu je-der Zeit baußhalten/alles so gar eygendlich Nichtwissen/ wie es hie beschrieben / und wird doch nochein jeder hier gnug zu lernen finden/ wann ^ihn gleich eines oder zwey StückleiN bekam undbewust seyn / wann er sich aUch noch so klug undgeschelde düncken liesse / als er aN ihn selber ist»

So ists auch ohne diß an deme/^aß viel guter ieu^l^wannS Wch gleich DockoresseM/ ihr junges