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[1] (1665)
Entstehung
Seite
252
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Bas Stchflt Buch/

machen/ darüberM alt Tuch spannen / undauffdasTuch warmen langenPferdtnnst thun/daß er emsKnieshoch darüber gehe/so fern der Mist an einem Ort erkaltetsoll man sie an ein anders warmes Orth setzen / und alsomit dem Tuch und Mist bedecken/ alßdann wachsen tueSpargenindenküpffern Geschin auff dem Mistbethmitten lm Wmter / daß man m acht Tagen Spargenhaben kan.

Wie matt Rerngsamen stecken / wie

man den Samen aonehmen / und m die Er-den bereiten soll.

Die steckt man den dritten Tag deß Meyens/ems hal-ben Schuchö weit von emander/so wachsen sie daß mansumb Pfingsten hat. Wann es trucken Werter ist / so sollmans allwegen über den andern Tag zu Abend umb 6.Uhrzimlich feucht begiessen/ das Landt soll seyn von gu-ter frischer Erden/und ode drumb her einer zwercy Handtieff Sandterden geschürr werden. Von diesen Rettichenmag man wol etliche wachsen lassen/biß auff denHerbst/die soll man in Keller legen/ inrruckenenSandt/ undsoll daöKrautbiß auffdasHertz umbherabschneiden.ImAprillen im Zunehmen deß, ^condrs / so er 8 Tag alt istworden / vor Mittag / setze man solche aus / aber m dieGruben/da sie eingesetzt sollen werden/ soll man zuvorgestanden Rmdsblutthun/ und darnach die Rettichdrauffsetzen/ und zusammen schlössen lassen/ die mußman mitemem Stickelverwahren/ daßsieder Windtnicht abkneck. Wann dann der Samen zeitig/ daß dieSchafen gar gelb seyn/so soll man gute Achtung geben/daß man allcin die nehme/ so auff dem HauptstettgelzuMhöchsten / und fein dick seyn/das ist der beste Same /denman vor IohanniS haben mag. Den andern Samen a-ber/ mag man zu Herbst und Winter Rettich stecken underhalten Also mags auch Mit andern Rettichen gehaltenwerden/ so werden sie fein roß.

Auff S- IohanniS Tag / zwischen 10. und 11. Uhrn /soll man Rerttchsamen stecken/muß aber den Samen zu-vor ein Nacht in halb Wem und Essig einquellen / dasGeschier wol zudecken daß es nicht Luffr habe/so zwmgtSden Samen/ daß er sich von einander thut und theilt/wenn sie viel Kraut haben / so soll mans einmal ov zwey/doch daß das Hertz unversehrt / abschneiden /und wiede-rumb fort wachsen lassen/man muß sie Nicht außrvpffen/sondern außgrabe/denn sie sonst/ weil sie gar mmb sind/von einander knacken / von solchen solle man etliche überWinter/ wie die andern behalten /und zum Samen zie-hen / außsetzen/ je öffrer man Samen darvon zeucht / zebegründ schöner er wird.

Wie man allerley Samen abnehmen

solle / und welcher am desren.

Die Samen soll man abnehmenim Vollschein deßMonds vormittag. Man siehet an emem )egkchcn Sa-men wol/ wenn er zatig ist/ und das ist der beste und sur-nembste Same / so jederzeit auff dem Hauptstengelwechi» / welches flelssig m acht zu nehmen.

Das XLVlll. CapttckNDkemim Csrrevtaisirainei» >äen imnd

außsetzen soll/d tßman Sommer undWmrerCo»revial haben könne/ auch wie die Erden darzusolle bereitet werden.

sf^En Correvial-Saamen säet man drey Wochen vor

Ostern/ auff ein Mlstbeth/ doch also/ daß man den-selben zuvor i. Nacht in ein wenig Wem einquellet / sogeht er desto eh auff. Man soll ihn nicht Mit einem Re-ch .n unrerrechen/sondern emes zwe:chenFmge?s dick gu-te schwartze Sandterden drauffstrewen/ und emenTagz. nacheinander eiN wenig begiessen/und soickesBeth z»-decken/biß derSamansehetzukaymen/darnach soll manlhn auffdecken und wachsen lassen / bißer^. oderfünffBletterbekompt/ alßdannsi>llman»l)nin emschwary-sandig Erdreich/ ungefährlich zween Schuch von einan-der setzen/ auffdaß die Sonne zu der Wurtzel kommenkan/ und soll solches im Vollschem deß Mondes gesche-hen, Darnach wenn grosse Hitze emfellt/ sott man ein

zwerch Handt bey bet Wuttzel em kleines Grabletn Ma-chen/ mit guten mürben feisten Mist außfüllen/und dar-auffmit gestandenem Wasser allwegen über den andernTag begiessen / doch nichtauffdaS Kraut/ sondern zu detWurtzel/ und soll Abends wenn die «sonne untergangenist/ oder untergehen wil/ geschehen/ so hat man denCoc-revtal/ungefahrlich i4-Tag nach Iacobi.Die so gar spatkommen/diesollmanachtTagvorund nach Michaelisin den Keller m em Sand versetzen / und znnlich viel Er-den/ wenn mans außgrebt/ an der Wuryei lassen / dochsott man einen Korb mit kurtzem Mist dabey haben/zu je-dem eine Schauffel oder i. solches Mists thun / und einwenig begiessen / daß die Wurtzcl feucht werde/ doch wieoben gemeldt/nichr auffdieBlatier/sie faulen sonst/ son-dern zu der Wurtzel/ so wachsen sie m dem Keller / daßman oen Winter davon speiset. So man aber frühe.Cor-revial haben wil/ sosoll man aujfS.IacobsAbend ihnwem schwartze Sanderden im zunehmen deß Mondensäen/so wachst er zu Pstantzen biß Michaelis/ den setztman alßdann auß in ernen holtzern Rasten/ in ein sandigErden / und lests also im Garten stehen/ biß er gefrierenwil/sothurmanSkndmKeUer/ undgibtchneniusstsoviel möglich/ daß sie nicht ersticken/darnach imFrühlmgricht man im Garren ein Landt zu/ wo mans haben wil /und setzt dieselbigen Pflantzen zween Schuch emenvondem andern / doch soll man sich m allwege befieissen/ daßkurtzer verwesenerMist darzu gethan werde/und soll manderen nur Gieren und andern warten/ wie hiervor ge-meldrworden. Alßdannkanman l4. Tag vor IacobßCorrevial haben.

MemanMrsichkraut sottsäen/ perB

setzen / und dessen warten.

Den säet man vormittag an der Fastnacht umb ro«.Vhr/ m em gutes feistes Landt / und deckt denn dasLandr mir Birckenlaub zu / und sollen denn solche Reiseram Fastnacht Tag vor auffgehender Sonnen gehawmwerden / so soll ihnen kein Frost schaden. Darnach wanndie WirsichPfiantzen s.oder 6.Blat bekommen haben/sosoll man Stuffen oder Locher emes halbenSchuchS tieff/und zween Schuch von einander m ein gut fett Landt ma-chen/ und den Witsich darein setzen/ doch daß es «m vol-len Schcm geschehe. Wann man meynt/ daß sie auf dashalbe Thm gewachsen seyn / soll man kmtzen verwesenmMist in die gemeldre Stuffen thun/und mit einerHawmdie Erden em wenig außhacken / auff den Mist/ und untgestandenen Wasser begiessen / und wachsen lassen / mWMit Warten halten/wievom Lorremal gesagt ist.

ZVa5m man das Wirstchßraue avßftF

tzen soll / daß man den ^mrer über Wir-sich haben kam

Das soll man außsetzen ungefährlich acht Tag vor o-der nachMläaeliS/dochln vollem Scheln/nackmittag/wann die Wirsich fem trucken seyn / sonsten saulens ,mKeller / man soll auch zimUch viel Erden bey d> r Wurtzellassen / so bklbenö dejio ede. Solche soll man meinemKeller m einen Sand setzen/ doch nicht tleffer dann sie imGarren gestanden seyn. Man soll den Sand sehr feuchtmachen/doch daß das Wrrsichkraurmcht genetzet werde/sonscen faulens. Man soll den Winter über die gelbenMelker offr abbrechen / und ihnen Lufft lassen / sovielmüglichist. Man soll einen oderz.zurückbehalten/ aufdaß man solche auf den Frühling zusammen außsetzenmöge.

Aohl ZU pflantzen lmd sein M warten /

daß er schön und wohl geschmack werde.

Den Kohlsaamen säet man/ so baldtman die Erdengewinnen kan/ doch in abnehmenden Mondt / memverbrandtes und mürbes Erdreich / zimlich dick/ undwenn er eines halben Schuch hoch ist / so soll man ihnaußsetzen / wo erzu dick stehet/ doch soll allweaen emeremes SchuchS weit von dem andern stehen bleiben/und der Außgezogene wiederumb abnehmends Mon-des versetzt werden / je össter Man ihn versetzt / je schönerer wird / und sehr wohl schmeckende/ und so man so viel

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