Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
87
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Fiebern öm Durst zu leschen / nicht gnug loben kan. Er-iche sieden gantzen SaurachlMtden Stilgen m emerZackerbrühe/ wie bey den Kirschen gemeldt/ ist- zwarauch gut/ aber bey weitem mchtsokräffttgalsderroheundungesotteN.

14. Schlehen einzumachen-

Nimb 1.Theil Zucker oder Honig/ und em theil gutensüssenWein/ laß sieden biß der Wem schier verzchret/alsdann wirffwohlzeltige Dornschlehen die alle Snclhaben/darein / und laß noch ein wenig sieden/ thue dlsSchlehen m cm Buchs/ und wann die Brüh wohl gesot-ten uns überschlagen/so gieß drüber / seynd in der rohtenRuhr und andern Bauchflüssen / wie auch den Durstzu leschen / zu gebrauchen und zu essen dienstlich.

15. Melonen einzumachen.

Nnnb Melonen diemchtrechr zeitig / schneide siemianglechte stuck / und reinige sie inwendig von dem Sa-men /außwendig abervon der harten Rinde/ lege sie inguten Essw 6.Taglang/ darnach gieß wiederftisckttrEssig darüber/ und laß sie abermal s» lang darin ligcn/alsdann thu die Melonen aus dem Essig / und wann siezwischen emem lemen Tuch drucken werden / fomachei»Zuckcrbrüh / und w^rffdreMelonm darein/ siede csemkleme weil mit einander/ und behalrs in einem saubernFaßlein / dienen für grosse Hltz in bösen Fiebern / uu)Trennenden Soth deß Magens.

Bas CLXIX. Capitel^ Lsn^ctzuckerMr den Schwind^

-n überzogenen AKis/ ^

" ^ Fenchel/ i Jedes gleichviel-Conander/ ss'

Künimel / ^

Ve?>mschc dieseAuckeruntereinander/ unnd davonesse-alleMorgen nüchtern em klein LöffeleiN voll/ trmcke dar-Äuffein Nußschal voll rechten unnd guten gebrandtmWem / darneben soll man auch osst 4 oder 5. CubebcnMJRund zerbeissen/ ein weildarm behalten/ und was

«auch zuletzt dk Cubeben selber.

2. Ein andere donkeÄio Mrdie

Schwindsüchtige.

Mmb außerlesene PmiemnHlein/ 4. Loch.

Grüne außgeschelte Piftatien/; Loch.

Süsse frische Mandelkern /1. Loth.

Zerschneide alles gar klem / und thu daM pr^pa-

ritte Perlen/ em L^uintl.

Fem geschlagen Goldblattlein/ XlT.Zerlaß ein Pfund Canatienzucker in Rosen/ und em we-Mg Zimmetwasser / rühre ob gedachte 8 pccies darunter/

lccu«flum srrcii.

Z Schlechte Täfeleiw

zu machen.

Nimb weissen Hutzucker / em Pfundt.

Nosenwasser ein halb Pfunbt.

Misch es durcheinander / koch es biß das Nosenwasser«ngefotten/datnachgiessees auffein Brett oderMar-

-oderuffetn rotb Kupffer/wann sie truckenworden / haltHas Kupffernn lvemg lckers Fewer / so heben sich dieKüchlein leichMck aöff.

4. Kianuz (?^MiTäMeinmie perlen»

Nimb wetssen Hutzucker/ ein Pfundt.

Rosenwasser / ein halb Pfundt/ darin zuvor einGran oder^. Bisam eingeweicht worden/ undden Geruch davon bekommen/5aßmiteinander sieden / biß der Zucker recht an sein staktkommen Und dlckworden/ hebsvomFewer/undrühredarunter pr^parirte Perlen ein Loth oder was mchr/darnach Hieß es auffein Marmelstem wie vor gemeldt/und machdarauß Täfelein / welche auch können vergültwerden«

z Täfelein V0! d enHusie undHeiser^eiv°

NlmbschönenweissenTraganth/ legsolcheninEys-sopwasser oder Zimmetwaffer / und laß ihn darin zerge-hen/ nimbso groß als emMuscatnuß/gestossen Süßholtz/ l. Loch.

?(Lk»urn ^rzc cum, ein halb Loth.

Penitzuckerfo viel gnug ist /

Sroß alles m einem Mörsel / daß dakauß ein schönerzarrerTeig werde/ gieß auch ein Tropfstein drey oder4.AniSöhl darzu/ und davon mach nach deinem GefallenKüchlein / und wann sie trucken worden /so mmb dereno fst em par m den Mund /und laß sie langsam zerschmel-tzen.

6 Mlagenküchlein-

Nimb Canarienzucker/8. Loth.

Zerlaß solchen in Balsamwasser / und wann er/ 26üsm Loniiiicncizm gesotten/ so thue darzuLs>cc, ^rc>msr, rossr. z. z. ji«

OlZirocivn sl)!z T.

Ol. Aurr

^1>l. Lc 5oi m. orbicuji.

7 MagenMrckllttg von Ingwer-

Nimb ein Pfund iveiisen Zucker/zerlaß und siede sol-chen mit verscheume/tviezu einem Confecr gehört/wanner «n wenig erkalter /so misch darunter anderthalb Lothoder zum höchsten ein Untz/ und gieß darauß Täfeleinoder Morsellen / darvonesse Alorgens nüchtern/ dasstarcker den Magen über die Massen wol.

Z. ^omeranyen schalen zu überzuckern.

Mmb Pomerantzen oder Citronen Rinden so viel duwür/ iegesiem ftischBrunnenwasser acht Tag lang/und gieß alle Tag ander frisch Brunnenwasser darüber/zu letz t lasse sie em Weü sieden / darnach nimb sie vomFewer/ und wann sie kalt wsrden / schneide das Weissevon deil Rinden / d;e gelbe Rmde aber den langen Wegdünn und klein / leg sie em Tag und Nacht m zergangenoder zerlassen Zucker / wann sie ein wenig gekocht/mmd^sie aus dem ^ ucker / und laß sie Sun werde«. So dieses-geschchcn/ thue die Pomerantzeuschcken in ein weitenkUpfferu Fessel/ giesse darüber allgemach recht gesottenZucker als.'beiß niit einem ConfeeMffel / unterdessenaber muß der ander die Schalen in den Kessel hin undwider wannen / damit die Rinden allenthalbm durch-den Zucker -begossen und überzogen werden / es soll auchHer Zucker wol gesotten seyn / daß er sich gleich / wann erauffdieRmdeMt csnälic, und dsßunter dem Beckenem Glm gehalten werde / damit der Zucker desto bessererrrocke!^,. Auffdlese wnß mache man auch Mandel /Negelem / I»mnM Confect und derglcichen^Wrltu daßder^onfecr rauh und mcht giattsey / soltu nehmen einen'Confectlöffel mit einem engen Löchlein unnd denselbenfüllen mit wolgekochtem Zucker/ Mnd he-ch oben herabauff den Confect giessen / und das Becken ohn Vnter-laß hln und her bewegen. Wütduden Confecrroch ma-chen/ so mmb gefeylet Presilgenoderrohten Sandel/ z.»Loth. Alaun ein halb quintl bind esm em lemen Tüch-lem/ und hengöm 6. Vntz Wasser acht Tag lang/ dar-nach setz es über das Fewer biß wol erwärmet / unnd mitAejem Wassersiede den Zucker/ begehrst« aber ein bla-we Färb/so mmb.

Jndtchund

Dum.Tragaranch. iedes ein Loth.

Rohten Wein ein halb Echtmaß /Ttossedas!n^icum und c?ummi zuPulvcr/thue-esins<in leinen Söcklem/ und heng solches sechs Tag lang mden Wind / darnach wermees über dem Fewer / und ko-che damit den Zucker / oder so du den Zucker wilt gelb ha-ben / so nimb Saffran em guintlein / wenig oder mehrnachdemdeß Zuckers viel ,st/ legihnein gantzen TaZund Nacht in frisch Brunnenwasser / wermees bey demFewer/und zwinge e-s durch einTuchlein/mit diesem gel-ben Wasserkoch ebenmassig den Zucker / deßgleichen demSafftvon Kölkram/ Matigoit/ oder Saat außgeprest/und den Zucker damit gesotten / macht chn grün-

A Mtarcepan zu machen.

Leg die über Nacht.in ftttch Brunnenwasser/ scheleund stosse sie klein in einem saubern Mörsel/uNd bespren-ge sie bißweilen mit ein wenig Rosenwasser/ daß sie weißbleiben / darnach stoß zwey Pfundt schönen und wetssenZucker unter die Mandeln/alsdann nim ein runde Forn?oder Deller / lege darauffgesorimrteOblaten / auffdie-selbige aberstreich das Marcepanmuß / mit einem nasi>senMesserso dick duihn haben wüt / setz wein kleinemOftnoder Pastetenpfann/ und dieweil es backet/ bs-sprengs mit Zucker oder mit ein wenig Rosenwasser/

HH