Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
88
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L8 HW-Apottck.

darmn«iel Zucker vermisthrund üdersottenist/darmem Pfeffer / z, !och.

Feder genetzt offt bcsmchen / etliche nehmen zu emem je-den Pfund Zucker nur 8. Loth Mandeln/ und schmecktsehr wohl. . ,

t o. Marcepanwecklein.

Nimb ein Pfund frisch süsse geschelte Mandeln / legesolche über Nacht in d rstillirt Zimmet/ nnndRosen-^wasser / darnach flösse sie gar klein / mische darunter Zu-cker/^. Pfundt. Mach darauß ein Teig/ und aus dem-selben kleine Wecklem/ lege sie auff Oblaten/ undbacke^ie in emem Ofen oder Pfannen / wilru sie besser haben /so nimb an statt deß Zuckers eknltl Tafelem

sarzu.

ü ^ümmelzuckerGebackens.

Nimb das Weiß von einem frischen Ey ohn den Kei-men/ stoß darunter so viel weissen Hutzucker/ biß einsieiffe:Teyg darauß werde/ohngefehüich einhalbPfund/oder Z .Viertel Pfundt zum höchsten/ und strew auch einwenig gantzen belefnen Wiesenkümme! darein / solchen'Teyg schneid in drey odervier stück/ und leg ihn anffOb-laten/ backs alßdann in einer Pastetenpfann/ so gehet esem par Finger hochvonsich selbstenauff/ unndist gantzlieblich zu essen / sonderlich bey demTrunck.

z ^ aus Zucker allerhand Formen

und Thier zu machen.

Nimb schöne« weissen Traganth / leg solchen in gutRosenwasser/ biß er gantz vergehet und weich worden /zwmgs dmch ein leinenTuch/dessen so groß als emBon/

Vermisch mit ein wenig Limsmensaffr/ sambt Eyerilarwol durcheinander/ darnach thue darzu i s. loch Zucker /und mach ein Teiglein darauß / leg ihn auff em saubernTisch/ und knette oderwircke ihn wol mit andern gestos-senen Zucker/ wann solcher nun steiff gnug ist/ so welgereihn mit einem gerunden Holtz / und mach darauß Figu-ren / Frucht oder Gethier nach der Kunst/und truckne siem einer warmen Stuben.

rz. Bisam Confece zu machen»

Nimb schönen weissen grossen Zucker/1. Pfundt.

Niderlandisch weiß Sterckmehl/ 8. Loth.

Mach darauß ein Teyg mit Traganth/ so in gutem Zim-met oder Rosenwasser auffgangen/ thue darzu 6. GranBisam/ und formier hierauß Confecrnach deinem Ge-fallen.

14. Fu«Ler L-ebtüchlem Ktt machen»

NimbMellißzucker/ Pfundt.

Honig/i.Pfundt.

Rosenwasser /1. Pfundt.

Diß alles vermisch in einer Pfann oder Messing Kessel/und wanns über demFewe? zergangen und verscheumbr/so thue darunter

gestossen Zimmet/6. Loch;

Muscatnuß/ i

Ingwer/ / jedes anderthalb Loch.

Pfeffer/-..Loch.

Negelein ein halb Loth.

Schön weiß Mehl / 6. Pfund.

Oder so viel gnug ist/ knette es fleissig durcheinander ztteinem steiffenTeyg / und Mach hierauß mit einem Wal-holtz Küchlem so groß du wilt / drucke darauffFormcndeines Gefallens / und backe sie auff höltzen Bretter ge-legt im Ofen der nicht zu heiß/und vergülte sie mit Golt-blättlein.

15. Oder mach sie alstö

Nimb geflossen Zimmet/10. Loch;

Ingwer/6. Loch.

Cardomömlein/;. Loch.

Negelein/ dritthalb Loch.

Muscatnüß/4. Loch.

Eingemachte Citrmat/und ^ jedes K

Pomerantzcnschale klein zezschnitten/ ) Loth.Nimb ferner 2.. Maß schönen Honig /Mellißzucker 8. Pfundt.

Gieß darüber ein halb Maß guten Wcin / unnd wannes zergangen/so rühre die 5 pcciesfieissig darein/unndmach mit Weißmehl in einer Mulren so viel gnug ist/emen rechten Teyg/ wnrcke ihn wohl/ darauß schneidstücklem zu 6. oder 8. Lochen / und trucks in die Model /letzlichwievorgemeldtauffBrettern gelegt/ undimO-sen der nicht heiß gebacken / wann sie aus dem Ofenkommen / so brenne sie mit emem gar dünnen Homg-wasser.

Auffem andere )lVeiß KebtöchleiN

zu machen.

Nimb Zucker 2. Pfundt.

Schönen Honig/ein halb Maß.

Wann solcher in einem Hafen vergangen/ so rühre denZucker darunter/ laß gemach sieden/ daß er nicht an-brenne noch überlauffe/ thue darein

gröblich zerstossenZiMmet/ 6. Loch.

Ingwers. Loth.

Muscatnuß / 4. Loth;

Negelem/und t jedes 1. Loth.

Cardoniomi/ fWeissen Pfeffer/ein halb Loth.

Alßdann mit Rocken-oder Weißmehl so viel genug isteinTeyg darauß geknetten/ und Küchlein zu ic>. odermehr Loth / jedes besonder davon geniacht.

17 lLtllchemachens attsbloftemZuckeL

Nimb Cananenzucker/^. Pfundt. Zerlaß solchen mitein wenig Rosenwasser/ und wann er so lang gesottenbiß er anfangt zu spmnen/so heb ihn von dem Fewer undknette darunter so viel WeißMehl / daß es ein feinen steif»sen Teyg gebe / wircke auch daruntergGojsen Zimmet / 4. Loth.

Ingwer / z. Loth,.

V^uscarnüß/^. Loch,

Negelein/Loth.

Und mach hierauß deines Gefallens Küchleiä.

zs.Zucker<ol'ppeNi

ÄimbschönenweisseuJucker/ jogantzklempulveri-sirt/ laß ihn durch em härm Sieb lauffen/und maä? mitzerlassen Traganth in Nosmwasser einen Tcyg im Mör-sel/gantz wol untereinander gestosi en/also daß man gardünne Fladlem daraus welgern kan/wircke es auff einemsaubern Tisch oder Brett dcrauff Zucker gestrewet/ da-mit es nicht anklebet/ unndformire über eingerundcsHöltzlein die Hippcn/ laß solche aufeinem Sieb oderPapier m emer warmen Stuben drucken werden : mankan auch in das Wasser/ damit der Traganth soll zer-lassen werden/cm wenig Bisam thun / soreucht es garwol / wiltu es von Zimmet haben / soNimb zwey Theil Zucker / unvEin Theil pulvensirtm Zimmet.

Stoß mit Tragant soviel gnug ist zu einem TW /Winds über ein SteckeleiN / so wirds braunlecht wieAimmetrinde/ und schmecket nickt übel/ Kekombt atiä' dem Ma^nwohl

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