Von allerley
were besserDann ein H"'mu8 entzündet den an-dern/ und wann Fewer zu Fewer kompt/ so machtman übel arger/dann mail wil an einemOrch hey-len / und schadet an andern zweyen un mehr örternvielmehr der eingemachte Jngber bleibet im Ma-ßet: allein/ nn verrichtet darinne was er zu verrich-ten hat.Wen desMorgenSoderin der Nacht sehrdürstet/der esse cm Waffersüplein/ oder ein Süp-lein von dem geringen oder dünnen Bier gemacht.
Wer nitbalde oder leichtlich truncken werdenwil/ der esse nit viel untcr dem trincken/ dann dasEssen im Magc helt die AilStheiluilg des Trancksauff/ daß das Getrancke nicht so bald zur Blasenkommen / und seinen Ausgag haben tan.
Fürs ander / so muß er auch im Anfang nichtzu gierig seyn auffden Trunck / und zu gehlmg einGlaß oder etlichs nacheinander in sich glessen / wieetlich pflegen: Dannjehlinge Sprünge seyn nichtgut/und wer den andern jaget / der nu;ß selber mttiauffen/ unnd wer bald über einen Haussen in sichgeust/der Met bald den 5eib und das Haupt/unndmlch darnach desto zeitlicher ausspannen.
Fürs dritte so mu ß man nit manckerleyGetran-cke durcheinander in sich giessen/ bald Wein/ baldBier/ dan das macht leichtlich truncken/es sey dandaß ein Tranck den andern temperirte/ lmderte unmässigete Aiswanman starcke hitzigeWeinetrin-cket/ so mag man bißweilen einen Trunck ArbsterBicr/zur leschung des Weins unter trincken/ son-derlich zuletzt/wannszum Abzüge gehet Es soll a-ber mit diesen Künsten den vollen Säwen / die sichdessauffenstaglichpflegen / mchrSgedienekseyn/sondern guten frommen beuten / die bißweilen miteinem Reutermmck einbefthlichen werden / undbißweilen unversehens ausUnwissenhettder star-cke des Weins / Biers/Meths/ oder andern Ge-krancks einen Exceß thun/ der ihnen bald hernachvon Hertzenleydist.Die andere Epicurische Sawsinds werth/ daß sie nach dervöllerey von allerleyKranckheicen wol gepflantzerseget werden.
Vor die Trunckenhelk.
do^u-u->r,in l.cz.v'ni Lc LczuXpurilz:a
vel z°
co^usnrur cum cie-
tziczm coniilrenclam.
Dlß sollen die Apothecker also in den Apoteckenallezcit fertig haben/ dz es die ^eut abholen/ wan siees bedürffen/ wer es bedarfder hole es nur i. -loch.
Wan sich dieTrincker ln mitternachtigen Zau-dern übersoffen haben / und des Morgens Bler-kranckseyn/ nehmen sie cm Römergen o^er kleinGlaßgen voll Wein / mitwelchm: siedieKranck-heitverursachet haben/machen ihn mit diesemSy-rup süß/und trincken es auß/ dz macht sie wider lu-stig/ starcket ibne deMagen/un dieKraffte jo durchdieTrunckenheitseyn geschwachtworden. Besihe
^Li^alci.(^enr. z..^^kor.9 i.Lenc 5.
Das xvi. Capitel.Von Kellern.
Rclltt wie Z ^Je Keller sollen mnwen' lg fein sauber UN rein<>- solim ge« ^gehalten / und alle Jahr einmal frischer newerwer. Sand hinein geführet werden/ doch nach gelegen-heit eines jeden Orts / wo man mt Sand Harz damag mail frische Erde nehme::. Auch soll man sieM-der 4uff: recht wissenzu bewahren / im Som-
wer soll mail die Thüren und Fenster der Keller zuhalten/daß nit die Sonne hinein scheine / oder dieSommerhitze hinein schlage
Aber im Winter müssen sie wol verstopfft undzugehalten werden/daß keineKalte hinein komme.Sonderlich soll man die Ostwinde/die vom Mor-gen wehen/ nit hinein kommen lasseil. Wer auchviel Fasse mit Bier im Keller liegen hat / der mußalle Morgen frühe / Mittags und zu Abends/ ehedann er zu Bette gehet/etwan umb 9. oder ioUhrin Keller gehell/ und alle Fasse beleuchten/ und be-sichtigen/ob etwan emReiss zersprungen were/daßer iim bald widerumb la sse anmachen.Es soll auchein jeder guter Haußwirth einen eysernReiffe oderzween in vorrath haben/ dz er sie im nothfall/wanner der Blttner oder Bötticher nicht balde mächtigwerden kan/bald anlegen möge damit ihm dz Biernit inBreck lauffe/auch soll man dieFasse sein reinhalten/daß sie nit schimeln/ und sie mit einem Hat-ter allenthalben fein rein abwischeil / sonderlich 0-ben umb den Spund/und unten um dasZapffen-loch So muß man auch allezeit fleissig zusehenund verschaffen/ daß dz Bier nicht wahn liege/son-dern so bald man oben imSpundloch mercket/dassichs niedergelassen / soll mans balde mit andermBier wider füllen / unnd die Fasse allzeit voll hal-ten. Bißweilen kommet daß Wasser an etlichenDenen: sonderlich da die Keiler demWasser naheseyn/m die Keller. All solche:; Oertern müssen die^ager also gemacht werden/ daß sie gewiß/ und dieFasse sein hoch empor liegen/ d; sie daß Wasser nieerreichet/ sonst faulen die Reiffe/ und dz Bier wirdwässericht. Doch kan man auch den Kellern dasWasser wohl nehmen / wann man um den Kellerzurin.'S umbher eine Grube machte / und sie mitSeiffensieder Asche wider ausfüllet / und fein di-cke in einander stampsset / und müste solches auchinwendig im Grunde unnd auffdem Boden desKZlers geschehen / und einer Hand dicke untenauffdem Boden fein dichte cingetretten werden.
Das XV: i Capitel.
Vom Mech.
^^lecbum,^iu!suw,istsoeiN ?viecZs,
tranck / den man braucht M Ersetzung desWeins/wo ma;i keinen Wttn hat/deßen sich auch .darumb die Seprenrnonaltschell Lander zum met- ^sten gebrauchen/darinnen es auch vielHonigS ha-t/sie machen ibn aus Wasser/und koche»: das Was-ser mit ein wenig Hopffen / daß es besser dauret/wie das Bier - Oderauch wol gar ohne Hopffen.
Sie thun auch em wenig Sawerteig dre:n / manthut auch bißweilen allerley Gewürtz drein/ alsCinamey/ Saffran/Galgan/ oder auch Krämernach eines jeden Menschen Gelegenheit darnacher gesund oder Kranck ist/ oder was einer sonstengerne drinnen haben wil/und dz heist man darnach, unnd l^ippvcrarica poculz,mociv n-on Dieser ist gar ein gesun^
der guter Tranck und dawert lang/wann man ihnnur wol und lang kocht/ (dan wan er noch wth/unnicht gnug gekocht ist/ so richtet e: grimmen unndVerstopfung ln deinncrlichettGl:edern an.)Jre/wann man ihn nut gewurh lind kralltern/ so widerdz verfaulen dienen/ zunchtet/ und wan erabgego-ren/) V^onat lai:g cmFasse wol verwahret un ve?-spundet liegen bleibet/ und nit eröffnet/ auch nichtsdavon gemmcken wird. Wann