46 Das ander Buch
Wann man alsdann darzu den Zuber braucht/ müssen oie Faß nie wahn / sondern voll seyn / daßund wol damit sieden lest/so ist er gut für das Ste- er sich im führen nicht so sehr schüttelt oder rüttelt/chen und Grimmen des obern Eingeweydes / für dann davon verdirbt er sonderlich im Sommer/die kalte Kranckheiten und Gifft: thut man Aland und laufft sehr aus. Jedoch wann man ihn als»nein und Eysop / welches peäioralia seyn / Item geführet/so thue man bald darnachNelcke unJng-Nelcken / so ist er auch gut vor alle Kranckheiten: ber/in scheiblein geschnitten/ drein / das bringet ,hnAber doch sokl man diesen massig brauchen/sonder- bald wider zurecht. Es müssen aber auch die Zapf-lich was hitzige 5eute und noch jung seyn. Aber kal- fen verhawen/und oben die Spund fest eingeschla-fen beuten ist solches Melh lesut^d/ als den Alten/ gen und wol verwahret und versiegelt seyn / uni^dItem den po^sAricis, cA!cu!0li5,ee^2!lci5>x)u1- muß allezeit jemand trewes darbey seyn/wan manmczniacis, undHie den Schwindel im Haupt ha- solch herrlich Getrancke fort ftihret/dan die Baw,ben/dann er ist viel besser und kräfftiger/ dann der ren und Fuhrleute sind bißweilen schlimme Trö-Wein / weil aber der Honig viel Windes macht ge/sielassens nicht/sie fauffendrauß.mußdaßstarcke kochen ihm dißbenehmen. Besihe weiter des Herrn Heinrich Knausts/Wer Mch auff Wagen fortführen will / so beyder Rechten OoÄons,Bücher vom Brawen.
Ende des andern Buchs.
Bas Dritte Buch.
Vom Kochen,oder
genandtt
An den Leser-
Hristltcher lieber Leser/in diesem Büchlein/ hab ich Reichen und Ars
,men dienen wollen.Ein armerStudent hat keinWetb/ keineKöchin/keineMagd/vermag auch nicht so viel / daß er sich hin in die Kost verdinget: Cm armer Schut-meister oder Prediger hat bißweilen ein böß capu c al^o^xinen bösen Teuffelekopff/oderböß Weib/die jhm nichts kochen oder zurichten will/dem habe ich nun MttdtescmKoch-büchleinauchdienenundsoviellehrentpollen / daßerjhm etwan selber ein GmchtlcmZugemüß im Nothfall zurichten könne/oder ein paar Pfund Fleisch kochen / ot er bratw>Gehe nun hin du heploser Verleumbder / läster und schmehe wie du wilt oder kanst/ undsprich/der Cöler muß nichts anders thun dann nur auffgute Bißlein studtren. Da fra-ge ich nichts nach / ja mll meinem sechsten dienen / weil ich lebe / wie undwvnm kchMerkan oder mag/obs gleich dir nicht gefällt. Hastu lange-Ohren / so behalte sievor dich undbrauche dein Eselsgeschrey gegenjedexe / weil du kanfl/undlaßmich in meinem Vorha-ben zufrieden» Dienet dirs mt/so laß es den brauchen/dem es dienen kan. Denckestu aber/daß ich sonstenmchts andere mehr kan/ so komme zu mir/ und besiehe/was ich vor mir ha-be/sowirstu daß wenigste von diesen Dmgen finden/ und im Werck erfahren/daß du mirso gewalk und unrecht thuest / und daß ich mit solchen Sachenumbgehe/ der ich mich vorkeinem ehrlichen Mann schämen darff. Ich trage memer Sachen keine schcw/nach demSprichwott/Thue recht/schewe niemand.Reuch du in deinen eygenenBusemda wirst«genug zu reformiren finden/daß du meiner wol vergessen wirst. Thue dich hlermitChrist-Sichm 4efer in Gottes Schutz/mich aber in dein andächtig Gebett trewlich empfehlen.
rien verführet bißwellen einen » daß er
Das I. Capitel. im schreiben zu weit gehet.
. Also ist mirs im andern Buch mit der Merar-
Won der Ordnung im Schreiben» beit auch gangen/daß ich in Bramenwein/Essig/
allerley Bier/Keller/ Trunkenheit/ unnd andereik^An pfleget zusage: !^on eli sgpicciz cji'ccle, Sachen mehr unterdem Schreiben gerathen bm/purarZ. Einkluger/ weiser/ verstandiger und derentwegen das Ende des andern BuchsMan soll nicht sagen/ lch hms nicht gedacht: Aber kaum habe finden können / dann wann man dendem sey nü wie ihm wolle/ es sey einer so klug als er beuten dienenwil / so diene man chnen gleich sowolle/wan er auch zwey Angesichter hettc und hin- mehr völlig/als halb/mit beyden Händen/als nureer sich und vor sich sehen käme/ wieder lanuzund mit einer.
hundert Augen hette/ wie der und hundert Nun hab ich mir auch ein Kochbuch zu schrei-Hände/ wiederürjarcjuz, sokansdochsogenaw ben vorgenommen / darvon ein gliterMannge-nitzugehen/es fehlet ihm die Kunst/und die Make- sagt/als er es erstlich gesehen/Ho/ dz kan !M meine
Köchin