44 Das Andtt Buch.
cMley schände und Laster folgen muffen/unnd zu ^rium p^emm , oder henge einen Ametist an/
jederzeit dahin trachte/daß ein Haußwirth/so ferne biß auffden Nabel / davon hat auch dasselbe Edel-
er anders Glück und Sege zu seiner Nahrung ha- gestein seinen Namen. Besihe auch
ben will/in GottesHuld midGnade bleibe/so wird <üenr. 2. äpkor. 1^.
seine Nahrung wol fortgehen/und er wird mit den Oder nimb rothen Kohlsamen / zerreibeihn/
Seinigen feliglich leben und sterben können. und geuß einen Löffel voll bitter Mandelöhl dran/
Möchte hicrjemand sagen/ hatmansichdoch rühr es umb/und trincks also hinein. DasOehlVorzeiten auch voll und truncken getruncken/Qcn. schwimmet oben im Magen/und helt die vap ore54z.Z4.L2Ncs.l.lvK.^o.Stehabenebesowemg oder Dünste auff/daß sie nicht hinaufin den Kopfrechtdran gtthanalsdu. Darzusoseyn sie nicht steigen/und truncken machen können.Besihe^li-solche Saw gewesen/ wie unsere Leute/ diesichsö ^lcj.Lenr.i.^^Kvr.c,^ Lenr.2..^^Kor z/.voll sauffen/daß sie es offtmahlitwidergebenmüs- Diesesthmauch^laZitterjumper1i»rum,walisen: Sondern sie habe nur aä Kilsrirareln getrun- man dessen ein wenig trincket/ wan man truncken>Len / wann sie ftölich worden seyn / sohabcnsie ist/so schlegts die die sonsten hinauffindeauffgehöret.Oder seyn unversehens und wider ih- Kopfsteigen/alle unter sich/ und wehret der Trun-ken Dancktrunckenworde/wie Noe Qen. 9. v.^i. ckenheit/Ite/der Geruch blawerVwlen Larrko!.
Möchteeinerweikersagen/chunsdochvielLeu- schreibet f. dzdasEdelgestein
ke/auchgroffeHerrn/ vornehme/ gelehrte Leute; n^lius genand/ vordie Trunckenheit gut seyn soll,
basist so viel desto argez/öcmulrorumcrranclum Diß schreibet er auch vonderWermut 1.17.c.l2
non x'Änrerrorl ^arrociniuni. wannman nüchtern Wermutbier trincketJtem/
^larcus. .. ^ ^nroniuz schreibet ein<zantz Buch/von sei- von^ecküe oö Adlerstein/c.i^ c.iS». So soll auch«iccroli. tterSeuffereyundTrunckenheit/wie Myrrenblüte/ Myrren und zerknickte RautegutSohn hat bezeuget / damit er seine Trunckenhett hat darsür seyn. Etliche trincken frühe nüchtern MilchTrunck" ftchs beschönigen und verthedigen wollen:AberLic<?l 0- oder Waffer einen Trunckoder drey. WervomW in Sohn K4arcuz hatmit sauffen überihn ftyn Wein oder sonsten truncken gewesen/undihm desaussauffen wollen/un hat pflegen zween Lon^ioz^sechsMaß andernTags davon sehr übel ist/daß ihm auch einekönne». Wein / auffeinen TrunckoderSoffauszusauf- Ohnmacht zuhänget / der trincke nur warmenfen/ ein Longius sind schier drey Wittenbergische Wein. Item/ nimb Jimettrinde/Muscaten/Cu-' Kannen. Zwene donZü sechs Wittenbergische beben/ Galgan und Muscatenblüte / mache einenKannen Wein / das mag ein stattlicher Soff Clarct davon/und mnck ihn. Jtem/Jngberundseyn. Wiederl-aÄanriuz. loäannez Locjiciuz Ouittenfaffk/ln einer MaaßWeins gesotten/thueiiLvlLnllz, I^surearuz, der Soff Zucker drein/un seihe es durch ein'tuch/un trincks-mit einem Edelmanns umb ein gülden Rinck/ Ich weiß einen guten Theophrastluer/ der all-ein gantz Bornkanne voller Bier meinem Soff zeit/wannerimWeinzuhartgezecht/ aüffdenA-herWS/das er den Ring im Maul behielt. bend/ehe er zuBette gieng/einegutt Tttmck ftisch> Nun muß ich auch ein wenig von der bösen Bronenwaffer trnncke. Wan auch ein rrnnckenerWelt Tücke und Griffe sagen / wie sie btßweilen Mensch des Abends / ehe dann er zu Bette gehet/ewander truncken machen wollen/ unnd wie man Ouittcnbrodiffet/sonderlichdaCubebe!:/Fcnchel/der Trunckenheit widerstehen soll: Nicht aber der Anyß/und andereSachen innen seyn/die denMa-Meynung/ daßmandaßbösethun/ oderdemsel- genschlieffen/so schleust sich der Magen/und thutbigen folgen / sondern das man sich dafür hüten/ einem folgendes Tags frühe das Haupt nit wehe,und das böfe meyden fol. Wer hart im Wein gezecht/unnd des andernTruncken z>, Wann bißweilen die Bierbrüder einander Tagessehr kranckist/ der nehme kXciäonio-machen mlt bald truncken machen wollen/ so thun sie Flieder- rum vncl35).^^u-LLinamc)miuncl»mi.^li^
Fttderwasscr. Ui Wein. cc, Larkaulius.
Das thun bißweilenauch vornehme Leute den Dasbeste Kemeälum Wider dieTrunckenheit Kemeäium
Bawren / Fuhrknechten uiw Kutschern in ihren ist/ wann sich einer brechen kan/ dann das bringet ^ ^
Hochzeiten / daß sie sie desto ehegelosen / unnd zu alles übrige und böse aus dem Magen: Wer sich
Bettebringen Dann man schlefft sehr darnach, abernie brechei;kan / der trincke Kofent oder kalk '
Doch muß man des Fliederwaffers nicht zu viel Waffer/ wans nur der Magen leiden will/ dann
drein thun / fönst ists dem Menschen schädlich, diese Dinge lindern des WeinsHitzigkeit/un hin-
Btsihe dein. z. ^szkor. IO. dern die Volligkeit/darnach soll man sichzu Bette
Item/ wann man in eine Tonne Bier ein halb legen/ wol ausschlaffen/ Und das hinderstellige im
Nöffel Brantewein geust/und lcsts damit gehren/ Magen durch des Schlaffs warme vollend ver-
so inachts auch bald truncken. Der Wcin gibt kochen und verdawen.
subtile l^inrus, das Bier aber crsilQzsjiirttuz, Etliche wollen den Trunck auslauffenM aM-
drumb thut einem des andern Tags der Kopff danhen/ etliche Haltens für ein gut Recept/ wann
vom Weine ntMso wehe/als vom Bier. man des folgeren Tages wider ansehet zu sreffen
Trunckechetk Wcr mit Vollsauffern umbgehen Muß/ unnd und zu sauffen/richten aber damitwenlg aus/ und
zuvercrei- voinhncn KUlN sauffen gezwungen M'rd / der effe thun ihnen auffdieseWeise mehr schade dan from-
den. h^tere Mandelkern/so mrd er nicht truncken/ memWan aber der Leib zuvorvom übrigen fressen
alleii^ daß er offl recici-re n muß. JteM/ und fauffen erlediget/ und darnach ein wenig eM-
brauche vlmm lnl^kunz oder brauchedes Mor- cirt und geübtwürde/nwchee einenvie-lleicht etwas
genscineirLoffelvollfußMandelöhl / odereinen mehrfrommen. Etliche trincken desMorgens
Löffel voll oic-u.n 0 varum , auffteutsch Oliven- Brantewein/Uftd wolle damit die cmciicatL. ven-
ohl / oder effe Oliven mit Brodt / oder brauche rriculi wegbringen/ aber ein eingemachter Ingber
were