68 ' Vom Brachu".ond
sie die Gu'ft bald auß. Wenn mancwe UbendigeKröt^
n; Oeyl ftlld / biß :n ihren Todt / u».o mu demselbigenOeh! darnacd d-e^orpbe»m bescloet/oder beschmieret/jdheiletsie dcsftlbige. Esistc>r.vlolsiliLÄ eine unna-türliche Befleckung der Haut / wie die döse flecken seyn/ist schier wie ein Außsah / doch ist der Außsatz im Fleisch/aber nur M der Haut. i'Kesplnaliu s ?s> z.
ccls.iu llb, äc vermibu5 ca^. z. Lc/.L^irol.
7.c.6s.
VOttVmzmen.
Baume wie Etliche Leute/und sonderlich tue Meißner / pflegen insie im * diesem Monat die Rinde an den Bäumen / biß auff denBrachmo- Stamm oder das Holtz Mit einem Messer auffzureissen/nat in acht daß die Stämme desto dicker werden / sie pflegen auchzunehmen, sonsten junge und alte Bäume in diesem Monat zu be-schneiden/ wenn der Weitze blühet / acht Tage vor oderacht?.ige nach ^.ulcisriciTag. Dennnunhatsich derSaffc in alle Aeste getheilet / und dringet nicht mehrdurch die Aeste/ die man chm abschneidet / verwunmertsuch balde wieder hart und schön zu. Ich hab aber dro-ben gesagt/daß eö etliche im Februario / etliche aber imMartto / etlicheimAprillthun/aberzurselbigenZeitdringet der Safft zu sehr durch die Stamme. Daß sieoberm diesem Monat so bald wieder zu wimmern / ge-schieht wegen der holen Winde / die nun anfangen zuwehen. Essindalleö OKlervariones und Auffmerckun-gen. Die ttortulzm oder Gertner stimmen mit densel-ben selten überem. Ich halte es selber imIunio am be-sten zu seyn: Wewol ich der Baume selber nicht schone/fondern schneide allezeit die Aeste der jungen Baume ab/in welchen Monden auch ist/ sonderlich wenn ein kühlernasser Sommer ist / und befinde es den Bäumen nichtschadlich/wens nur bekliebene junge Baume seyn. DieSchösserlmg / die unten und mitten an den Stammenoder Wurtzeln außwachsen / die schneidet oder brichtman allezeit ad / so bald man ihr gewahr wird/denn sienehmen dem gantzen Baum seinen Sasst / Krafft undVermögen/drumb manö auch Wasserschösserlmg nen-net. Manpfleget auch etwan z.oder4.Tagevorodernach Uldarici die krancke Bäume zu curiren / wenn derWeltze blühet/wie im s.Buchamiz.cap^ der Oecoao-rniT weiter wird angezeigt : In diesem Monat kan manihnen auch zuraderlasien/wie droben lm Aprill/Titulo/von'Baumen angezeiget wild.
Umb diese Zeit sind die Regen den blüenden Wein-stöcken am allergefahrlichsten und schädlichsten: Dennsie nehmen nicht allein die Früchte weg / sondern machenauch d.ch der Weinstock folgende etliche Iahren nach-einander sehr unfruchtbar ist/ sonderlich wenn der grosseHundsstern im newen Monden / und der kleine Hunds-stern i.n vollen Monden / Mit der Sonnen ausgehen.Lardanus.Vcsihe den December vom Christtage.
Vsn)Veifcho!y.
Iumus und Julius treiben dasWeinholtz zummei-Wie man sten und besten herauß/bch auffLaurentii / darnach hörtmit dem es auff zu wachsen. Vor den Mäyenfrösten laß dasWemholtz Wemholtz beschneiden / und bedecke es mttem wencgumvzehen Erde/biß die Fröste vorüber seyn / darnach heb es femsoll. mehlich wieder auff / daß du die Augen nicht abstössest.
Ungehefften Wem schaden die Fröste weniger/ dann dengehessten.
V<m Rettigjamen.
Inder marck zu Brandenburg säet man Rettrchsa-men den nechsten Tag vor Corpora Christi/da wächst ersm besten. Aber m'der Schlesien thut man solches am
Iohannis Abend.
VomRockett.
Wenn die saure Kirschen nicht wol gerahten / so ge-räht der Rocken auch nicht wol. Doch ist diß nicht allz^twar/ denn i ^ habe das Wiederspiel Annoi/yl erfah-ren .Bißweilengeschichts gleichwol» "
wassii:wr.cken
Regen schadetdenWeinstö-cken imIunio.
Von Kü'sthcn.
8i cerslum'co^?tl!,s,ribi contcrr oi2nä>^ äoNS,
llomacbum.uuclcus c>bl rolilk.
t-jluc mei,01 ro^ci ccir^oic
Wenn man Kirschen isset / und die Kernen mit ze>5- ^^^beisset/und sambt den Sckalen in den Leib ifset/so relm- 'gen sie deu Leib. Die innerlichen Kernen zerbrechen den '
Stein in Nieren und Blasen. Das Fleisch von Kirschenstarcket den Menschen/und macht fett / und ein gut Ge-blüt. Drumb haben auch die Sperling / welches rechteKirschenfresserseyn / umb dieselbe Zeit grosse Leber.'».
Alle süsse Kirschen seynd gesund / schliefsen den Magen/und machen daß er desto besser dawet.
Erdbeeren.
Rote Erdbeer und S.Iohannlsdeer / hat Gott son- Erdbee?derlich geordnet auff die warme Tage / daß sie demMen- MS Iohan-scheu kühlen sollen/doch dieIohannisbee lein mehr denn msbeer wordie Erdbeer / darauß man auch sonst ernen feinen Safft M sie dien-einmachen/und zur Eintunck bewahren kan. Die Erd- llch'beer rein gewaschen/ und Wein oderMalvasier drauffgössen/ Zucker drüber gcstrewet oder Zimmetrinde / soüumb diese zeit kein ungesund essen seyn / denn sie leschenden Durst/stnd dem Magen gesund/ und temperen denselben durch ihre Warme u>nd Mlt. Erdbeer soll mannicht nach der früe oder Abendmahlzeit esse/ sondern vorberFrüemahlzeit/oder Nachnnttag bvi-3 z.
Geuß vini ausfErdbeer / undzeuchsher-
über: Darnach geuß das herübergezogene wie auffan-dere frische Erdbeer / und zeuchs zum andern mahl her-über / Zc l>c cleiuce^>s das ist schwängern Weibern emtreffkch gm Ding.
VonSchoten.
Die Schoten sambt den Schalen ftind beyde nichtgesund/sonderlich die Haut/so über der Erbsen ist/ dennsie machet viel Winde/ blehet den Bauch / und bringet ^das Winden im Leib / doch kan man sie leichtlich ver-dawen / und seynd emem gesunden Menschen nicht fastungesund / allemwer den Stein hat/ derhütesichfürSchoten und Erbsen.
Wenn die Rostn blühen / sosollchmeinHaußwirth Rosen die-viel Feldrosen eintragen lassen / daß er in seiner Hauß- nen viel inApotecke/Rosemvasser brenne: Es sind auch sonsten ihre Artzney.Blumen / Samen und Bletter zu vielen Artzneyen sehrdienstlich. So kan man auch davon Roftusafft/ Rosen-syrUp/Rosenzucker/Rosenlatwerge/Rosenessig/Rosen-honig/Rosenöhl/Roftnwein/Rosensalbe/ und andereSachen Zur"Kühlung macheii/^.ui. iuniu.
Vonde^^cfertt-
Wenn die Rosen blühen/so finden sich die Kefer häuf- Keftr wensig/und thun der Mast grossen schaden/ denn es durch- hie komenfrist Eicheln und Buchen / verdirbt schier alle Mast/daß was fürnichts bleibet. Drumb soll man umb und vor dieser Zeit schaden siesieissig beten/daß regenkompt/ der kan ihnen lecuucwm ^hun.
stewren und wehren/ und dempsfet auch die Rau-pen / d:e umb diese Zeit an den Bäumen umbher kuc-chen /daran spinnen / Bletter und ^Obst verderben / diesoll man nur Stroh herunter brennen/und sengen/ daßsie weg kommen.
VondenGchlen.
WerQ!ezaußdcn , und andern na-Äehl soll
türlichen Dingen bringen will / der übe d-ß Werckim un ImnsIunio ui.d Iuliv zum meisten. Denn m diesem zweyen und Iu!u>Monaten findest» zehenmal mehr Oli- nn den V i- ^cra- extrahiretiiilidus , als m den andern Monaten deß gantzen Iah- werden,res.
Vo tl <0 0 lu - k berbec: Krrau ch e der F!ic-
derbeerstra.'ich.
.Wenn und wie der blühet / denn und so blühet auch Blütvonder Wein.Zu dieser Zeit soll man die Blüre vom Fleder- Holunderstrauch einsamblen/ und m-xiic^mcnrZ drauß machen/ oderFlie-widerdas hcckgDing/oderS AnthonlusSeroer/^n-- derbeer-buci samku^i lunr nielioi^z. Item im Herbst strauch sollmacht man emen guten Wem auß dieserVlüte/ davon man samle/in meiner welter Nb,4,c./o.5vl,129 Best- wo zu?;e
heauchUb.iL.c.iIZ. ... . dienstlich.