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Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
Allerhand vielfarbige Blumen zumachen / schreibetder gelehrte Italiener 6iovsnniöottcroncIIa krima-vcrs Lsntoll. so!. 57. folgende Verse :
?lAlia «ji vsrie plante Semeclett«,
6i vasie plante oico, ezusnto al koreSerrapoicjiunin un pe^ettocon czuella lor?a, cke patrai maZziore,c poni cc>»i tutti in un terreno
morbiclo e xrallo, c in v->Z<? lito ameno,In brevc tempo, uns mcäelilns pisntspro6urr«i tior » 6iversamentetinto.
Das ist: Nimm allerhand frischen Saamen/ von un-terschiedlich gefärbten Blumen/bind sie fest in einTüch-lem zusammen / und setze sie also in eine gute fette Erd-den/ und setze sie an einen guten lüfftigen und sonnech-ten Platz / so wirst du in kurtzer Zeit allerley vielfarbigeBlumen sehen.
c>?. cxx.
Wie der Geruch zu ändern und zu verbessern.
Ann eineBlumen schon dieAugen erfreuet/doch'die Nasen belästiget / so ist sie wie ein schönerMensch mit einem stinckenden Athem / denman zwar gerne sihet/ aber ungerne in der Nähe hat /oder viel mit ihm reden und handeln mag; und diesesan den Blumen zu verrichten / muß vorher der Grundgebessert werden/ also soll man nehmen Schaas-Mist/den in Essig einbaissen/(sagt?, keresnuz) darinnBi-sem/oderZibeth/oder^mdrs gepulvert und rcloi vin ist/so werden die darein gesetzten Wurtzen den Geruch ansich saugen / und damit ihre Blumen mtuncliren; nochkräfftiger ist es/ daß man die Saamen selbst zwey oderdrey Tage in dergleichen wolriechenden Sacheneinweiche / weil sie nicht anders als diesen Geschmackin sich imlzidiren können/ und solchen hernach dem san-ken Gewächse mittheilen.
Er erzehlet auch / wie ihrer Societät ein ?->tcr,dieTürckischen stinckenden Negelein/dergestalt/ zu einemlieblichen Geruch gebracht hat ; weil ich aber diesesschon oben im 102. Capitel ausführlich angezogen/willich den günstigen Leser dahin gewiesen haben.
Etliche (sagt ?. kcrrsriu» ferner) haben Sctoni-esm curonsrism. die Carthäuser-und Stein-Negele /mit einem kleinen Pfriemen in der Wurtzel etwas ein-
gebohrt/ und gepulverte Gewürtznegele hinein gethan/und wieder vermacht / so haben sie (wie jederman be-kannt) gleich wie die andern Regele gerochen; also kanman auch andere Negele noch lieblicher riechend ma-chen/ wann man sie aufbesagte Weise mit einem an-dern gepulverten Gewürtz verbessert.
Also können auch/ durch auglen oderpeltzen/ dievielblätterichten Rosen/ Lenlitoiis, die sonst schlecht-lich riechen/wann man sie aufwolriechendeRosenstöckeäugelt / verbessert werden/ und je öffter dieses wieder-holet wird/je einen edlern Geruch sie überkommen.
conlisntinus üb. 12. cap. 19. sagt/wann man einenRosenkrantz zu ihren Wurtzen legt / und mit Erdenüberdeckt / sollen selbige Rosen viel lieblicher riechen:Dis soll auch geschehen/wan man starckriechendeDin-ge nahe dabey/alsZwibel oderKnoblauch pflantzetzdasaber ist die Warheit / daß an trockenen dürren Ortenalle Blumen bessern und stärckern Geruch haben/ alsan den feuchten/ daher auch die in Egypten wachsendeRosen gantz unriechend/ hingegen aber die in der Pro-vinz e^rcnc überaus lieblich riechend seyn sollen / weildiese von der Sonnen sehr ausgedörret / jene aber/durch d<s Niws Überschwemmungen/ sehr befeuchtetwerden.
cxxl.
Wie die Blumen dicker und grösser zu machen.
Iewol viel im Werck erwiesen / daß diesesthunlich und möglich ist / so ist es doch bishereine Geheimnus geblieben/ und hat keinerdem andern sein Experiment recht entdecken mögen/daher dis nur zu errathen ist.
?. kerrarius sagt/ wann man will / daß die Anemo-nen sollen dicker werden/so muß man denSaamen ausdenen Blumen erwählen / die weder zu frühe noch zuspat blühen/ und weder von Kälte nochHitze sind ange-fochten worden / dann diese bringen den edlesten undkräfftigsten Saamen / und zu diesem Ende werden nurdie schönsten und vollkommnesten Blumen aus derWurtzen gelassen / die untüchtigen aber/ damit mansich nicht selbst bekriege/alle abgebrochen; dieser Saa-me drey Tage vor dem Vollmond abgenommen undgesaet/ sollen diesen LKeQ thun..
Andere wollen/ man solle unter den schönen Blu-men einen Tag vor dem Vollmond eine auserlesen/dieman glaubt/ daß sie des folgenden Tages als in -liepienilunii, ausfallen werde/und wann dieses gesche-hen/soll man diese Blum stehen lassen/bis sie Saamengetragen / den zeitigen Saamen im Vollmond able-sen/ wieder im Vollmond säen/ und gleichermassen imVollmond umsetzen/ und auf diese Weise sollen alledünne und einfache Blumen gefüllt werden.
Eines andern scharsssinnigen Blumen-LiebhabersMeynung ist : Wann man/ von was Blumen es sey /die Blumen/ehe sie ausfallen/abbreche/und im Voll-mond versetze / ein wenig vor dem Vollschein/ undhalte sie im Schatten / bis sie einwurtzen/ so sollen sieohnfehlbar schön vollkommen / vielbättericht und dickwerden.
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