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Th. 1 (1716)
Entstehung
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864
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^ 864 Des Zldellwen Lan

! ren können; wann aber der Himmel trüb mW Regen-

! flüssig ist / muß mans an einen warmen und trockenen

^ Örl bringen/bis es wieder stille/ schön und heiter wü'd/alsdann wieder in die Luftt hengen. Zu Zeiten kan dißWerck in ein paar Monaten/ nachdem das Gewitter/vfftmals aber wol in einem gantzen Jahr/ oder langer/nicht gar vollkommen/zu seiner Verfertigung gebracht/werden.

DieZeichen/ daß dieses Werck seine Vollkommen-heit erreicht hat/sind diese: Die schleimichte auf demBoden ligende Materia fanc^ an hoch aufzuschwellen /der Spiritus unddasHäutlein verlieret sich allgemäh-lich/die gantzeMateria wird dick/und imGlase erwach-sen von der Sonnen kek?<5Uon subtileNebel und Aus-dünstungen / die sind ein Vorbott der bald erscheinen-den Blumen ; welche Figur ader Gestalt des Gewäch-ses noch zur selbigen Zelt/ohne Farben/allein schwebet/wie eine reine Epinnenwebe/ dieoffrauf-und nieder-steiget/ nachdem die Sonn starck wircket / und derMond imvollenSchein stehet.

Endlich wird aus aller dieser am Boden des Gla-ses sich befindenden Materi und^piriru ein weißblau-lichter Aschen / und mit der Zeit aus diesem der Sten-gel/ das Kraut und Blumen des Gewächses/ davonder Saamen genommen worden / welche aber nurerscheinet / wann man das Glas zu einer Wärmebringt/ deren hingegen entzogen/ wiederum verschwin-det /" so offt man durch die Glut die Warme wieder-holet/ so offt zeiget sich auch das Gewächs / und wo-fern das Geschir: wo! verlutirt bleibt/ währt es im-merdar also

Dergleichen pkoenomenon beschreibt auch vorge-dachter Hm vobr-enskx am vorigen Ort/ daß manin einem Glas einen gantzen Tannenwald also vollstel-len könne: Man nimmt des gemeinen weifsen Terpen-tins anderthalb Pfund/ thuts in eine ketortsm. legteinen grossen weiten kecipienren an/ und verlutirt dieZusammenfügung nicht/ nach Unterschied der herüber-gehenden Oelen/und cliküiirts also per srensm ; ausdiesem Terpentin nun ckKMirt man Lpiriru» 5c vieizetkerei ein halbes Pfund / hernach wechselt man denkecipicnten ab/ohne daß man die ketortsm bewegt/vermehret das Feuer/und ziehet ab zwey Untzen gelbesOel; alsdann nimmt man die noch mittelmassig-erhitz-te Ketortsm , darinn die überbliebene Materia sichnoch im Boden ausbreitet / geschwind und ohn Ver-zug weg /doch daß man acht gebe/ daß dieses Glasdurch gahe Abwechslung der kalten Lufft nicht zersprin-ge/an dem Ort aber wo die Materia im Boden Verke-imten noch übrig ist/ streicht man mit der flachen Handsubtil und gemach übersich und nntersich.

Und wann nun die Materia gantz hat abgekühlet/wird man nicht ohneVerwunderung undGetöse sehen/unzähliche Tannenbäum Herfür kommen mit vielerleySpalten und Zerschneidungen der gantzen imGlase li-genden Materi/ mit dieser Proportion, daß die erstge-dachten Spalten und Zerschneidungen einen gantzenTannenwald vor Augen stellen/daß die grossenSpal-ten die Stämmen / die mittelmässigen die Aeste / unddi? kleinen die Blatter und die Früchte weiftn. Wasaber an derMateri gantz bleibt/ und nicht zerspalten ist/macht ein Sp^cium zwischen denBäumen/ und istvordie Äfft zu achten.

"UNO Held-Lebens

Noch ein schönes Experiment, jv sich hieher Nichtübel schicket / muß ich aüs des Welschen Jesuiten k.krNiLclco I-ana, ?rociromo oder i^ZK'o xjj AlauneInvenlioni nuove, premello all arte maeüra. !m-

prels. in k!rc scia 1670.am?5.Blat/hichn «Kziehen/wiefolget: Nimm/ was dir beliebt/ für ein Vezelstziie ,doch nur einer und nicht mehrer Gattung/ verbrennees zu Aschen/ dieselbe laß im Master sieden/ daß es einescharffe gesaltzene Lauge werde. Darnach schöpffe dieklare Laug herab / und wirffdie Aschen weg/ und setzees im Winter zu Nacht für das Fenster / daß es ge-friere. Betrachte hernach dasselbige Eys an seineruntersten 8upcrkcie , so wirst du daselbst finden dieeingedruckte Gestalt des Gewächses / davon derAschen genommen worden/ nutAesten/ Blättern undFrüchten ( wann sie mit sind zu Aschen verbrennetworden) so ausführlich und so künstlich/ als wärees von dem fieissigsten und besten Meister in Kupffergestochen / und dis gehet in den hitzigen und bitternKräutern / weil mehr Saltz darinnen steckt / auchbesser und glücklicher von statten. Wer mehr derglei-chen wissen will/ der besehe in diesem sechsten Buchdas 42. Capitel.

Und bey dieser Erfindung erinnere ich mich/ was?,öoreiiuz Lcnt. I. Obi. 9s. erzehlt/ daß als einsmalseinem/dem so erschrecklich die Nasen geblutet/und manihm auskeinerley Weise das Blut stillen mögen/ einMittel sey dafür folgender Massen gegeben und appii-ciret worden/als ein zerstoßenes Kraut/ und ein Was-ser in einem Glas / also daß er das zerquetschte Krautauf die Sohlen und die Pälme der Füsse und Hän-de 24. Stunden hat legen und also darüber lasten müs-sen/ Item teliiculi eju» msnrili squü tritzicl^ msZeis-Zo involvencli crsnt.Und in die Naßlöcher hat manvom innersten Theil der Zwisel/ gleichwie ein Zapfieinsormirt/ vorher in dem beygeschickten Waster gewei-chet/ stecken müssen/nachdem man vorhero dieselbenmit eben diesem Wasser gereiniget hat/ und so sey einerwünschter Kss-Ä darauf erfolgt; daher sey v. So.rcilus begierig worden/ dis ärcsnum zu wissen/ undhab er etwas von diesem nicht gar zu wol zerflossenemKraut/ und auch von Wasser behalten/und befun-den/ daß beedes das Kraut Brennesseln/ und dasWas«ser daraus 6iki»irt gewesen; hab auch seither im Blut-stillen so wol bey Menschen/als auch/da einsmals eintheures Haupt - Pferd verwundet / und sich sonst ver-blutet hatte / die grosse Krafftund Wirckung diesesKrauts würcklich probiret; habe auch gleichen kffcü»wann mans auf die Stirn lege.

Also ist mir dabey eingefallen/ daß das 5-cretum ?.I.ZNX noch gewisser seyn würde / ein Kraut / es sey zer-flossen oder gepulvert/also zu erkennen und zu erfahren/so in der lVieciicin kein geringer Vortheil und Nutzenwäre/einen neidigen und zurück haltenden Secretisten/der Welt zu guten/ unter seine Geheimnis zu kommen/welches ich/denVerständigen zu ihrem mehrern Nach-simen / hier habe beyfügen und zeigen wollen/ daß die-ses ärcsnum, nicht allein den Naturkündigern ange-nehm / sondern auch sehr nützlich seyn könnte. ?onö

ctiam keri pollct , l> cinerestcrrs immilli relurre-Zioni suzvi , veram kcrbse est^icm , ex terrü ris-scencio proclerent, sul in ßlacie kkcenomenon luskerbse okenclerent.

" Krau-

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