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Des Adelichen Land-und Zeld-Lebenö
cx?. c^xvi.
Gcheinniüssen in der Blumen-Luirur.
^Jel-ernennter?.?errsr.us erzehlt einen zuRomvon einem edlen und gelehrten ItaliänischenHcaclcmico gehaltenen Ojscursin seinem 4.Buch cap. z. solgenderGestalt:Dieweil dreuerleyEm-gänge undAnfänge sind/ alle natürliche Mischungen zuverrichten / als da sind der klcrcunusoder die lenniä)-te Feuchtigkeiten der Erden / welchen dieLKimici dasleidende Theil heissen. Zum andern das Saltz/welchesder würckende und thätige Sa«me ist/daraus alles er-zeuget wird. Und schließlich der Schwefel/der beedeTheil mit seinerEigenschafft vorbereitet und zusammenfüget: Also hat die menschliche Aufmerksamkeit / eineNachahmerin der Natur/aufdrey andere nicht schwe-re Weisen sich bemühet / wundersame Dinge in denenGärten zu verrichten.Nemltch das Blut der gefchlach-tenen Thier ersetzt des ^c^uni Stelle/die den-vier-curiällschen von sich selbst nicht gnugsam krafftigenSafft der Erden avfmundere/ die kleinen Cörper derholdseligenBlumen wundersam zu vermehren/doch solldes Geflügels / als zu viel austrocknen des Geblüte/zudiesem Handel nicht gebraucht werden.
Zum andern gebraucht man den Aschen an statt desFruchtbringenden und zeugenden Saltzes/ welches mitden Aschen vermengt desto häuffiger die Blumen brin-gen wird
Den Schwefel vertritt die Dung / die Blumen de-sto eher zu zeitigen/ und desto besser zu färben / und da-mit aus einem geringenDing so wolmehrVerwunde-rung/als auch Lust erwachse; wäre gut/wann man dieFünffte kllcn? vorgedachter Elementen / erst >n cl».ttillirtcm Brandwein einweichete und baissete/ dochmuß man in Acht nehmen/ daß diese hitzige feurige ü/l».tcria die Wurtzen oder den Kiel und Saamendes Ge-wächses nicht berühre / sondern durch Unterlegung ei-nes wenigenandern Grundes / solche ohne Schaden /nur erwärme/ und zur Fruchtbarkeit gleichsam anreihe/und setzt der hinzu/ daß vielZeugen/die es selbstgesehen/ bestätigen / daß zu äquapcnscntc imHer-zogthum^oscana, ein Goldschmied sey/der in einemkleinen Geschmlein / oder auch in einem Schnecken-häuslein/ gar in weniger Erden/ ein Baumlein erhal-te und aufziehe/welches drey oder vierAepfel in völligerGrösse/und schmackhafftig trage/und in die zehenJahrdaure; und dis möchte Aweiffels ohne auch mit denBlumen sich prsZiciren lasten.
Sonst soll viel helffen zur Blumen Wachsthum /wann sie/mit ihrem eigenen Aschen bedungt/ solche mitihrer Erden vermischt werden/ oder mit Wasser / dar-ein Taubenmistgebaisset worden / wann es voran derSonnen laulicht ist/ wiewol diese andere Art den Kie-len/die gern von der Dung verfaulen/ etwas gefährlichscheinet.
Her: Elsholtz erzehtetausdem'i'k-opkratto pai-z-ccilo, er schreibe l'omo 6.0pcrum, im 6. Buch vonErweckung natürlicher Dinge: Man soll einen Baumerstlich zu Kohlen/nachmals zuAschen brenen/dieAschein einen Kolben schütten/und gleich so vielHartz/Safftund Oel des Baums darzu thun / auf einer gelinden
Wärme zergehen lasten/ und also daraus eine schleimi-ge Materia bereiten / diese soll man mit samt dem Kol-ben eine Zeitlang in einem Pferdmist vergraben/ undnachmals in ein fettes Erdreich schütten / so soll solcheMateria wieder grünen/ und ein junger Baum herauswachsen / welcher an Krafft und Tugend den vorigenweit übertreffen soll.
Und l>. ^tk-insttus Kircher setzt in seinem Buch vonMagneten >ilz. z. partc s. dieses als ein Experiment,!VMN man cm Kraut klein zerschneid! / und zu Aschen, verbrennet / in die Erden grabet/so wachse daselbst einKraut Herfür/ welches mit jenem gantz einer Art ist.j Und Herr Elsholtz fügt ferner darzu : Es sey einbekannter Apothecker im LaM/ der für seine Qlkcin^ Wermuth-Saltz in der Menge bereiter / und die über-> bliebene aschige Materia unter andern Mist/nach sei-nen Weinberge führen und unten am Berge abladen! lassen/der habe betheuret/ daß folgenden Jahrs schönerWermuth am selbigen Ort herfür gewachsen/da ihm
doch genugsam bewust sey / daß vor keiner daselbstgel standen.
Daher meldet auch Kl. Lckwcnterus im 16. Theilseiner Erquickstunden / in der zweyten Aufgab/ aus ei-nem Französischen ^ulkore: Nimm/ nach deinemBe-lieben / ein aus der Fremde hergebrachtes Kraut/bren-ne es zu Aschen/ und caiclmre solche zwey Stund langkcrmcticc mit zweyen Tiglen / einer auf den andernwol ausgeläutert/ daraus ziehe das Saltz/ das ist/gießWasser daran/ bewege es/ laß sich die Materia wiedersetzen/ und dis thu zweymal/ mache/ daß es -vaporire,das ist / das Waster werde gesotten/ bis es gantz einsi-de/ und sich verzehre/so bleibet das Saltz aufdem Bo-den/ welches man hernach in eine gute fette Erde säenmag/ so wird das Kraut auffgehen / davon das Saltzgemacht worden/wäre mit demKraut^kc oder derglei-gleichen zu probiren.
Die klaterie der ?alinZcnclle , erstrecket sich soweit; daß daran alles zu vermelden nicht rathsam/danndadurch wird man sehr kützlich/ der Natur ihr innersteszu suchen/und gelanget doch dazu nicht / weil viel Riegelnoch zu eröffnen sind/bis man zu dergeheimnistenWis-senschasst in dieser Ostens gelangen kan. Es ist gewiß/daß in demMorsen derSaltze/davon Kiartinu» KerZc-rus lid.llc kelmcnt. p.sv.schreibet: die korma hieci-6c^ der Cörper/ daraus diese Saltz gezogen sind / sichbefindet; und daß/ wann der Cörper gleich zerstöhret/man dannoch dieselbige äußerliche Gestalt bewehren/und unter der Figur eines Schattens/oder einer düsienWolcken/ so aus Dünsten und Außrauchungen beste-het/sehen könne/ beynahe auf solche Weise / wie manglaubet / daß die Cörper der Todten aussehen/ wannsie auf dem Kirchhofs erscheinen / und solche Hervor-bringung/ ist an den Kräutern das geringste/ es ist aufallerley Erden-Gewächse/Bäume/gar auf^nimsiiz zusppliciren. Wolle man weiter gehen/so eröffnet daskeznuni Minerale in dieser geheimen Sach dasAllerwundersamste/ und sind darinnen solche ^rcanaver borgen / welche gewiß auch verborgen bleiben .