Sechstes Buch/ Blumen- Gatten.
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ohne grosse Hin-und Wiederrüttlung an die Sonneoder bey dem warmenOfen aufs meiste/wann esTuli-panen sind/ vier oder fünff Wochen lang gestellt/ undfür alle f euchte bewahret werden.
Hm Böckler sagt/ er habe darinnen fastzwantzigJahr gekünstelt/ bis ers endlich aufobbesagte Weifeerfunden/und die schönstenBlumen alfo zugerichtet/da-mit auch an vielen Fürstlichen Höfen / insonderheit zuWinters-Zeit/ ingleichen in Verschickungen derfelbenan fremde und ferne Oerter/ nicht allein sonderbareEhre eingeleget / fondern auch Verwegen reichlich seybefchenckt und remuncrirt werden.
äcsmplo inüruätam , ^usm mc^iekstc<nre>
plemus, Sc intus «zuozcunczue live ilorezßvLtruÄu»ponimus, ita ut invicemnon<econrinZant , <j«nciecollioriiicium, kermetico iigiilo clauclimus scilsm-paciem. ttoc psÜo perpetuoincorruptisnis munerskakesbuntur,uti experienliZ monürainu« ia nottro^lusseo. vvsquoczue recentis.oko submerla sempermanere incorrupts, «xperimcnto unius anni<jecuriucliclicimus»
Die rochen Tops-Negelein/ wann sie vollkommenaufgeblühu/ tuncket manin Scheidwasier/breitet sie
Was mich betrifft / hab ichs zwar aufHmn kcr. aus / auf einer höltzernen Tafel/ bis sie aus getrocknet/
rsni Art etlichmal probirt/ doch habe ich gleichwol be- fo werden sie hartlich > und behalten ihre Farbe sehr
funden/ daß es etliche Blumen nicht thun/ als die Ro- schön.
sen/ Negelein/ d^ ^ur-nb-rziu« sagt: c^ov^i «ores Zmmi».
^ Narcissen/ die Ringelblumen/ tzntur piliorum türm,. k ^orw/tZunt arilli.colore
der Winderlmg^ie brennende Llebe/Spamscher Klee niliii
und Spanische Pappeln / Margaranthenblühe/ auchdicke und einfache Mähen; denn diefe verlieren allenGlantz und Farbe.
Hingegen die Tulipen / Jachzincken/ Anemonen /kinuncicn. Türckische Negelein / Papierblümlein /
Wie die Rosen ein gantzes Jahr schön frischzu erhalten seyn / davon ist etlichmahl von andern/^uiborlbus gleiches Jnnhalts vorhero vermeldet
worden / wäre in dieser K4ateria iciem per iclem
Glasblümlein/ Lombardischer Veyel/Schneeballen / aufgetragen / wordurch bewooen worden / davon zudie lricic« duibos« . gelber dicker Veyel/ Tag und schweigen/weilen diese Stelle noch mehren Lxperi-Nacht/Mertzenbecher/ liechtblaue grosse lricles; nem mencs ersetzen.
Spenling Lilien und kleine hohe blaue Lilien/blaue und .
gelbe Lilien/Agley/Kayser-Blumen/oder c.ie.! Der gelehrte Englische Cantzler/ Hm?ranc!scusmztis, gelbe Löwenmauler/gelbe Traubenklee/ Ritter- Lscon, schreibet in seiner U'ltor. nstursii.experimen-sporn/ und andere / werden zimlich gut. to z6s Sume evulta Kotarum Oamslcensrum solia ,
Von noch einem leichtern Mittel sagt erstgedachter in kltizio clomus super plumbo exllccesZ<j So-Her: Lsmerarius, die Blumen werden in ein aus UN- , ljic sereno, kork intcr lecuncjam solummoclö ,
terschiedlichen Saltzen gemachtes Scheidwasser/ dasck5v lui-z genennet wird / eingedunckt/ davon solche
Lc cluoclecimam » autprselerpropter, exliccata inle-re tiÄili leZens bonioclori», ne^uekumill«»zutvi
noch schöner heraus kommen/ und nichts als die Wei- tro snZutti oris, compretLus illa coZe , seci ut sblitchigkeit des Angriffs verlieren. conlritio, obtura laZensm gut vitrum arHö iüis ro>
Die Blumen aber/ die man zu dieser zweyen Mittel lis. non oclore tsntum , leck «c eolore coaüsbunteinem brauchet/müssen nichtseucht/sonderngantztro- j veZeti, sä Minimum anmlpacio.cken abgepflockt seyn.
Her: Elsholtz shreibet '.Nehmet Brandwein undSaltz / jedes gleich viel/ vermischt es in einem Topff/und werfft hinein sovielKnöpf-Rofen/oder Rostn/ die
Iclem relert cxperimento 796. SumsKorem Oa.r^opt>^»srum, leniter^ue bacillo allizs, utrumczuevitro leniter circa 0» inclinslovelcleclivi impons ,nöch nichtaufgeschlossensind/ disder Topfgefülletist / ! c,uo6 repleveris kiercurio vivo,s6eö. Utlloscoope.alsdann setzt einen Deckel darauf/ und verwahret ihn riawr. ponclus moci.cum vttn or.licio .mpone. utim Keller; wann ihr davon brauchen wollet/fo nehmet baciüus cieprimatur j clsptis4.aut s.cl>s!zus recli, ut
etliche heraus/und legt sie an die Sonne/oder auf einenwarmen Ofen/so Messen sie sich auf/und werden denfrischen nicht sehr ungleich.
Wer Negelein/ Rittersporn/Ringelblumen/ Päo-nien/ Tulipen/ Kornblumen/ Kayferblumen und der-gleichen / etliche gantz/ etliche aber nur die Blatlein ab-genommen auf Leinen-tuch/ oder auf ein Bret/ odernur in ein Erden-Gefchin leget/ und in einen nicht zusehr heissen / sondern schon etwas abgekühlten Back,Ofen legt/doch also/daß sie schnell abdörren/so werdensie schön/ und den gantzenWinter-über bleiben / wannman sie aber zu lang drinnen lässt / so werden sie denGlantz der schönen Färb mercklich verlieren.
?. Xirckerus in mun6o lubterrsrico lib. l Z.leK. z.
tol. ? 88. sagt / von Erhaltung der Blumen und ande-rer Dinge/ also: dlos non rotss lolüm Kc tiore», se6 8comnis zeneris fruüu» incorruptos servsmus.lsm vitrcsm ventricotam psramus, collopr-elongo
I^THeN.
nlpicigg, 6eprckenclcs^ue ilorö veZeto csule cluriore minus<^ue tlexili, qusin suir Das kan man augen-scheinlicher sehen / wann man eine andere frisch - abge-brochene Blumm dargegen legt: yuia tiocwctur «ctriZore inclurst.
?. kerrariu, erzehlt auchausdes ^6riznZ8piZcIiiIlasoze in rem kerdar. lib e c.58. was Gestalt dieKrauter und Gewächse in die Bücher zu bringen/ undalso gleichsam ein tterbsrium vi vum anzurichten; undsonderlich hat dieses beschrieben der berühmte Xleclicusv. klsuritlus ttoffmann in seinem ^ctkoclo conkci.encli tterbarium vivum, zu Altdvrff 1662. ausgegan-gen/ dahmich den curioscn Leser will gewiesen haben.Bey abgedachtem ^clriano Spiegel findet man auchibiä, csp. 57. wte die frischen odergedörttenKräuterdurch Drucker-Schwärtze lebhafft aufs Papier zudrucken.
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