Des Avelichen Land, und Kew - Gebens
gel von dem andern kommen / und sie weder einander!selbst/noch das Bret berühren mögen; die Stietwer-den beederseits fest angemacht / daßsich der Btumen-Busch nicht bewegen kan ; der Vott muß Unterrichthaben / das Kastlein aljo zu tragen/ daß die Blumenaufrecht bleiben/und es nicht hin-und wieder zu kehren,so kan man sie ziemlich weit fort bringen / sonderlichwann es Morgens und Abends / oder gar bey kühlerNacht kan geschehen.
Wann man einen Blumen-Stock mit derWurtzel
über Land schicken will/ so bindet man ihn in Mies / sovorhin mit Hönig angefeuchtet ist/ so kan er sicher fort-gebracht werden. Schößlein von dergleichen Stöckenüber Feld zu schicken / so duncket man sie entweder inHonig/ oder nimmt Hafner- Erden oder Letten / machjihn mitHönig an / und steckt die Schößlein (so manmit etwas wenigen vom alten Holtz brechen soll / sonst,bekeiknensie nicht)inselbigenLaimen / daSGras/sohersür gehet / bindet man in MieS ein / undHerwahrts!in einem Trühleinoder Lädlein,
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frischen Stelle verlrttten»
^ krolls lik. s. ?Iantiz schreibet / wann manwill Blumen erhalten/soll man sie/ wann sie ambesten volltonunen aufgeblühet haben / bey tro-ckenem guten Wetter abbrechen/und einen Tag lang, inderLufft lassen austrockenen/und hernach in ein eng-> mündiges weltbarchetes erdenes Geschir: fest eindru-cken / mit einem Zapffen von Pantoffelhottz und Pechgehäbeverstopffen/zwey oder dreyfach mit Ochsenbla-^en verbinden , und in einen Keller setzen; das dritteJahr sollen sie schöner seyn/als das erste. Doch schlies-set er : t'kslau fsri, voirla verile.
DieBlumen aber also aufz«,dörrm / daftsie der fti-schen Stelle vertretten; oieses (sagt i». f-rra, iu») ver-mag der kunstreiche F!e»ß/daß em Leichnam selbst/ undalso zu jagen/ ein betrieglicher Schatten eines hinfallt,gen undgebrechlichen Dinges/so nicht über einenTaglebenkan/gantzlebhafft und immerwahrend aus,daure. Die Erfindung ist den Teutschen zuzuschreiben/UNd gedenckel deren ersttich^ub. Kucjolpbuzriu« in 3v »c >Ze msmorabNil:!,'. ^tcclici»»um ^Sturze ^rcsnorum pzrtic 9 s. aufsvl-
che WeiseRiMm cinGeschirz vonKupffer , EroenoderHo'h/fülle es mitSand/der zuvor etlichemal sau-ber gewaschen/ wieder an der Sonnen getrocknet / undalso von allem Koch und Staub wol auogeläMert/unddurchgereutett seye ; und -das -kan man spühren /wann das aufgegossene t-nd umgerührte Wasser vomSand-gantz heö und klar ablaustet / so dann wird esan der Sonnen gantz wol abgetrocknet mis einemTuch / darauf nimmt man ein Gesthin nach derVlu-men Grösse / füllet den Boden drey Finger hoch mitSand / thut daraufdie BluMen Umgestürtzt / gemachhinein/ daß der Stengel über sich stehet / und die Blu«men nirgends den Hafen berühre/ füllt und zettelt denSand subtil darauf/daß die ganhe Blumen mit sammtdem Stengel wolbedeck: sey/ und der Saud oben zweyoder drey Finger hoch darüber gehe; aus den Tulipa-nen muß man vorHerd den mittlern Knoden/ darinnenderGaamen tvächset/heraus nehmen/und das Geschir:wird also in ein Galerie gestellet / worzu die Sonnenkommen kan, ein oder ein paar Monat / hernach thutmans gemach wieder heraus.
Ich habe unten am Boden des Geschirr em ziemlichLoch gelassen / solches verklebt / und wann ich denSand habe wollen heraus haben / es wieder eröffnet/so ist der Sand nach und nach aus,gerissen, daß ich dieVlumcndesto'leichter habe heraus nehmen können; sie
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verlieren zwar die Lebhasstigkeit in etwas/ sonderlich!allen Geruch/ aber dennoch sind sie im Winter holdse- sl>g ; wann man einen höltzernen Thurnund p^misvoll Löchlein bohret/ und solche Blumen nach und nacheinstecket/ so bleiben sie viel Jahr also.
Her: Böckler in seiner Hauß-und Feld-Schul / inder 26. Claß/ beschreibt es also: Wann die Zeit kommt,»m Anfang des Frühllngsbiß durch den Herbst/daß dieBlmmnblnhen/sosollmanvor allenDmgen zusehen/daß man diejenige Blum /.so man abzubrechen inWil-len hat / solcher Gestalt awehme / mit ihrer schönstenOeffnung/wann es trocken / iveder-vom Regen nochThau feucht/ und dieBlume das erstemal anfangt auf-zu gehen/und dieseAbbrechung soll auch mit saubern undtrockenen Händen geschehen; ingleichen soll man der-selben Blatter mit vielem Angreiften verschonen , denStiel in ziemlicher Länge/ sammt etwas Kraut / wegend«r Zierde / daran lassen»
Diese Blumen aber muß man in kein Wasser / son-dern nur in Sand an einen trockenen Ort stelkn / undniä)t vielberühren/noch viel weniger-naß werden lassen;Ferner, che man dieBlume abbricht/ soll zuvor ein gu-ter rein gewaschenerSandäus emenFluß genommen/aufs allerbeste von derUnreinigkeit osslermals imWcls-ser abgewaschen/ hernach in der Sonne / oder warmenOfen ausgetrocknet / und durch ein reines Sieb gereu-terr werden.
(^v.Zu diesem/spricht Her: Böckler / habe erdenweisien Rhein-Sand am besten befunden) diesenSandthut man hernach in ein darzu zugerichtetes ttocknesGeschu: von Blech/Holtz / oder gepappten Papier/inderGrösse/ nachdem man viel Blumen darein thun/und einmachen will / beschüttet dessen Grund oder Bo-den / ohngefehr ein quer Finger-Hoch von dem reinenSand/stelltdieabgebrochene Blum'aufrecht / wie sieabgebrochen/sammt ihrem Kraut darem/ lässet hernachvon dem übrigen Sand / nach und nach / so vieldurcheinepapierne Rinne/ Löffel oder Triechterlein herumeinfallm / also daß die Blume gantzM Sand umfan-gen und damit bedeckt werde.
Worbey aber fieissig inÄcht zu nehmen / daßsowolderStiel/dasKraut/ais dieVlum und Saame em je-des absonderlich in seiner Form / wie es vor dem Bre-chen im Garten gestanden/ also unverändert im Sandzu stehen komme und bleiben mögen.
DieseEinfüllung soll über dieBlume auch einen gu«ten quer Finger hoch kom men/ und das Gcschir: damit / ohne