I. Theil.
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machen/und den Thurn/ als einen Deckel/ a«f- und ab-heben/damit man / wann dieGeschirzvon den erfaul-ren Stengeln anlauffen/man sie aus dem Thurn obenourch den Drat heraus nchmen / und sauber kan aus?
Auf diese Weise könte man pyramkjcs, vbcli-scos, und andere beliebige Figuren also zurichten / undauswendig mit Blumen zieren lassen; hier ist aber zumercken / daß sich unten am Thurn herum allein d,eseBlumen schicken / deren nur eineauf einen Stengelstehet/ als Anemonen/ Kanuncuien/Regele/ Rosen;die vielblumichten aber / als etliche Narcissen - Gar.
Blumen geschicklich und Pelegensam überLand zu bringen / ist erstlich nothig / daß sie solang / als möglich / mit ihren Stengeln abge-chnitten/und noch nicht völlig aufgethan/ voller Thauingesammlet / oder mit frischen Wasser besprüht wer-den / alsdann macht man eine höltzerne Truhen / einenSchuck breit und anderthalb hoch/diese füllet man undmachet gleichsam ein Bett voneingethauetenMyrten-Aweiglein/oder mit befeuchteten Miesen/ legt die Blu-men mit den Stengeln gegeneinander / daß sie beeder-seits desto sanffter zu liegen kommen/ in die Mitten legtman auf die Stiele die kurtzen und niedern Blumen/und damit sie stet liegen/senkt man nach derZwerch zweyGabelein über die Blumen in das Holtz / die gar ge-raum und sanfft sie anrühren/und gleichwol fest halten/daß von ihrer Stelle sich nicht bewegen können.
Also deckt man diese Blumen wieder mit feuchtemMies/ und legt aus dieselben abermals Blumen / undwechselt also ab/biß die Truhen voll werde / dann be-
sungen/item Jachzincken , Asphodil und dergleichen/müssennuroben aufdasHauptgestell/so man / nachBelieben formiren kan/ rund/oder 0vsi, oder Dach-weise/oder nur wie ein capiteti, das gewöhnlich aufdie Säulen oder co.'umnas gesetzt wird / gestellet wer-den. Dieübrigen aus Erden formirten Blumen-Kruge kan man/ nach Belieben / mit schönen artlichenHandheden / und Stellungen / doch mit einem nichtju schmalen/sondernziemlich breiten Fuß machen las-sen/ damit/ wann die hohen Blumen sie überschweren/nicht so leichtlich umfallen / sondern fest stehen möch-ten.
cxiv.
schließt man solche wieder/ wie vor/ mit Mies / darauf/wird der Decket in den Kasten eingeschoben / ver sollaber durchlöchert seyn/ um der frifchenLufflden Durch-gang zu verstatten; etliche legen Kohlblatter / an stattdes Mieses/weil aber solche bald faulen / ist es rachsa-mer/ man bleibe bey der ersten Art / oder man lasse einKastlein/ so groß als man will / mit zweyen Abtheilun-gen und einen gehaben eingefaltzten Deckel von feinenglatten subtil-gehobelten Läden machen / daß der mitt-lere Durchschnitt zwey Löcher habe; hernach nimmtman die Blumen/bindet sie zusammen/ lässet den Stielso lang/als die Weiten des Trühleins erfordert / um-windet die vorher mit starckem Laub / damit der Fadennicht einschneide/steckt darnach diese zusamm-gebunde-nen Stiel der Blumen / die vorher im Waffergestan-den/und vom feuchten Mies und einem saubern einge-netzeten Hadern eingeschlagen sind / in des mittelstenBrets gemachte Löcher gegen einander über / daß einjedes Theil die Blumen von dem einen/ und die Sten-
Sechstes Buch/ Blumen-Garten.